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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-06-09 · Heft 24 (9.6.1874) · p. Seite 405

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 24 (9.6.1874)
Date
1874-06-09
Page
Seite 405 (sequence 7)
Language
German
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ärmnerNioch von/ nur 25 jüdischen Gemeinden mit einem IahreZ-: beitrage - unterstützt,>!uuter?melchen: allein Berlin und Breslau mit je 30 Thlrn. hervortreten (Posen z. B. nur mit.6 Thlrn.), -sowie/von 17: jüd. Kranken-Pflegevereinen-, unter denen /wieder^ die Breslauer. 25 Thlr. giebt, so daß diese beiden Rubriken, zusammen 209 Thlr. liefern; während die Sammlung bei' den! Mischen Badegästen -240; Thln eintrug... Im Ganzen erreichte, die Einnahme die /Summe von 497 Thlrn. Das Vermögen ist .gering,/ denn die Zinsen'beliefen .sich nur auf 23: Thlr. 26 Sgr. Von: diesen - .Einnahmen vermochte die - Verwaltung das aus dem Jahr 872herrührende Deficit von 150 Thlrn: zu decken und 337-: Thlr. für: 35 : arme - Badegäste für freies Cur und die nöthigen- Bedürfnisse zum Lebensunterhalt.auszügeben.': Wid wir bereits früher : mittheilten-! 'sammelt die Verwaltung mebsnbei. die Mittel zur. Erbauung eines-Mifchen Hospitals- - und! ist jetzt beschlossen worden, diesen Bau im Frühjahr k. I. zu beginnen und in diesem Jahre -die. Vorbereitungen-, dazu zu! treffen. Ein so segensreiches, mitngrößter Hingebung!- unternommenes.. und. fortgeführtes Werk dev! Barmherzigkeitverdient sicherlich die/kräftigste - Unterstützung. Eine - Heilquellederen- Wirksamkeit/nichtder Mode unterworfen, sondern - feit:. lqngerZeit - festgestellt ist, hat. keiuen -örtlichen, /keinen vaterländischen- Charakter,/' sondern ^gehört: der lgesammten MenschhejEanv Mögen/ daher menschenfreundliche.Herzen/auch. in weiterer Entfernung dann und. wann/unsererCaffemnd des M! erbauenden Hospitals /gedenken/,/Die Gaben/ind Empfang, zu - nehmen ist.vonr/der^Verwaltung Herr,Schleiman'm/Schneller in Warmburg,beauftragt.Für.-die sorgfältige Controls und Decharge tritt-rder Vorstand.der Synagogengemeinde -Hirschbergueim.- . . . Aus Baden, 14. Mai.:. (Privätmittheil.) ..Vor einigen Monaten - erließ/ :gr.! -O b e r r a th der Q s r a e 1 i t e n ein i t Rundschreiben, worin, die Bildung. der .Schulseminaristen umd die.Regelung der Religionslehrergehalte etwas ausführlicherbesprochen -wurde.; Genannte -Behörde nämlich hat durch.--Admafsirung .der/Zinsen einer im - Jahre'1857 veranstalteten--Landescollecte /mit /.Genehmigung gr:-,Ministeriums -des Innern zwei Stipendien! von je 100-fl. für.das Jahr anSchulfeminaristen verwilligtals.thatsächliche Aufmunterung zur Ergreifung > des ay/.und/ für /sichso schönen Lehrerberufs. Diese Smnmeiüst gewiß -.ein utrefflicher-Hebel' und/eine namhafte/' höchst anerkennenswerthe Zubuße-für die Lehramtsbeflissenen/ während ddv.Zeitisihrer^ theoretischen/und, praktischen.Ausbildung. :iWird jedoch-genannte,. vom gr.-Oberrath wohlgemeinte-und zum/Dank verpflichtende Maßregel ihren lZweck/-erreiche«!?- Wir wagen' dies? kaum-,zuchoffenl-!..,Denn, erstens-werden: oft etwaige Schulaspiranten., durch ältere-s Lehrer, - und durch deren Erlebnisse bald mit Unrechts bald/mit-,-Recht abgeschreckt. Zweitens - werden' dieselben nach/ihrer Entlassung,aus:.dem.-Seminar, wenn ihnen? zufällig ««&Ausland^/etwask.Befferes/ iwinkt, -dem/entzeren-Vaterlande unddxM'-'-fpezV'L'Berufeven.