Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 45 (3.11.1874)
- Date
- 1874-11-03
- Page
- Seite 748 (sequence 2)
- Language
- German
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sin in scheint, allerdings eine nicht ganz geringfügige. D'Jsraeli hat es stets Unterlasten, seine späteren Biographen über, diesen Gegenstand cmfzuklären, und-, ÜößcheS ruhig Lber.-ckch .ergeben) H daß. . s '.l. ''fä’ ■ ‘fyi jj».-.?; des Christenthums geboren MNd verzogen ir-brü ks?iNlich> MS ivelmeAsemW er im-Schöoße^ des 'Chrlstenthums geboren PuNd serzHen worden. Aüf'diMrnmexhinkleinliche Prsüche? aus Helchersem.Kater-das" Judenthum verließ, kam es für Benjamin in diesem Falle gar nicht am Dies giebt uns einen Fingerzeig. — Zwei Züge treten nämlich im dem'' -Leb.etd * P'JsrMD^ MeuHmkf Hervor; Der erste ist, daß er sich dem Tofys Hvänbte/ also b'em conservativen, hochadeligem Theile der englischen Aristokratie. Als Mitglied Md später-Führer-dieser Partei mußte er nachdrücklich auch fürdie/ anglikanische Kirche eintreteu und .hat .dies bis auf die neueste'Zeitgetreulich, gethan, wo er zu ihren Gunsten die katholistrenden Bestrebungen innerhalb derselben- .bekämpft.-Der andere Zug hingegen ist: die von ihm eifrigst angestrebte Glorificirung' des ^jüdischen Gtammes. - D'Jsraeli^chat das Judenthum^niemals.angegriffen, wie dies Proselyten, so,oft thun; .er sprach stets mit der größten Hochachtung von demselben! Seine Bewunderung .des jüdischen Stammes kannte aber keine Grenzen oder.überstieg vielmehr die erlaubten Grenzen. ‘ Wie ist!? dies W vereinigen und zu erklären? Von jüdischet Seite " warmaü ihm dafür stets sehr dankbar. Aber auch dies war übertrieben, .wie wiresstetsausgesprocheüi'li Denn erübertrieb ' das Lob? Ündaufdie Wahrheit ^kam-ds - ihm) in Einzelnen - Behauptungen gar nicht uni' Zweierlei'war-es)-was)er am jüdischen Stämme-her-' vorhob:-seine Unvermischtheit, die durch sein Alter noch besonders Ji» n so lan'ge fort, bis er' die politsche Stufenleiter ziemlich erklommen hatte. Ebenso war feine Uebettreibung der jüdischen Begabung doch nur eine RH^pro domo; deym er^wiesEhierduM r^ttelibar daraufhin, 5wgs^er, aus'-solchem ^Stamme entsprüffgen'^wohl leistem werdet weAe Erwartungen <er )zu.' erregen beanspruchen könne.. Dies ist, unserer'Meinung nach, die einfache Lösung des psychologischen Räthsels. Darum war es ihm auch viel nützlicher^ / wenn ''Kr ft Mi Chri^tentKPme geboren ansehe. Seine - 'Pietät unm AnhangliDeit' für * Sie** anglikanische Kirche, in der er also erzogen galt,, war Hierdurch unangefochtener, als 'wenn' man ihn erst im vierzehnten Lebensjahre»?immerhin doch>aus einem frivolen Grunde, züm Ehristenthume übergegängeü wußte, denn der Eifer eines solchen Apostaten erscheint 'immer verdächtig öder wird von seinen Gegnern leicht verdächtigt. Nur der hängt den überlieferten Glaubenssätzen und Formen einer Kirche aufrichtig und mit ganzer Seele an/ welcher m derselben von, Kindesbeinen?an erzogen, in ihr - gleiHMruMM WGermilch genährt-worden.v Derjenige aber, welcher in seinem vierzehnten Lebensjahre zu. einer anderen Religion übergeführt wird, muß bis dahin religio.yslo-8 -erzogen '.worden! seln> i hat .also) jedenfalls 'den früchtbäremBode'n -der -Kindheitfür-! -seinen-'-späteren Kirchenglauben nicht in seinem Herzen. Jsaac D'Jsraeli war auch nicht der Mann, der einundfünfzig Jahregewartet