Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 15 (7.4.1874)
- Date
- 1874-04-07
- Page
- Seite 251 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3224737-3226960-3226976--32505-3255474- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
251: angehörigkeck aufhörte/,-r/jbeint.;:äätrCvrpWji-G MöWiMedern Leute,. :die, sechs/Monate M:sich,-uMhalt«m,' mcht;.WchyMMNter- ,,auf MndigungV,! würde wohl-nur ausnahmsweise Aei vollstan-?! stützen, damit sie sich Mühe geben, einen Brodepw^b zu erdigem- Nachweise dauerhafter Lebensfähigkeit,}<$; B. durch fundirtes Vermögen, i von dem Gesetz als zulässig erkannt werden. - r,i - :Werfen wir zum..Schluffes noch;einen Blick aufldie gegenwärtigen aüst -der'', gesetzlichen Grundlage von 1 847 - erwachsene Zustände in Breslau^so istdie aügenMigste und zugleich. interessanteste Wahrnehmung., daß diel einst, so streitbare, unversöhnliche ' und erbitterte Winoritätsoppvsitivn vonder: einheitlichen konciliatorischen Leitung. - der Gemeinde ^so zu . sagen/ vollständig resvrbirt, ist,: daß nachdem -ihr durch die statutarischen Einrichtungen der Boden eingeräumt worden , sich auch: ihrerseits in positiver Miseauszulebey, und? zu gestalten. ) Die dadurch hervorgerufene Entwicklung; des:, gegenseitigen Verhältnisses. zweier friedlich nebeneinander. herlaufender- .Richtungen ist eine Breslauer Eigenthümlichteih die;-zwar an Sch: nicht allgemein, so wünschenswertst' ist,: wie eine einheitliche Richtung, aller Gemeindeekemente, die übrigens^schwerlich./ irgendwo zufinden feindürfte — aber doch das Gute hat, daß. das einmal nicht zu beseitigende Uebel auf. das geringste Maß reducirt, unddaß außerdem.die zur Verträglichkeit^ gezwungene Gegensätze, ohne an den Principien zu . opfern, sich.möglichst mildern und ihre schroffen Spitzen ablegen. So eröffnet sich wenigstens für einen Theil der Gemeindeinstitutioney, die, wie .die Religionsschulen:,: jetzt noch in doppelter Zahl vorhanden sind,-die tröstliche Perspective einer spätem Unification, die endlich auch dahin führen wird,: daß sich auch auf andere, jetzt noch gesonderter. Berwaltungsgebiete immer mehr Convergenzpunkte finden.' Die innere religiöse Entwicklung kann nur dabei gewinnen, denn nur unter dem Fanatismus der Extreme, der gegenseitigen Unduldsamkeit und der schroffen Principienreiterei, findet die Giftpflanze des Ultraconservatismus einen nährenden Boden, während im milden Sonnenschein des Friedens und der gegenseitigen Achtung Lust und Licht für Alle gleich getheilt ist.: Großbritannien. London, im März. tPrivatmitth.) Es ist jetzt ein lebhafter Federkrieg in .der hiesigen jüdischen Prefftz-ausgebrochen. Bor längerer Zeit hat der, Board of Guadians, der die jüdische öffentliche Armenpflege auszuführen hat, den Beschluß gefaßt, daß nur diejenigen fremden Juden unterstützt: werden sollen, welche -bereits sechs Monate sich hier aufhalten. Per Zweck ish daß der Zufluß fremder Armer nicht allzugroß werde, indem sie hier sofort auf Unterstützung rechnen könnten. .Besonders hatte man- -im Auge,, da nunmehr in Rußland die. allgemeine Wehrpflicht eingeführt ist,; zu .verhindern, daß sich jüdische junge Leute dieser Pflicht entziehen, indem sie in England, auf Unterstützung hoffen. Von der andern Seite macht man nun geltend, daß. um eines solchen speciellen Zweckes willen die Armen überhaupt nicht bettoffen werden dürften, daß es viel mehr Sinn hätte, lanKm' -Besonders hebtman hervov, hast die gedachte Maßregel non-Mn Missionären eifrig benutzt wird> :nm-die Hülflosen/Hie; hierher gekommen und: nicht, einmal dev Sprache./kundig siM iw!ihr Netz zulocken,indem sie.ihnen Wohnung, Kost und Kleidung-;anbieten. .. .; Holland. - :;vS' Amsterdam, 24.., März. - (Privatnutth.) Es wirdMnew : bereits bekannt geworden / rsein,. daß. ..hier einen., gewissen 2) y n e r, dev bis jetzt.am hiesigen jüdischen Seminar thätig war, ' zum. Amsterdamer. Oberrabbiner gemacht,, hat. - Der allmächtige Lehrer hat . es,, so .gewollt, und. so .ist. es auch geschehen. Herr Dtzner stammt, aus Polen und hat seine Befähigung zu diesem Amte noch nicht erwiesen.,' Die,/ Amsterdamer, .jüdische Welt,; ist durch diesen . Act zu weiterer langer Stagnation verurtheilt. :Frägt man, wodurch. Dies ermöglicht worden? so.muß man ant-! Worten: Die Ursache liegt nicht in der Orthodoxie, sondern allein in dem riesig angewachsenen Jndifferentismus, der , in Holland zu Hause ist... Wir haben hier nur die Masse unwissender, auch religiös vMig unwissender Leute, und die. große Zahl Derer, -welche für die,Religion, gänzlich abgestorben sind. Ursache und Wirkung solcher Zustände vereinbaren sich, hierbei, und für eine Genesung eröffnen; sich keine Aussichten. . Amsterdam, 23. März. (Privatm.) Die Angelegenheit des jüdischen Lehrers ist doch anders abgelaufen, wie man es vermuthete. Der Gemeinderath hat. dessen Wahl mit 15 gegen 14 Stimmen abgelehnt. Ich stelle Ihnen aus den öffentlichen Berichten ein. kurzes Referat zusammen.; > Die städtische Behörde von Amsterdam hatte unterm 26. Februar ^., dem, Gemeinderath als. ersten Candidaten .für die offene Stelle eines ersten Hülfslehrers an einer öffentlichen Schule den Herrn Ette empfohlen. Der betreffenden Mittheilung war Folgendes heigefügt:, . , Dieser Vorschlag geschieht, wenn auch nicht mit Zustimmung,- aber, wie ausbeiliegenden Stücken ersichtlich, doch nach Verhandlung mit dem Oberlehrer und dem Schulinspector. Die-, selben konnten sich mit unserm Vorschläge nicht vereinigen,, weil unser , Candidat an Sabbath und Festtagen nicht Unterricht-ertheilen will. , Auch uns kam diese Weigerung erschwerend vor; wir haben, . .jedoch: mit Rücksicht auf die günstigen Zeugnisse des Candidatew und weil. 5 die - betreffende Schulevon vielen Kindern iSrael. - Bekenntnisies, welche an.Sabbath und Festtagen die Schule nicht besuchen, frequentirt wird, gehandelt. . . Wirfinden^ daß m unserm Lande,-wo der Sonntag als allgemeiner Ruhetag eingesetzt ist, man, Israeliten aus angege- 15