Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 42 (13.10.1874)
- Date
- 1874-10-13
- Page
- Seite 708 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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itgen-am Ausgänge dMF'esttäges-:fich'-mi1 dem':/„Rendezvous^ trennen läßt: lesebansikadas Vij'MwschÄaim'-i-r'.n-rc-, »v;. it; hur/i " Der' von - vierzehn- Gemeinden erhobene - Proteste gegen -die' Wähl' desvr. -Buchh'olzllin^ Stargärtzum.'Landräbbiner von Ostfriesland- und - Osnabrück»ist erfolglos--geblieben und:- vor -Kurzem' die Bestätigung jener Wahl von Seiten der Regierung eingeL troffen. Ob Herr vr. B. derselben-'unter; bewändtert? Verhältnissen- Fotze geben wird,/-isbmoch^Äicht'chekäNnt/geworden.Ho, Z. 'Se^tembEu AM 6/^ dieses wurd^ der Msherige RäöblNer von Pfälzburg, Herv Bi-gärlt,'in-feini neues Amt als Größräbbiner Won-Metzeingeführt. b?Diebkckiserliche Verwaltung war Zahlreich /vertreten. - Der- OberregieruNgsräth - Baron:) von Reitzenstein -' der/ Polizeidirect'ov Stephäftüsf mehrere?Regierungsräthe-' der Bürgermeister der Stadt- und sein Adjunct und einige evangelische Geistliche -dev Stadt' wohnten - inder Synagoge .der Ceremvnie bei. (Wenn man-an - die völlige 'Abwesenheit; der Verwältüng -bei der jüngsten Einweihung der großen Synagoge zu Paris sich erinnert, so sieht man, daß die Dinge auf beiden Seiten sich sehr verändert haben)// - Der Präsidentdes Consistoriümsverlas das kaiserliche Bestätigungsdecret für' die Wahl des Herrn Bigart und; hielt eine '■ sehr würdige Ansprache am den neuen Großrabbiner.?? Nach ' Absingung mehrerer Chorgesänge hielt Herr Bigart eine sehr ergreifende Rede. Er hielt sich sehr geschickt -an die-reiche .Vergangenheit dieser Gemeinde, welche, ungleichden französischen Reförmirten-, das Glück -hatte,' drei Jahrhunderte hindurch ihren Cültus ungehindert und ungestört aüsüben zu können , und sprach aus tiefbewegtem Herzen die Gefühle und Gedanken aus; mit denen er sein neues Amt antrete. -i -' - - Oesterreich-Ungarn. Von der' Donau >- 30.. September. (Privatmitth.) Sie haben sicherlich schon mehrseitig Kenntniß von den heftigen Artikeln, welcheder Führer der- Linken, Czernätony, im „Ellenör" jüngstveröffentlicht hat, erhalten. Lassest Sie mich den wahren Grund derselben näher angeben.' - ' Die unheimliche, /ja verzweiflungsvolle Läge,: worin sich gegenwärtig das Magyarenland befindet, kann uns einzig und allein den von Herrn Czernätony zur' Unzeit -hervorgerufenen Streit erklären. Die finanzielle Miföre der Ungarn, oder trockener-gesagt, die Verarmung--des Landes hat Dimensionen erreicht, die' bereits unerträglich geworden find — und kein Mensch weiß,? wie derselben abzuhelfen -sei/ Das'ganze Land/w/ch. der' größte Theil des Grundbesitzes -- die geistlichen Güter ausgenommen —: steckt tiefin Schulden; die Steuern gehen -üNgemein spärlich ein'; die Steuerexecutiönen! nehmen fürchierlich überhand; und über-: diesist: die-Artlmnd? Weise ddr; Eintreibung; der i Steuern rwahr-' Haft gtausenerregend/--Did FrüchtewetdenwemBauer auf dem Feldes kaum abgemäht/'-exeMirt/ -und dann: ofti um'-einewSpott- Meis/per Liektändö?