hätte, sich zum Christenthuche lzü..bekennen)Meny!k.er für dieses wirkliche Sympathien gehabt.hätte. -'Zur Ergänzung ^'für'dasoben Gesagte gehen wir noch gehoben wird,? und seine Begabung. Beides übertrieb'er. - Denn vernrittelst dev-Ersteren - gab er? ihm' einend aristokratischen Charakter, - der- -dem'-Wesen des ^Jüdenlhü'M-geradezu/ wiederspricht, und in seinem Furor, die'Juden Äs -die' -begabteste Race hinzustellen, 'machte - er Alles, -'was sich' nur irgend äuszeichnet,'zu Juden oder zu - Abkömmlingen'von Juden.- Er begingt hier die gröbsten Schnitzer) -von deren Unrichtigkeit er sich in jedem Conversationslexikon überzeugen 'konnte. Er machte hierdurch die Juden geradezu lächerlich; denn man weiß ja wie der Jrrthum des einen, allen Juden zur Last gelegt wird, und' es -veranlaßte den Witz: „Dieser große, weiße Elephant stammt - auch, wie man sagt/ von den Juden' - -Wa'v-Mslin'üN-'lcitteteilte-und aufrichtige Begeisterung D'Jsraeli-s? -Wir - meinen es Nicht/ Es wür^nichts als ein Mittel, dessen sich der schlam berechnende Politiker für seine Zwecke bediente. 'Er, der, wenn auch als Knabe getaufte oder) - wie er- ( glauben -ließ, im Christeüthume geborene Jude, wollte'Eingang' 'und Geltung in^ der hbcharistokratischen Partei gewinnen. -Er-stellte sich also selbst-ats Aristokrat hin, als einem hocharistokratischen- Geschlecht''entspröffön, das-ihn vollständig-'befähige undberechtige)-ein Aristokrat zu sein- und die -Interessen der Aristokratie -währMchmen. - iEntweder man glaubte andieses aristokratische Element des jüd. Stammes, oder er zeigte sich doch selbst fürdie- - äriftokratischen - Anschäüüngen^Hegeistert? ^Daher führ 'er auch m^ der volltönenden-Aussprache! dieserseiner. Ansicht . etwas näher; in ^den \ streit,;r; den, ^Jsaac^ )P'Jsrczel^ mit den Aeltesten der jüdische^ Gemeinde .hatte..! Cr. ist schon darum von Interesse, weil er zeigt,' wie schädM 'Ä'ist/die Sehne allzustraff änzüziehen-.- /Das' buchstäbliche-'Recht -ständu dew"Mtdsien zur -Seite;- - das' 'geistige - Änd - sittliche - Recht -aber - -fpräch.'-gänz "Ändgar für Jsaac D'Jsraeli?. Jemanden zu eineM-Chrenämtezwingen > zuwollen, ^ist an sich - eine - sehr' mißliche - 'Sache-p gilt - es i über-ein Amt, - welches nach'-damaliger Anschauung beruMwar, aust-relrgiösem Gebiete' das Bestehende' streng zu-ednstrvireN^-und der vas-Amt übernehmen soll)^^ hegt-entschiedet^^'entgegengesetzte--Ansichten, so ist der Zwang eine starke Verletzung voller Jntereffen^ der gemeindlichem, wieder persönlichen'.-^ Und- Isaak hat>es nicht an Offenheit fehlen lassen/ ' Daß erhierin - nuneine - Voran-' lassung? fand', seine väterliche Religion'-aufzttgeben/-Wird-andererseits --Niemand-- rechtfertigen 'wollen/ ' Jsaac --'besuchte- - zwar-'--dre Synagoge nicht,--trug aber seine -bestimmte -Quote als'Mitglied bei? betheiligte-sich an den wohlthätigen-Anstalten«-d'er-'iGemeinde und ließ seine Kinderworschriftsmäßig in^den jüd/Relitzionsbunv aufnehmen.- ''-r-Am 8.- - October 1813-n'zum..'Borsteher>- erwählt, lehnte -er!bic-; Uebernähme' dieses Ehrenämtes-r ab-> -'indem er - - in einem Schreibenan die - Vorsteher - das Unpassende -- seiner Wahl darlegte? r >-Trotzdem-behctrrten/ diese daräuf - < und > '-beleglen!'!ihm? M- GememdesatzungeN -gemäß,'-istrit einer-Geldstrafe-vöNv40 L. St? Hierübet entspann.sich -ein -B'riefwechsel.-zwischenäDJsratzli -und