Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 51 (15.12.1874)
- Date
- 1874-12-15
- Page
- Seite 858 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8®# j! ■; j- " MMey^^der .Söhneswechen wohl, dahin zu. deuten Mn, chaßsie?er^artetzMerr vQMehmann würde, ip maßvollen Ausdrückem ihres Vaters-;-ehrend : gedenken iund.sich.nicht durch Fanatismus,und / Verblendung zu Unziemlichkeiten Hinreißen lassen.- . r' Auch wirkönnen gewiß aus dem Herren von' Hunderten aus der Trauerversammlung Herrn Dr. Friedmann für seine ' gutgemeinten Worte innigen Dank ausdrücken und geben Herrn vr. Lehmannsammt seinen Streitgen offen die'.Versicherung, .daß - eS,,.ihnen nie gelingen wird, einen . Mann, wie Herr Div Fried- - mann,, auf dessen ^Besitz die Iudenheit. Pahens mit Recht' stolz ist, zu verunglimpfen. Der allbekannte Spruch: „Der Zweck heiligt die Mittels wurde in den,beiden Artikeln, der oben- 7 bezeichn,eten Zeitungen zur Genüge benützt, denn daß der Ver- * storbene den Austritt der fanatisirten früheren hiesigen Gemeindemitglieder verdammte, geht aus der von sämmtlichen Mitgliedern des-Großh. Oberraths hierauf erlassene Ansprache vom 24. Februar WO zur genüge hervor.;. Darin sagt er u. A.: . „Mehrere Mitglieder der israelitischen Gemeinde. Karlsl~ v,; :.„ruhe haben voy einer Meinungsverschiedenheit, über einzelne . ^' 5 „gottesdienstliche Einrichtungen, welche jedoch nicht im Ent- : ,7ferntesten einen Religionsgrundsatz berühren, Ber- ,, „anlastung genommen, ihrey gerichtliche,Freisprechung, von „der Beitragspflicht gegenüber der hiesigen Gemeinde zu erwirken. Es ist ihnen dies gelungen, um den Preis der. ' - „vor Gericht abgegebenen Erklärung: daß sie nicht nur aus „der Israelitengemeinde-Karlsruhe, sondern auch, aus der i . „gesammten Iudenheit unseres Landes austreten. . Seit „neuerer Zeit findet man zwar in mancher großen Israe- „litengemeinde Deutschlands zwei' Culte nebeneinander: -yeinen «nb einen ^6^ 'ober te- „formir.ten. Noch niemals aber wurde-um dieser Berschie- - , , „denheit der Culte willen die in allen übrigen Beziehungen ' y; „herrschende Einheit der Gemeinde, durch Verweigerung cher , „Beiträge gefährdet. Unsere Geschichte kennt kein , „zweites Beispiel, daß Israeliten im Namen .V, „der Orthodoxen sich, öffentlich und feierlich vo)l ,, * „dem Judenthume und der Iudenheit eines „ganzen Landes l.osgesagt haben." — Ferner-: i " „Aber auch abgesehen von diesen rechtlichen Nachtheilen für - „den Austretenden, wird kein Israelit bei gewissenhafter „Ueberlegung der Folgen einer solchen Trennung sich 7 der > - . „Ansicht verschließen, daß dieselbe Wunden schneidet in den , t,r „Leib des Judenthums und der- Iudenheit des ganzen Lan- „des — Wunden, welche das Leben all e r Gemeinden-be- > > „drohen, mögen -sie. dieser oder jener. Richtung huldigerst " -- „Ist aber diese Einsicht gewonnen, fo wird ein Ausscheiden T t J v „aus doihMMindeverbänden, welche