-. Rücken, kehren/uudt--drittens.-(dies::ist übrigens-rauf /anderemLänder-/ebenso:anwendbarj ist^die Lage/dller'; israelr.'Beamten, so lange keine rosenfarbige und. zur, /weiteren ' Aüfmimterung berechtigende zu nennen, bis entwederdurch - die Staatscafse alle' diesbezüglichen Gehälter gedeckt werden ober, durch Errichtung einer Centralcasse (ähnlich wie in Würtemberg) -Fürsorge'-getroffen wird. Der großh. Oberrath spricht zwar in väterlicher Sorgfalt für das Gedeihen der: Religionsschulen den Wuysch und die Erwartung aus, daß in ähnlicher Weise die Cultusgemeinden ihren Religionslehrern aufbessern, wie dies den Elementarlehrern gegenüber vonder politischen Gemeinde, bezw. durch Staatszuschuß geschieht. Hier aber scheint , uns, daß sich der gr. Oberrath doch etwas, „allzusonnig und -wonnig" die Angelegenheit--ansieht. 'Auch die Gemeinden verkennen, oft: nicht die hohe Bedeutung des Religionsunterrichtsaber siemöchten auch nicht immer den■; Privatbeutel in Anspruch genommen. sehen , - sondern wahrnehmen, daß auch der -Staat, dem die religiöse Erziehung aller seiner Unterthanen am Herzen liegenmuß - und liegt, r— eine Thatsache, die sich in dem selbst für: höhere-Anstalten-obligatorischen -Religionsunterricht am - unzweideutigsten bekundet - den ohne.-„Pfründen" dastehenden israelitischen:- Cultusgeüleinden gleich den Elementarschülern einen - entsprechenden Stäatsbeitrag leiste. Ist ein solcher Antrag aber etwa nicht.zeitgemäß und wird auch , die Bildung einer Centralcaffe setzt, nicht beliebt (was allerdings -Anfangs der/ftchsziger Jahrebei Gründung der-jetzt gr: Oberrath?Und Oberschulrath uriterstellten. „israelit.^ -Lehrerstiftung"- leichter gewesen, wäre), / so gehe zman. 'wenn auch ungern-—. an die Zusammenlegung zweier „Religionsschulstellen^-1 Dann /werden die mittleren Gemeinden,: von denen wegen Wegzug manche bald zu den „geringeren", zählen werden,? nicht übernräßig belastet; viele - Lehrer, die bei. -ihrerkleinen / Schulkinderzahb* nicht die Hälfte ihrer- Arbeitszeit-. ausfüllen- ' werden i dann vollauf -beschäftigt sein/und,---was:- ihnengewiß nicht Nebensache ist, -ihr Einkommen wesentlich erhöht sehen.'- t- ■- - '-uU Rabbiner Schlesinger. - . Breslau, 29. Mai. .(Privatmittheilung.) Die allgemeine deutsche-Lehrerversammlung tagt;hier-gegenwärtig bei mehr als 3000 -Anwesenden. - Eine. der ersten ihrer.Resolutionen-war, daß idie :öffentliche .Schule: eine: confessionslofe /sein müffe und--diese Richtung immer mehr zu verfolgen' sei. Bekanntlich:/-steht-'diese .Ansicht nicht-vereinzelt;-da, und wird auch in unserem gegen-? märügen -Unterrichtsministerium getheilt. Dennoch.-, steht?/ man' -aus der Wirklichkeit, daß die Fortschritte- -der. confessionslosen ^Schule - nur/ sehr.: langsame -sind und im Grunde von .Seiten des 'Staates «icht gefördert werden. < Wir sehen im Etat für '1874 Mehrausgaben für neuzu- -gründende. katholische - und evangelische' Schullehrerfeminare, - Änd- -dies deutet.-dochnicht aus'.confessionslose Schulenhin. Wenn^!daher.-noch immer/jede'Unterstützungder--jüdischen-' Schule''-aus! /dem Motive verweigert wird,'-daß-man EonfessioNsschulett.' nicht/ 'befördern' wolle.,'- so--liegt der Widerspruch? und. der Mangel'/an' (Consequenz: auf derHafld-? Sie hqhen.den Satz,-Herr.'Mehactestr^

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