Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 16 (14.4.1874)
- Date
- 1874-04-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Eist unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von RaMlrer Dr. Ludwig PhiLipjison in Bonn. - Verlag dow Baumgärt»e?s Buchhandlung in Leipzigs' Dicse Aettuug erscheint wöchentlich'; einmal iu 2 bis 2Bogen. Preis i Vierteljährig l:Thlr.- Äirscrate'werden mit 2 Ngr. stir die Pctitzeile oder deren ■ Rauui: berechnet.- Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs ^Expeditionen! ' nehmen Bestellungenall.: > i .3« redactioneLar Angelegenheiten •: wende man sich an 0r. L. Philippson in Bonn; hinsichtlich deS Bezugs.und der , Inserate an Sanmi>ürlner's Snchhandtüng inLeipzig. Inscratk, welche bis Lounerntag eingeben, finden inder carauffolgen«? , den Nummer Berücksichtigung. . >! 38^ Jahrgang. Leipzig, den 14. April 1874. - iAf 16/ hInhalte Leitende Artikel * - Unterscheidende Merkmale. — L it er av ts cher Wdchenber-i chit^ Bonito -- Aeitunäsnackrichten: D e'uts ch - bgn jAus .dem Püsenschey, Berlin, Metz,:Nürnberg, Neustadt b. P, - —.O) este-nr ei ch i s ch.-.un garische.Mo nar ch i c: ,.Wien, . Prag, Pest,— Frankre^ch: Paris! —. Statt en^Aus Oberitalieu, Rom.'Rum £ nt eit: "Bukarest. — T ü rkei: Koustäittnlopel.' '^Amerika: NeW- Hörki-'-^-'-'AU'st-r'alieür-DMcdin^-Neü-Seeland). Feuilleton: Jntrigüen. vor' siebzig Jahren. IX-. n --.'U -^ I i.a . . - mVa) ..... jCeLteude,. 0Lth!ie£., '/ ' ' . .. t' ' "/Bonn, den 7. März.. i ’ Anierscheidende Merkmale. iii Mas auch besonders .M - letzten halben,.Jahrhundert aus den.Schachten der Vergangenheit. nach der Verschiedenheit; der Zeiten und Zonenherporgeholt und, an's Licht der. menschlichen -iErkenutniß gehoben worden-/— zwei.Völker-bleiben dennoch von! wesentlichem Einfluß ,auf die moderne Welt, in welche die Geistes- .ströme.jener .beiden gleichsammünden : Pie Mr.iechen iJ,u d en. 9b auch die, Papyrusrollen - entfaltet , und/, entziffert/ M die Fiille per Dichtungen und Gesetzbücher der Inder , uyd! Mrfer unftrm; Berständniß immer näher.gebracht^ die Keilschriften! der Assyrer gelesen-werden?/— sie alle.bietem ein reiches, Material fürdie geschichtliche Erkenntniß dar,, aber unsere eigentliche-Geistestbildung,. die Einwirkung .- auf unsere.Anschauunge.^Rmd Heren Ausbruch nach,, Inhalt.und.Form, ans unser geistAMund gesellschaftliches .Wen gehb/mcht--.von - ihnen aus,, fpnbern: allein und noch, immer vW;,den Weistesexzeugniffen der Griechen-. und per . Juden-- , .Pies, ^st; eiyeWnheugba-re Thatsache..,; Wr sprechenWies fweder. aus - einer, iUnterschätzung, jener..Ratio neu s aus , denn, auch , wix./.wissen dem -MenenfieM.-.mnsM^.Sorscherss für die, imnter - hellere Beleuchtungjener, J.ahMllsende;, verdeckten Schätzeden höchsten..Dank, noch aus .cheberschLtzung /deffen, was die Anden und die Griechen gelDet Haben,-sondernDeil,,die,-Dirtge,-picht anders liegen,;, weib.die Beschaffenheit und-das Wesen der.-Geistesproducte dieser; beiden Völker allein geschichtlich unsere^ yloderne Cultur begründet und, entfaltet haben und deshalb. und überhaupt so geartet , sind,- , daß sie nachhaltigauf; unsere Geistesbildung in allen ihren Stufen zu insiuiren vermögen.,- May wird in unserm .Volhsleben, in unfern Literaturen und Sprachen,'in unserm staatlichen, und rgesellfchafilichen Leben überall die Spuren der Griechen und der mit.ihnen zusammenhängenden Römer und der Juden finden. -7- Nirgends aber, was etwa; aus der Weisheit der Inder, Perser und Aegypter sich in unser,Dasein eingesenkt, oder nachdrücklich-darauf einzuwirken die Aussicht hätte. Selbst eine,zeitweise Schwärmerei einigerMeberbildeten für den . Buddhismus .war. unv; .ist-ohne Be^^^HNdie sich darauf einließen, , hatten Mon /des- PihilisumWgWWind konnten doch von jenem wie er .wirklich beschaffen /^mel^Gebrauch machen. . Und poch diese beiden weltgeschichtlichen Völker, die,Inden und die. Griechen- . welche Verschiedenheit, welche Gegensätze, -welche in ihrer entwickelten Gestalt, unvereinbare Spaltung in diesenbeiden! . . . Es sind -schon,, dickleibige Bücher-, über das Wesen dieser -beiden-Nationen..verfaßt, worden, und. .die Verschiedenheit ihres Typus, - sowie ihres. Grundcharakters ist. kein Ge- .heimniß mehr. .Oft geschieht es jedoch, daß. man, wenn .man eine solche weitläufige ^Abhandlung gelesen, eher verwirrt als aufgeklärt, eher mit Gedanken überhäuft, als ihrer bewußt geworden ist. . Nicht selten erhält man aus irgend einem, speciellen Bilde, einer einzelnen Vorstellung mehrLicht,und.eine bestimmtere .Mfsasiung..: assj; aus-, -geneu-- starken - Bänden und erschöpfenhen Darstellungen.:^- Wirwollen es daher versuchen, - einige-/folcher „unterscheidenden Merkntale", wie - sie sich uns .gerade darbieten,