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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-10-27 · Heft 44 (27.10.1874) · p. Seite 742

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 44 (27.10.1874)
Date
1874-10-27
Page
Seite 742 (sequence 12)
Language
German
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-Gnosticismus : erkennen - Ausdrücke, welche Wr damaligen icheoso- -Phischen - Terminologie stwwl.'das-!Fichte'scheuIch: uüd-Nichtich) -gehövlM- und einer näheren Erklärung r Mcht bedurftem^ — Ob diese!Ausdrücke?Ler mohammedanischen lLitürgiett durch s den Kanal .der Synagoge uzufloffen/ --oder-u ob beide' Liturgien "selbstständig, gegenseitig unabhängig, aus der ursprünglichen Ouelle-schöpften, ist eine , Fragil-welche, so:-weit wir bekannt ist, noch der-Beantwortung-entgegensieht. , - : - ZOffenbach-im -October -1874* - ßn. S. Formst e chew.! .Vermischtes. In einem übrigens vortrefflichen Aufsatz von Pecht über Kaulbach ^A. Ä. Z. Beilage zum 31. Mai 1874) sagt derselbe: "^DännRbd? vor 'Allem den' CMÄiüs ßäyä schleichen echt' deutschen "Humor, "und zivar ^vereint mit Äner /dürchdrmigfn-! den," ganz realistisch Mchtemeä''Schäifeder'Bettachtung, cineth; ätzendew'Witz,' dMwir wohl seiner angeblichen Mischung mit femitiMm-Blrüe'Mchreiben^'dAW,'Äie"im -Leben jenen über-, aus 'stiMn, >Wes' Opfers' fähkgenHäMiWnn/ der ihn zu einemj ebenso''vortrefflichen Söhn " als liebevollen Bater " Ä Gatten> machte, während, er die übrige Welt meist "mit auffallender Kälte, behandelte. Vielleicht?chäugt' 'damit auch zusammen * das Speculäj tive, ja ^Cökette/'däs Zimmer" sragt^ was. drä Welt sagt, des Beifalls tzer'^WekL''tknH"eNtbehr'en "käNn^'^«nd demselben oft Opfer, bimgt'H die-''das' -Künstweik 'für''"Miete ' Zeiten-".unverständlich! machend"' °; ‘ : Aber-'auch die WeltläüMeit, das ' kluge, ja schlaue Wesens die' kalte, - vvn^^elnem'ÄdMSmüs','"'Mner Illusion gchemmte! Menschenkenntmß, M ävir üb'erckll''bei ihnr währnehmen, siei hängen Wohl -mit jimkc Mischüug des Blutes zusammen:"' —' i - -Mir bekennen, daß"wir 'hieraus^«? etsten Male erfahren, man schreibe dem größell Meistet/dör Mcilerei, Wilhelm' von Ka ulbä'ch/ eine jüdische AbstMmung/'öder "dächeine Mrfchuäg mit, jüdischem 'Blute in seiner "Familie zü. "'Wir'"sind 'gegen! solche'UnKben'sehr mrßtmmsch/'nächdeW sie' fb; oft in leichtfer-i tiger -Weise"''gemacht "worden.' ^Wir" läffen üu8 nicht nehmen, j was uns gehört/verlangen äber^dürchaus nicht mach "solchem, was! üäs' unerwiesön'er-Maßen'zügefchriebeN 'wird/ .selbst Renn es uns! die größte' EhreRachen"''Mrde: - ^Hecht'Hncht 'nnn^ von jMier! ün ge b liH önMifchung Äit'seRrÜfcheni Blüte"/ ürü> es ist nur auffällig/ 'wie" 8r' äüs "dieserAngeblichen" Mischung M' Erklärung' 'chÄkterlsiischer Zuge 'im- Wesen " und "in - den WeMn des Meistens' "zu" ziehen ^fucht?Er ' hätte' doch jedenfalls durch genauere Erforschung^zuvor! 'das "Angebliche' in " Sicheres' verkehren ' Rüsten. Auf"ein ^FräMekchencharf Ran" kerüe" MchölogWe "Erklatünß MndW.'