Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 26 (23.6.1874)
- Date
- 1874-06-23
- Page
- Seite 446 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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nach Konstantinopel, erlangte einen Ferman von der Pforte, welcher die Juden Adrianopel's durch 5 Jahre von allen Abgaben befreite- und stellte sehr einträgliche Sammlungen an. In demselben Jahre erhielt er vom Sultan die Ordensdecoration. 1860 Lvurden zwei wallachische Rabbiner innerhalb der türkischen Grenzen irrlhümlich als Spione arretirt und von Omar Pascha zum Tode verurtheilt. Iakir eilte zu ihrer Vertheidigung, erwies ihre Unschuld und erhielt ihre Freilassung. Man erinnert sich vielleicht noch , welche Streitigkeiten 1863 unter den Juden Konstantinopel's entstanden: Der Fanatismus führte zu wiederholten Aufläufen , und die Regierung sah sich genöthigt, einzugreifen. Sie setzte den Chacham Paschi ab und berief Iakir an dessen Stelle. In einigen Monaten hatte dieser Mann des Friedens und der Besonnenheit die Gemüther vollständig beruhigt Er, arbeitete ein Reglement aus, welches durch den Sultan bestätigt ward, der ihm ein Geschenk von 7500 Piastern zustellen ließ. Zu-gleicher Zeit erhielt er die zweite Claffe des Medjidie-Ordens und einen Monatsgehalt von. 5660 Piaster. Alle feine Erfolge : ließen ihn seine Einfachheit und; Bescheidenheit nicht vergessen. Bei jeder Gelegenheit, und an solcher, namentlich bei den häufigen Feuersbrünsten, fehlte, es in Konstantinopel niemals, nahm er sich der Hülfsbedürftigen eifrigst an und mit günstigen Erfolgen. Der Sultan ging in den meisten Fällen auf. seines Bitten ein. Ihm ist auch der Ferman zu danken, durch welchen der Sultan alle: jene Blutbeschuldigungen der Juden für erfunden und verleumderisch erklärte und mit hohen Strafen belegte. Dabei bewährte. er. stets gegen alle Confessionen die größte Duldsamkeit und Theilnahme. Als er seine Kräfte abnehmen fühlte, erhielt er die Erlaubniß, sein Amt niederzulegen und sich nach Jerusalem zu begeben. Aber auch , hier blieb er nicht nnthätig, sondern eröffnte eine Jeschiba in Verbindung mit 5 Rabbinern. Er versuchte, eine gerechtere Vertheilung der Almosen zu bewirken, freilich ohne Erfolg. Auch für die Ackerbauschule in Jaffa interessirte er sich, starb aber am Ilten Februar 1874 im 61 Lebensjahre. Anzeigen. Vaeavr. In hiesiger Gemeinde soll ein musikalisch gebildeter Cantor angestellt werden. Der jährliche Gehalt für. denselben beträgt 1606 'fl. ». können nur tüchtige Bewerber Berücksichtigung finden. -. Der Meldungstermin erstreckt sich vom Tage der Ausschreibung an ans 4 Wochen, und haben die Concurrenten auf Verlangen einen Probegottesdienst abzuhalten. Reisegeldentschädigungen werden nicht bewilligt. Ludwigshasen, den i i. Juni 1874. Der Synagogen-Ausschuss S. I. Kuhn. L. Joseph. M. Ateuberger. B u rg d o rf bei Hannover. Die Stelle des Lehrers^ Vorbeters u. Schächters hei hiesiger Gemeinde, verbunden mit einem Gehalt u. Schächtegebühren von 400 Thalern ist zu besetzen. Die Stelle kann zu je der Zei t spätestens bis zum t. October angetreten werden. Bewerber wollen sich in portofreien Schreiben an unten'zeichneten Vorstand wenden. Deffmann Meyer. In der hiesigen jüdischen Gemeinde wird die Stelle des Vorbeters und Schächters vom 1. October c. vacant. Fixer Gehalt 200 Thlr. pro anno und Nebeneinkünfte. Unverheirathete Leute werden bevorzugt. Meldungen qualisicirter Bewerber, nimmt entgegen Nordenburg, den 15. Juni 1874. D er Vo rst an d. Die hiesige jüdische Lehrerstelle ist bei einem festen jährlichen Einkommen von 3 0 0.Thlrn. sofort zu besetzen. Näheres bei Di'. L. Wi\eschner in Rakrvitz, Reg.-Bez. Posen. An der hiesigen dreiclassigen Religionsschule ist die zweite Lehrerstelle sofort zu besetzen. Unverheirathete Bewerber, welche Tüchtiges. im Hebräischen leisten und auch in der hebräischen Grammatik unterrichten können, wollen ihre Bewerbungen und Zeugnisse an Herrn S. Friedeberger hierselbsl einsenden. Der jährliche Gehalt beträgt 300 Thlr. Die Stundenzahl des Unterrichts 22 wöchentlich. Schrimm, 1. Juni 1874. Der Vorstand der jiid. Gemeinde. B. Becher. Vacanz. In hiesiger Gemeinde ist die Stelle des ersten Cantors baldmöglichst zu besetzen. Tüchtig geschulte Vorbeter, von gediegener musikalischer und liturgischer Befähigung, welche auf diese Stelle reflectiren, mögen sich spätestens bis zum 15. Juli r. unter Einsendung-ihrer Zeugnisse bei Grh. Stadtrabbinat dahier melden. Mannheim, d. 4. Juni 1874. Der Grh. Synagogenrath (11. 6515 a.) Dr. Dadenburg. Die am 1. Juli d. J. vacant werdende hiesige Eleiuentarlehreru. Cantorstelle soll mit ei nein Gehalte von 400 Thalern, freier Wohnung, Heizung u. Licht wieder besetzt werden. Dinslaken, den 30. Mai 1874. Der Vorsteher Carl Jacob. : Ein junger Mann von achtbarer Familie , welcher Oberfecunda absolvirte und fertig englisch u. französisch spricht und correspondirt, sucht in einem größeren. Bankgeschäfte Stelle als L e h r l i n g. , Offerten unter 8. 34 befördert die ANNonceN-ExpedilivN von I. Weinberg zu Osnabrück.