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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-04-07 · Heft 15 (7.4.1874) · p. Seite 253

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 15 (7.4.1874)
Date
1874-04-07
Page
Seite 253 (sequence 9)
Language
German
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-Ie u M i e tern. . IntrizALr vor jirhzr^'Äahren. ' .... ' ’ M; m. 7.' ", . :..7 r; Wozu . Reb 'Meyer seine getreuen. Schiedknappdn ümsich .sammelte? Nachdem fie:!freundlich, begrüßt und sie nebstdem hier ünvermeivlicheniReMNoßen Platz, genommen, Hielt er: eine heftige Ansprachean .-sie.-- Er schilderte Mit denn schwärzesten Garben die -Gräuels --die in der Gemeinde geschehen sollten, -die Schule, in derdie"Kinder kaum -Iwri, noch/.weniger,: oder"viest;mehr gar. nicht. Raschi > Mischnajes) vowMemore' gär nicht zu reden, lernten,--vom"Predigen, 'das .keine,'Diwre/Taure enthielte, von -der Versündigung dev Gemeinde^-imrper selbst die Drosches verstummen sollten - "ünd :dciß am dieser Schuld ^und -.ihren ^unseligen.' Folgen unw:dem Strafgerichte- Gottes alle , die- Antheil haben' würden, welche - sichnicht -mit: aller Macht dem' frevelhaften > -Beginnen der Rotte:Korah's wiversetzen würden.- Wav>Hervl "Katzenellenbogen einmal-in Glüß gerathen und uzwar mit einer 'Rede--Die-so ganzrseiner giftigen Leidenschaft entsprach, so-wurde er' sehr -beredt und. seinen Zuhörern " standen, alsbald: die:Haare zu Berge. Rebbe Roßen: schaukelte." seineptKörperl so.-heftig-'!nach: vorw-und nach: hinten,, däßer, immer.mehr in-Gefahr:.'kam-seinen Stuhl" und. sich selbst -vorwärts vverÄückwärts'Sw Überschlagen,: und es war zü verwundern, wie er. noch - die Balance zu halten ver- -mochte^ -Bon demHier andern Zuhörern-:waren: zwei-: Reb. Tewele Riest" und"Reb Schlaüme SchneiderP ruhigen: Charakters, und -ihr Schrecken "und ihre Betrübniß malten, sich nur auf. ihren Gesichtern und in. ihrem schlaff herabfallendestArm. Reb David Kazzef dagegen schwur,: alsder Redner.geendet, dast-er mii dem . Beile auf-Kohlstub', wenn .die Vorsteher versammelt wären, gehen und'alle Niederschlagen wollte, die für-die-Neuerungen stimmen "würden, und Reb Beer Levi schwur, vast. er . diese'Sünder -bei -dem und dem Großen, .bei' denen: er sehrtakkef.-(angesehen). sei, -wie.männiglich bekannt,, als Verschwörer- und Landesverräther, welche Schwefel nnd Pech aus : Stadt und Land, wieauf Södöm herabriefen , denunciren wollte." Beides war nun gerade-micht . nach dem Sinne des- Reb Meyer , : sondernder legte den Versammelten nur Zeinen von - ihm abgesäßten Protest. gegen' die an "den Vorstand gestellten Forderungen vor, /welchem sie"unterschreiben, sollten. Der Protest-enthielt .in!"Kurzem' den Inhalt.-der eberr gehaltenen. -Rede,: dieselben Anlagen / dieselben' Drohungen, dieselben-Flüche..- Er war: in Mdsschcheutscher -Sprache und Schrift mit - viÄdn" hebrärschen. Erraten .ausilwdr- Bibel"ü'nd. .dem. Talpürd verbrämt. Bereitwillig gaben die Männer ihre "Uyterfchrift^n denselben - Schriftzügest,vennlkäum'Einer won ihnen, -außer Reb ' Miyerp hütte-: seinen - Namen Zeutsch "unterzeichnen -könnöik. "Run solltees Reb Noßen's Sache sein, am: andern Tage Anterschristen von Allen, ' die mit ihm befreundet,- oderwvn. ihm abhängig waren, zwierhalten,.. und,dann -des/rMelammed .Geschäft,,- namentlich - aus denunteren Massen .rechtir. viele Mzuwerben;, die-vier andern Herren persprachen, auch :has: Jhxige.