neben den kirchlichen % Zwecken.aMwichtige Aufgabencher Humanität rc. -ver? . „sinn.wvex Mnengherziger T^eb HMhUHDA^Ae-. Daß aber aychder Schluß-des Aufsatzes in Nr. .44 fdex * ' 5 frt ' Aitf llntartftrItPtt. fipfilüf" . jüdischen Presse^ „wie ,so vieles Andere,^^auf; llnwahrheit^berDt, wird durch die persönliche Theilnahme des Verstorbenen beider Einweihung der Synagoge in Mannheim--bewiesen, ba er nicht" allein unten?den Tönender Orgel-eine Thorarofle/ in, die^ neue',? y Synagogetrugsondern;?auch-während--der.HesWfel^iMeinem^HÄME^^ Trinkspruch das, Erhebende - dex Musik beim ..Gottesdienste-hervhrhob.„, „Dies, zur. Steuer der. Wahrheit!^.,.,..... y - - Der Synagogenrgdh.^/. > MD ’ 2Tu&hm ©Ifafc? ittiy%wsm&ei:4^ Correspondenz in Nr..49 ist mitzutheilen, daß die deutsche,Reichsregierung dem Projecte zur Gründung eines Rabbinerseminars in ^Elsaß-Lothringen /berett^-adurch- - näher«--getresen^^daß-^eip^ Versammlung .pon Rabbinern - und Vertrauensmärlnern -nach Colmarberufen hat, izm den Plan zu berathey.--Es..sind . / nämlich - bereitstmehrere Rabbinerstellen nm Reichslande unbesetztKÄU und - dies wird sich in. Zukynft noch. mehren. .Man, wM, die deutsche .Reichsregierung nicht leicht ein^n Gedankenaufgiebt, ^4 den-sie .einmal als nützlich? und-erforderlich, erkanut^hg^ . Hannover, 12. Nov. (Privatm.) Der - ständische Verwqltungsausschuß hat von den etatsmäßigen.5000 Thlrn. Kr^das'. . ^M jüdische' Schul- und Synagogenwefen 2500 Thlr. Heu; hiesigen^'"^' jüd.SchMehrerseminar und die-weiteren 2500 Thlr: denPnzelnewdM^. Schul- .undEynagogengemeinden - in.unserer Provrnz?bewilligt^KHE'' Die jüngst hier geschlossene Landessynode hat untrer Ayherem erklärt, daß bie Eingehung einer-We zwischen Christen--m^d Nichtchristennach wie vor kirchlich unerlaubt,sei.^ In?deohiesigen Gemeinde.stst. bereitst d^r erste 'FMworgDH kommen, daß ein jüdisches Brautpaar sich mit der^Civilehe" 7gnügt hat, ohne dieser die-religiöse Trauung folgen zu,.laffeM/L In, Folge des in, Nr. 46 dieser Blqtter mitgetheilten.^ir- culärs, welches, der hiesige Landrabbiner, dem.?W,^wi^rM?späteHH bekannt.-wurde, auch der von Hildesheim angeschloffen,Ktft Wck-'?- sicht auf das Gesetz über die obligatorische Civilehe ay dse . Vox- ^. steher und Lehrer.der Landrabbinate Stahe^ und..Emdm erlaffey/y'/^y ist in - hiesigen - öffentlichen- Blättern gegen Hecrn 0r. Mehtz: ^ne? W heftige Polemik ausgebrochen. , Derselbe ist nämlich, .nachdern feitte » Auslastungen über die Civilehe in particularistischen und plträ-, montanen Zeitungen, wie z. B. in Majunke's „Germania" y in freisinnigen Blättern dagegen verspottet worden wareM ^uf- ,^7 gefordert worden, falls es ihm/ernstlich darum zu thun ^sii,^herA^E Unterlassung der', /religiösen Trauung, in ^Znkunst:.vo^ü§MH^^" seiperseits Alles zu.beseitigen, was einer.!dvpschub.!leistMMMtssMG:.PaWentlichMÜst.div«rM^W -'iWÄ fl " '■ is--. ■- -.'1. Ä mm m M§ m. m /Ar