-'EM fW Reiter nichts', 'Äs die'BeweisfÜhrun^ümkehrenr-'RÄl^der'Meister 'diese Md'Rkcfe-Eigeüfchasi'halte, Ruß iir Giftet5 MisichuW' "M^semiKschem' Älute -"enkfpruügen"' gewesen stein. -Bdi cher vorherrschenden Neiguüg"der rüödernen Gelehrten >intd Denker -—"denn sie -findet sich "bei deutschen, französischen 'und englischen - — zu stchematifireü /' sollte ein solches Verfahren uns nicht verwundernd Wenn aber Pecht im Charakter Kaulbach's -auffallende Gegensätze "findet -und diese theils aus seinem echt deutschen Wesen, "theils aus der angeblichen'Mischung mit semitischem Blüte erklärtso fällt es 'ihm nicht auf, wie er in diesem semitischen Ursprung wieder neue'Gegensätze aüsstellt: die nüchterne, realistische Schärfe 'der Betrachtung/" den ätzenden Witz, und wiederum 'den-' starken, jedes Oyfers 'fähigen Familiensinn; die Kälte gegen die Welt und der trennende Ehrgeiz nach dem Beifall der WÄt. Dieser "Gegensatzvom tiefen "Gefühl "und kaltem Verstände soll semitisch fein. Wir wollen dies nicht geradezu verwerfen; nur daß wir hierfür >, noch keine Erklärung gegeben finden: Es fehlen nämlich dabei noch mehrfache Zwischenmomente, und werden wir Ms ReM , Gegenstand nächstens zurückkommen. In dem vorliegenden Falle erscheint uns nur die schematische Vevtheilung so vieler -verschiedener Seelenaffecte bei einer bloß angeblichen 'Voraussetzung sehr gewagt und stehr 'pedantisch. - ' " E r n st R e n a n , der wiederholt erwiesen hat, daß er dem - Iudenthume, wie den "Juden "sehr abgeneigt ist, muß sich doch in seinem jüngsten Werke zu -folgenden Zugeständnissen bekennen. Er sagt ungefähr:- ' ' ' '! " ' Die "neue Lehre "brachte"hör Welt unschätzbare Vortheile zu. Griechen "und Römer, so "groß in Kunst, Politik, Administration und Kriegswesen, wären in religiöser Hinsicht von seltener Nichtigkeit. Ihre TeMpel waren Bildergallerien und Statuensamml'ungen; zur Linderung der Schmerzen, zum Tröste der Beladenen und BMrfügen'^enchNwn sie nichts. Das 'römische Reich war -der völlkomntene Laieüstaat, der "sich nur um das' Rechtswesen kümmert,'hingegen " positive Leistüngen, wie "Unterrichtsäustaltön," Krankenhäuser und Wohlthätigkeitsinstitute gar nicht kännä. Däs Elüb- und ‘ Vereinswesen aber'- unterdrückt^' er, wenigstens in der lateinischen 'Reichshälfte, als staatsgefährlich tritt eifersüchtiger Wuth und löste 'die Menschheit ängstlich' in Atome auf, um seine Weltherrschaft leichter zu erhalten. Bei , den Juden'hingegey war mit jeder'Synagoge eine Armenkaste, eine Schule, ein Krankenhaus und ein Leichenbestaltungsverein unzertrennlich verbunden. Mun begreift sich das Verbot des Proselytenmachens; maü"wvllte 'diefeWohlthaten 'nicht mit Statnmftemden theilen. Unter dem Schutze ührer Synagogen vermehrten sich die Juden kaninchenartig; „sie überschwemmen alle Städte der- 'Welt' und finden zahlreiche - Nachahmer ihrer Bräuche ," "berHtet" der^'Erdbeschreiber - Strabo "schon , unter 'AugustuS. '' In allen Stürmen des Lebenö'"'fanden "sie "wahre 'Züflüchtsarnd SchithhiltM' an den SynaJogdn-, während^ die "OÄbmtälen' aüf hklstös"uMkämen" und' däs

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