Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 43 (20.10.1874)
- Date
- 1874-10-20
- Page
- Seite 724 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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täfjunf -ä^veWw E^chervuÄWÄnWönell^Art^ und'Lie GewissrnDeDit 'Wird "wieder irr die Zwangsjacke' des Confeft sionallsmüs Welkt:! T)atz dieser letztere iw' Frankreich bereits wieder zu 'einer großen' Geltung gelangt ist und ' sich bei jeder Gelegenheit 'in 'aller Schärfe'''wieder' hervordrängt-, kann man täglich aus den Zeitungen Mer FMeck/e^ehen^''Wn'''der'neulkchen Emweihüng der 'neuen großen' SynagW schillerte dieser Mist 'in 'jeder Weise 'und' brachtedie emseitigsteMnÄ'engherzigsten ÄeußerüNgen^ zu ÄÄge. Man braucht darum nicht'näher aüf diefe Dinge einzugehen; denn sie verschwinden-wie sie gekommen. Aber' die Quelle, aus 'der' sie -fließen^' Gewehr sie durch Zuflüsse von allem ^Seiten' genährt -wird^-'Mö^schwreriFer wird "es werben ,'^sie wieder-'-zu' 'verpoDn.-^^-'Die - Atch.- -M heben hervor;' waß bei' der außerordentlichen' Versammlung der „Retter der Seine", welche in diesen Lägen rm großen Amphitheater der Sorbonne stattfand, der große Preis'Emmanuel (goldene Medaille), bestimmt zür Belohnung dessen, der während des letzten Jahres, sei es in Frankreich, sei es titt Auslande, die gefahrttchste Lebensrettung vollbracht hat, den beiden Herren E. Meunier und Louis Cahen züertheilt wurde, von''denen der Letztere ein Glaubensgenosse.' . --- Schweden. Stockholm, im October. 1 (Privatmitth.) Wenn irgend ein Ereigniß geeignet ist, als Beleg dafür zu dienen, wie die Empn- Zs e u i l Professor Giuseppe Levi aus Prreelli. Wir haben bereits in diesen Blättern den Tod des hochverdienten - Profeffors Giuseppe Levi, Gründers und Redacteurs des /Educatore israelita, angezeigt und unser ■ tiefes Mitgefühl über' diesen großen Verlust des israelitischen Italiens ausgesprochen. Wir geben im Folgenden eine biographische Skizze nach' eineck' treffllch' abgefaßlen 'Artikel des'Herrn Leone Ravenna in 'Ferrara, den die Arch. isr. brachten.; Giuseppe' Levi " war zu Vercelli im Mai 1814 geboren. Er empfing den religiösen Unterricht-'unter Leitung -des Rabbiners F: Tedeschi, dessen Name in- Piemont n ochs ehr - geachtet w ird, da er'als Großrabbiner von Vercelli' den religiösen Studien einer? lebhaften Aufschwung gegeben. 'Hinsichtlich der übrigen 'Wissenszweige-hatte Levi nur einen Lehrer für die .italienische und lateinische Literatur; in allem Anderen, mußte' er' sich , selbst bilden. Denn damals waren die - öffentlichen Schulen im Königreiche Sardinien den Israeliten - verschlossen. Diejenigen x unter - ihnen,' welche ihren' Geist über das gewöhnliche Maß erheben wollten, hatten mit Schwierigkeiten jeder i Art zu kämpfen. Levi aber, mit einer hohen 'Intelligenz begabt, brach sich durch. alle eip'ation unserer Glaubensgenoffen^chier verstandenrwird,2ckie jede Spur des Vorurtheils gegen Juden > und ^Judenthum -auch^ckus den höchsten 'Kreisen Schwedens" geschwundew ist^ foniftne$ nachstehende Th'atsache , die ich Ihnen heute mit Vergnügen berichte Herrn' Rector Valentin, unftrm, um die 'Synagogenangelegenheiten- -unseren Gemernvesehr verdienten. Vorsteher, ist der Unterricht der königlichen Prinzen in der: deutschen Sprache ckberNragen worden. s Erfreut sich auch Herr'--Valentin-^^eine^ckberaus liebens- und üchtenswerthe Persönlichkeit — eines ausgezeichneten Rufes - als Sprachlehrer, so- -wurde es doch in unseren jüdischen Kreisen mit großer Genugthuung begrüßt, daß man . da-, wm es an einerAuswahl -christlicher Bewerber sicher nicht fehlte,, einem Juden diesen hohen Vertrauensposten angetragen hat. Was aber hierbei -besonders hervorgehoben zu werden verdient,, ist.- der Umstand, daß Herr Rector Valentin ausdrücklich erklärt hat, nursiu dem Falle ven Unterricht » übernehmen zu wollen wenn , derselbe ihn in keine Collision.mit seinen religiösen Angelegenheiten, mit dem Besuch des Gottesdienstes am Sabbath und- Feiertagen bringt. Man - ist auch dieser Bedingung - bereitwilligst entgegengekomnien. — Eine andere Auszeichnung ist.unserm Gemeinvemitgliede, Herrn Simon Sachs, Chef eines der großartigsten Geschäfts -Etablissements Schwedens, zu Theil geworden. In Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um ' die Industrie und besonders um die Einführung deutscher Fabrikate nach hier, verlieh ihm der Herzog von- Coburg-Gotha das Ritterkreuz.des Ernestinischen Haüsordens. . . R. f et o n. Hindernisse Bahn. Schon in seinem zwanzigsten.Jahre hielt er wöchentliche Vorträge, und die Gemeinde. drängle sich,- den frühreifen Redner zu hören. Im Jahre 1844 nahm er. einen wichtigen Lehrstuhl im Collegio Foa ein, wo man[ vom Elementarunterrichte .bis zum Rabbinate ausgebildet wurde; später, als die Israeliten in Piemont gleichgestellt wurden, erhielt er den Titel eines Profeffors. Da er. sehr wohlhabend war, brauchte er, den materiellen Nutzen nicht in's Auge zu fassen, alle seine Studien hatten «fiten edlern und höheren Zweck; für diesen ^arbeitete, er Tag und' Nacht, für diesen lebte' er. - Dennoch wählte, er keine glänzende Laufbahn: es war vielmehr eiy/ dorniger Weg, ein wenig ausgedehnter Kreis, wen er beschritt, .als: er für seine Religion und Glaubensgenossen, zu wirken beschloß, während die letzteren, plötzlich in die allgemeine Welt geworfen, sich dieser gänzlich überließen, selbst bis zum Bruchemit der alten Gemeinschaft. . ' Im Jahre 1853 gründete er, mit seinem Collegen ^. Professor Esdras Pontremoli, den Educalore israelita,. das erste jüdische.Blatt in Italien, nachdem 1848 -die Rivista israelitica bald wieder eingegangen war. Es war damals sehr schwierig, eine solche Monatsschrift aufrecht zu erhalten, da bei dem ge-