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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-02-24 · Heft 9 (24.2.1874) · p. Seite 149

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 9 (24.2.1874)
Date
1874-02-24
Page
Seite 149 (sequence 13)
Language
German
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von', dern gedeihlichen. Emporblühen dieses schönen Vereins, der sich wohlwollender Beachtung in immer weiteren Kreisen erfreuet. Die Zahl der Gemeinden, welche feste Beiträge für diese Caffe' auf den Gemeindehaushaltsetat oder -auf den Etat, milder' Stiftungen übernommen haben, ist auf 21 gestiegen. Es sind: Aachen, Ahlen, Arnsberg, Bielefeld, Bocholt, Bochum, Bonn, .Bünde, Coblenz, Dortmund, Elberfeld, Essen a, d. Ruhr, GüteMoh, Haltern, Kempen, Minden- Münster, Neuen kirchen bei Rintberg, Rheda, Steinheim. Auch außerhalb der beiden Provinzen wird des Vereins' gedacht, , wie 'wir denn Beiträge verzeichnet finden aus Berlin, Frankfurt a. M. n. s. w. Die Gesammteinnahmen betrugen im Jahre 1873 . a) an Beiträgen der Mitglieder 142 Thlr. — Sgr. Pf. b) - außerordentlichen Beiträgen . von Gemeinden u. Privaten 782 - 11 - 8 - c) - Zinsen ' , 484 - 2 - 11 - 1468 Thlr. 14 Sgr. 7 Pf. Rach Abzug von 200 Thlrn. 28 Sgr. 6 Pf., welche ausdrücklich dem Fond bestimmt wurden und der Ausgabe von,41 Thlrn. 22 . Sgr. 2 Pf. für Berwaltungskosten, Porto u. Drucksachen, kommt die Hälfte der Iahreseinnahmen statutengemäß zur Bertheilung. Es erhalten iin. laufenden Jahre an Unterstützungen: 1) ein erblindeter Lehrer mit Frau u. 6 Kindern 234 Thlr. 2) eine Lehrerwittwe mit 5 Kindern 144 Thlr. 3) eine Lehrerwittwe mit 2 Kindern k , . 90 Thlr. 4) eine Lehrerwittwe mit einem Kinde 72 Thlr. 5) eine Lehrerwittwe ohne. Kinder 54 Thlr. Das Vermögen der . Caffe besteht am 1. Jan. 1874 in 7558 Thlrn. 13 Sgr. 6 Pf. Der Schluß des dem „Jahresbericht" vorausgeschickten Vorworts lautet: „Allen verehrten Gemeinden und einzelnen Wohltätern, sowie Allen, welche durch Abhaltung von Collecten oder Betheiligung an denselben unsere Unterstützungscaffe wohlwollend gefördert haben, sagen wir unfern wärmsten Dank und, bitten sie, unserer armen, altersschwachen Lehrer, sowie der verlassenen Lehrer-Wittwen und Waisen auch ferner eingedenk zu bleiben." -Wir schließen uns diesem Wunsche von ganzem Herzen an. (Auch die Redaction schließt sich diesem Wunsche an, und gestattet sich zwei Bemerkungen.' Wir haben stets behauptet, daß eine Lehrerpensionsnnd Wittwencaffe, so wenig wie eine Fabrikarbeitercasse.. aus den Mitteln der Lehrer oder der Arbeiter selbst die genügenden Kräfte zu nur irgend ausreichender Wirksamkeit schöpfen kann, sondern daß bei jener Gemeinden und Private, wozu diese auch verpflichtet sind bedeutend' Milhelfen müssen, wie bei den Arbeitercassen die Arbeitgeber: Dieser Grundsatz bewährt sich an dem obigen Vereine. Aber was zum gedeihlichen Erfolge ebenso nothwendig ist wie das Geld, das ist Männer, die : sich mit unermüdlicher Fürsorge eines solchen Vereines annehmen, und ihn in so würdiger Weise vertreten, daß das Publikum allgemeines'Vertrauen auf sie und ihre Wirksamkeit setzt. , Das Glück, solche Männer zu besitzen, hat der qu. Verein; denn dieses Erforderniß kann nur aus der Mitte der Lehrer selbst seine Befriedigung finden. Möge das Beispiel dieses Vereines endlich auch auf die Standesgenoffen anderer Provinzen und Lander seine Wirkung üben!) — —.— —— —-:--- Anzeigen. -Die Stelle eines Elementarlehrers, Vorbeters u. Schächters ist zum 1. Mai in hiesiger Gemeinde vacant. Gehalt 250 Thlr., freie Wohnung, Feuerung und 'Licht. Durch Privatstunden sind außerdem gute Einkünfte zu erzielen. Reflectirende wollen sich baldmöglichst an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Wittmund, Ostfriesland. I. Cohen. S. Neumark. Die hiesige Cantor- und Schächterstelle ist vacant. Bewerber wollen sich wenden an den Vorstand der Synaaogen-Gemeinde zu Meisettheim, Reg.-Bez. Coblenz. Ich suche für zwei Knaben, die eine Realschule besuchen, einen streng religiösen Hauslehrer, der im Talmud und andern hebräischen Fächern tüchtig sein muß, und auch akademische Bildung besitzt. Gehalt bei völlig freier Station 240 Thlr. jährlich. Es ist auch Zeit und Gelegenheit zur weiteren Ausbildung vorhanden. Rawiez, Provinz Posen. ' * Marcus Cohn. Am 1. Mai v. soü in hiesiger Gemeinde die Stelle eines mit welcher bei freier Wohnunglncl, der üblichen Nebeneinkünste ein Einkommen von 400 Thlrn. verbunden ist, neu besetzt werden. Qualificirte Bewerber wollen sich bis zum i. April o. melden. Reisekosten werden nicht vergütet. Neustadt a. W., 2. Febr. 1874. Der Corporations-Borstand. SGI?* Ein tüchtiger Cantor ü. Chordirigent, Elementaru. Rel.-Lehrer, verheirathet, sucht eine güte Stelle. Offerten beliebe tüan'M jExped. d. Ztg. unter Olüssie JV. B. 36. zu senden.;

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