-.sür-: recht ^.zahlreiche Mterschriftens zu::Huy^ So trennten sitz "sich ,: mitdemBewußtsein, einei -große That vollbracht.-zn .Habens -und hie 'starken Säulen der Religion'M;sein^1 :.•/') ,}//„ VV.r< •-.? ,-r;, -Paß 'ganzes-Kunftstück wcrr...tzald^gelungen- und der Protest, sehr , zahlreich "unterschrieben, selbst von: solchen,, deren. Kinder die Schule; besuchten und noch, dazu gute Kleider. erhielten, ging an den Borstand .ab., 5 Mer Meb Meyer Muschte sich nicht.-darüberhast -dieses. Stück^.Papier!.-von. keinem weftntlichen -Nutzen;-sn.-der Gemeinde, selbst, sein, würden-:-Sein!) Zwecks lag aust einem ganz andern.-Gelde, freilich ohne- -hast es.IeMndahnte. - Denn seine -Gegner blieben auch-nicht untätig, Juch. saßten ■ Me, E.Mrunginb):! in /w-elcher siedie...hohlen-.Phrasen.-und die Uebertreibmrgen, j^ auch-/Unwahrheiten MesPamphlets „nachwiesen- und MxWirten uyd die,Dringlichkeit-ihrep..Anträge, begründeten,-, auch ,ste erhielten viele-,Unterschriften:-und zwar von den; angesehensten und, wohlklingetthsten Namen der .Gemeinde., s-,Auch, diese Gegenschrift.. ging an den P.yrstand:a.b.-,usty?-so.".lgg. - die-Sache ganz .wie- Mrhe.r>; Un.b doch - hatte. Bell.'Meye.r,- seine : Absicht erreicht; m haste,ein Documeyt in HändM.. Md, eine Partei gesammelt. Mit -dem--erstMW" fuhr er; nach;einer, benachbartem größeren Gemeinde, wo sich ein, vereideter Translator befand ,"der ihm sein - Schriftstück im deutsche r Schrift.,. die. Unterschriften in: -deutsche Lettern,-übertragen, bezeugen und besiegelnunddabei.unbedingte /PerschwiegenheLtz geloben, mußte.;." Man "sieht, "Reb. Meyer ließ sich/die.Sache eüvas-kosten. - Er --hätte-es, wohlfeiler habewMnnen, denn,-Herr Hirsch. Schreiberwar/auch Translator, fteilich ohne - von diesem . Amte mehr -E.innahm.en .zu, haben, .als; die "kargen Gebühren; Mein da" fchUHlich . der Ppptest diesen Herrnlselbft . mit betraf, -und er das/Geheimniß,-entweder - nicht zugesagt .oder michd vollstäMg gehalten hätte- >; wenigstens nach der - Meinung des,. Reb. Meyer--Mr die- Menschew nach "seinen. eigenen -Neigungen . beurtheilte, so entschloß er. sich, zu. dem - andern Wege. X Derjenige -würde in einen großen Irrthum.verfallen,'..Welcher glaubte,, daß früher , -und . wohl auch "gegenwärtig noch, an den lHöfeN"der kleinen deutschen -Fürsten .es anders zuging. und -zugehb^;als-"an."denen"der großen: MonarchenVielleicht. ist,es -nicht einmal 'bei-demLandräthen,; Bürgermeistern -und. Dorfschulzen - anders" Es gruppirenf-sich: umudie-Person.. des Fürsten/iMei Parteien- "die -sich. gegenseitigauf;jedemögliche Weise; bekämpfen | -und"keine!Mittel! scheuen, um -einanderwomöglich, in-die-Luft -zu ^.sprengen-! N h^:a«S:t.allem.Einflufferzu:verdrängen, und: für sich "btc (ausschließliche: Gunst.- des- Fürsten! zu/gewinnen-! Mffei/Par- ^teien : verkörpern sich; :mi. hochgestellten Persönlichkeiten, Mr die -es ^aüchrmür persönliche Machtftage, ist, aber schließlich.mitlden Prin- ,;cipienfragen : idemificirst: MmneS kurz; zu-sagen,:-die eine^ Jartei 15*

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