-verkauft^ so - daß bisweilen der Erlös der jExecution nicht r 'einmal öderem Kosten s-'deckt.;>Solche Herzzerreißendel Scenen kommen täglich aller Orten vor. Sie,^.können-fich:'den-i len, geehrter Herr Redäcteur/iwelche düstere:Stimmung-da allgemein: herrscht. DieElnsichtSvdllen lennew wohl ganz gut diese zum Theil durch Mißernte Hervorgerufenest, ' heillosem-Zustände und wüstest s sich zumeist^ mit/ der'." unermeßlichem. Productionskräfk des. Landes^wie^ sobald uur zweiu bis. drein güte^gesegwete Erntest verbunden mit 'ziemlichem lEWort stattfindesttMerdrn/'MlMmgrw Jahren alle -diese Wunden nach und nach heilen lckönnen^n Die wahrhaftem Patrioten;'die Chycsts::rc7, /-deren/ Ungarn -Gottfer Dank -nochrvielM'zähltreiben ihre:/Kräfte-/auf, Umndew-Vdr- : derben so: weit wie/ möglich -Einhalt :zü.':gebieten. .nDa:.giebtlsG aber.'wieder ü'elneÄespectable Zahl-wvy höchweifem Leuten,^ die dje' Ursache der Schäden -schnell chdrÜusgsMgelt^chabeM'/tHerrr^erE »äwny:chat-:sich/:zum)Wvrtfühvev''berselben!>'Äufgeworfew/:'.ü»ds.'M einer Reihe von Artikeln:/ Uieb ew unsere Juden, die? schmäh-' lichstenl?Anklagen gegendie; Juden/Heschleuderi;/ >die alles;- verschuldet haben, und öderen Emancipation-: dem Staate noch nicht die goldenen Eier eingebracht hätte. Dieser chauvinistische:.Liberale stellt die! Juden-/zum Sündenbock: hinderen üGebeteHunpatriotisch, / die die Germanifatiou im Handel-: und. -Wandel verbreiten"und tote endlich? an den: hohen - Wücherzinsen- und :än wer schlechten Presse Schuld ttagen: 'Sie! können /sich senken, - welches Aufsehen diese heftigen Artikel - im zeitungslesenden Publicum ~ der Ungar liest: nur' Zeitungen -machen;: da:: sie Oet / in die Flamme der ' Unzufriedenheit gießen. , Der Pester und - ungarische Lloyd und die Pester Zeitung haben wohl gut'geschriebene Artikel gegen Czernätony's'Anklagen gebracht, die' dessen falsche. Beschuldigungen widerlegen. Aber die wahren Ursachen der Uebelstänbe, die Czernätony hervorhebt,-wurden noch nicht?-gehörig beleuchtet. In einem Lande,' wir wollen nur einige Punkte hervorheben, wo die Regierung eben jetzt 'mit 9-—10 °/o: ehr Astlehen negociirt, wo die öffentlichen Geldinstitüte unter 12 -°/ö'* in-der-Regel kein Geld gegen die beste Hypothek hergebew, wo / der Real-' und Bodencredit-wegen der unzähligen Rothverkäufe ganz entwerthet ist/wv die Justiz? sich im primitivsten Zustande befindet, wo eine Legion von ÄdSocaten-und FiscaleN das' Land -wie Heuschrecken verzehren : da ist wahrlich-der beste Spielraum und derergiebigste Boden für Wucherer und ' herzlose Speculanten. -Unter solchen Verhältnissen haben diese eiw'-leichtes? Spiet, undesist 'ganz natürlich — und hier: steckt des Pudels Kern— daß: Herr Czernätony und Consorten! nebst ber /ganzen Schaar: von - 'Chauvinisten;- die -sich auf's- Sparen und Haushalten nicht verstehen, den Wucherern in die--Händefallen/E WS ^kein Zaun -ist;'/sägt der -alte Sirach 36,/ ZO^dal'wird WsnEigenthuM geplündert^ oder wie' ldev Talmud es'wiedergiebtt Vas'/Löch'-ruft ' den Dieb herbei!: Lasset?uns!!erst geordnete Zustände 'schaffen',!'v.nh./-vor Allem' einen gutem!Gesetzcöbe^ eine:tzuteWstizpflege,veintowa-. .tioneM-Steuerreform> .ndänst”wird«Vieles-anders' werden.?:Der Ungar,--sagt Herr Hormuin einer trefflichem Rede gegen die