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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-12-22 · Heft 52 (22.12.1874) · p. Seite 881

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 52 (22.12.1874)
Date
1874-12-22
Page
Seite 881 (sequence 13)
Language
German
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„ den weißen,J ,mit.^einechStrick, von^ ^ameelhaarenUmwundenen v Turban. antegt? M^Nrme untf. Unterschenkel -unbekleidet läßt, woher die kaffeebraune Hautfarbe nicht unangenehm-gegen-das Weiß der Kleidung absticht. '.. Während hier im jüdischen Skadttheil unter dem Schmutz ein heimlicher Reichthum sich verbirgt, sieht es ganz anders aus in - den armseligen Wohnungen des arabischen Viertels. Ein französischer Gouverneur hat die Ueberreste der eingebornen Stadtbevölkerung und die in der Nähe Orans wohnenden Stämme, deren ärmliche'Zelte früher überall wie Vogelnester an die Stadtmauer angeklebt waren, hier zu einem umfangreichen Dorfe vereinigt, dessen Wohnungen jedoch nur aus - einstöckigen Lehmhütten bestehen, nach arabischer Sitte stets mit einer Lehmmauer zum Schutze gegen neugierige Blicke umgeben. Die Hautfarbe der Bewohner wechselt, wie ich schon bemerkte, vom Kaffeebraun bis zum dunkelsten Schwarz, während ich in Algier und mehr im Innern des Landes vornehmer Araber von zuweilen nicht dunklerer'Hautfarbe, wie die eines Südeuropäers sah. Die Unregelmäßigkeit der Gesichtszüge, dje man hier bemerkt, wirkt wahrhaft erschreckend. . Bald hat die Nase, bald der Mund, bald die ganze Gesichts- und Schädelbildung eine so abnorme Gestalt, daß man glauben sollte,, die Kinder würden schon bei der Geburt absichtlich verunstaltet. Die Frauen, die man bemerkt/ so sehr sie auch durch abschreckende Häßlichkeit und starrenden Schmutz entstellt sind, tragen doch stets das Gesicht nach muselmännischer Sitte von unten herauf bis zu den Augen verschleiert, und wo man etwa unversehens eine ohye Schleier überrascht, da läuft sie ent- . weder schreiend : und fluchend davon? öder. wirft; das erste beste Kleidungsstück über den Kopf, ohne Rücksicht, ob hierdurch andere Körpertheile bloßgestellt werden oder nicht. -I a p an. In einer zu Sacramento von dem früheren amerikanischen Vertreter am' Hofe des Micado, Herrn De Long, gehaltenen Vorlesung übe r Ja pan kam Redner ausführlich auf die auf der Insel Jesso und den Kurilen ansässigen,-Ainos" oder /haarige Männer" zu reden/ welche von den Japanesen als. die Urbewohner Japans angesehen werden. Die Ainos, sagte * der Redner, unterscheiden sich gänzlich.in Sitten, - Sprache und Aussehen von den Japanesen, Chinesen, Mantschus und anderen Nationen des Ostens./ Sje haben-, .vplle/wallende, schwarze Bärte, die in vielen Fällen bis über die halbe Brust reichen. Sie sind' außerordentlich gutmüthig, milde in ihren Gewohnheiten, geschickte Jäger und Fischer, intelligent' und tapfer. Verbrechen sind fast unbekannt unter ihnen, doch aber sind sie so uncultivirt, daß sie keine Ahnung von ihrer Abstammung haben, von Zeitrechnung nichts wiffen, den Werth des Geldes nicht kennen und nicht einmal Eigennamen besitzen. Sie nennen ihre Kinder „Eins",' „Zwei"^ „Drei" u. f. w. Höhergestellte' begrüßen sie, indem sie mit gekreuzten Beinen sich auf die Erde; setzen, das Haupt verbeugen, die Hände Zusammenlegen- und dreimal gegen ihr Gesicht heben, als wenn sie Erde und Wasser über sich ausschülteten; hierauf streicheln sie sich mit beiden Händen dreimal wohlgefällig den Bart. Diese Art der Begrüßung ist., glaube ich, analog derjenigen der alten Hebräer, und auch der Bart und die Physiognomie 'sind meiner Ansicht nach sehr denen der Juden ähnlich. Alte Bergwerke von sehr großartigem Maßstabe finden sich auf der Insel Jeffo, wo die Ainos wohnen, und werden von Profeffor Pompelly, der sich dort aufgehalten, in 'seinem Werke „Eine Fahrt um die Erde" erwähnt. Redner giebt dann folgende Hypothese: Wir wissen, daß Salomo Schiffe nach einem Lande, das Ophir genannt wird, aussandle, um Gold zu holen. Die primitive Art der Seefahrzeuge jener' Periode verbietet die Annahme, sie seien nach Australien oder Californien gegangen. Sie segelten, wie uns mitgetheilt wird, von. Arabien ostwärts und würdenda sie gleich allen kleinen Fahrzeugen sich in. der Nahe der Küste hielten, nach Passirung des nördlichen Theiles des indischen Oceans, den Golfstrom der Südsee erreichen, der ohne ihr Hinzuthun sie zu den japanischen Inseln bringen würde. Mit dem Tode Salomos oder, dem Sturz und der Gefangenschaft der Nation hat dieser Handel mit Ophir vermuthlich plötzlichaufgehört. In solchem Falle darf man mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß die ausgesandten Arbeiter in Folge dieses Unglücks dort gelaffen wurden oder lieber freiwillig dörtblieben, als zurückkehrten, um die Unterjochung ihres Volkes zuHeilen. Nur mit Hülfe dieser Theorie läßt .sich eine Erklärung--finden für diese merkwürdige und interessante Race, für ihre, . Sitten, die oben erwähnt worden sind, und für die Existenz jener alten Bergwerke/ (Dies sind freilich noch wenig stichhältige Gründe für eine so kühne Hypothese! Nedaction.) U.« zeigen. Für etwa 40 Kinder suchen »wir^ bei .30<j. Thaler Gehalt und freier' Wohnung, einen examinirten Lehrer zum Unterricht kn der Religion.und in der hebräischen Sprache. Ortelsburg in Ostpreußen. , Der SyNWgen-Borstaud. Mine Kindergärtnerin, welche gleichzeitig befähigt ist in den Anfang »gründen des Cta* vierspieles Unterricht zu ertheilen9 xuchiper •t. Januar /S7S Sfellungineiner Familie. I i Gef. Offerten mndunter C/nffie JR //. # 50 durch die Exped. d, Zig. erbeten. ,

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