Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 3 (13.1.1874)
- Date
- 1874-01-13
- Page
- Seite 45 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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45 licher Kirchen lauten ließ, das Collegium der Gemeindebevollmächtigten, der Verein Casino, der Gewerbeverein, — Löwy, der um öffentliche und gemeindliche Angelegenheiten vielfaches Interesse bekundete, war Mitbegründer des für die Entwickelung der Industrie der Stadl so wohlthätig wirkenden Gewerbevereins, — die königlichen Beamten des Stadt-, Land-, Handels- und Bezirksgerichtes, des Bezirksamtes, des Post-, Zoll- und Rentamtes, die Geistlichkeit aller Confessionen, sämmtliche Lehrer, der ärztliche Verein, die Vorstände der zum Rabbinatsbezirke gehörigen Gemeinden, die Rabbiner von Nürnberg und Baiersdorf, eine Deputation der Schwestergemeinde Nürnberg und sonstige Honoratioren, Alles begegnete sich einmüthig in dem Streben, dem Andenken des bescheidenen Mannes die letzte Ehre zu erweisen, und so gestaltete sich die Feier zu einer so imposanten, wie solche hier noch nie gesehen, worden sein dürfte. Am Grabe angelangt, sprach Vorstand vr. Ortenau Namens der Gemeinde einige tiefempfundene, das Andenken des Verstorbenen ehrende Worte, und betrauerte die Größe des Verlustes des würdigen Geistlichen. Hieraus hielt Rabbiner vi. Lewin aus Nürnberg die Grabrede. Tief ergriffen schilderte Redner den Verblichenen als Lehrer und Mensch. Als ersterer habe er nur der Gemeinde gelebt, manch' edles Samenkorn habe er gepflanzt, das als Blüthe und Fruchtaufgegangen, durch seine hinreißende Beredtsamkeit die reinen Lehren des Glaubens im Gegensatz zum Aberglauben verkündet, oft dadurch gezündet und die Herzen angefacht, während er als letzterer seine Einfachheit, Liebenswürdigkeit und Bescheidenheit rühmte, und damit schloß Redner die durch Präcision des Gedankenausdrucks und Gemüthswärme charakteristische Rede, ein letztes Lebewohl Namens der Gemeinde Nürnberg, die bis vor wenigen Jahren zum hiesigen Rabbinat gehörte, zurufend. Wir glauben dem allgemeinen Wunsche Ausdruck zu geben, diese gediegenen Reden möchten veröffentlicht werden. Hierauf wurde der Sarg in's Grab gesenkt, und der Zug begab sich nach dem Leichenhause, wo der älteste Schwiegersohn des nun selig Entschlafenen, Herr Dr. Koref aus Prag, das Kaddisch der Waisen verrichtete. Möge das Andenken Löwy's fortwalten, dem Vaterland zur Ehre, der Menschheit zum Gewinne! Unze Ein tüchtiger Religionslehre^ Chasan und Schocliei wird zum sofortigen Antritt oder auf später für hiesige Gemeinde gesucht. Geeignete Bewerber erfahren das Nähere von dem Unterzeichneten Vorsteher. G. Rothschild __in Stadtoldendorf (Herzogth. Braunschweig.) Zum sofortigen Antritt suchen wir einen Lehrer, Schächter und Vorbeter. Gehalt 230 Thlr. inel. Wohnungsentschädigung. Wvlmirstedt. Der Vorstand //. ßlarcuse. Zum 1. April d. I. wird die Stelle eines Religionslehrers, Schächters und Vorbeters in hiesiger israelitischer Gemeinde vacant, und wollen sich Reflectanten unter Beifügung ihrer Zeugniffe an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Hagenow in Mecklbg., den 5. Januar 1874. ___Julius Simon. An israelitische Lehrer. Die Stelle eines Lehrers an der hiesigen israelitischen Elementar- und Religionsschule soll bis zum 1. April d. I. wieder besetzt werden. Jährlicher Gehalt 650 Gulden nebst freier Wohnung. Gelegenheit zu Nebenverdiensten ist gegeben. Bei musikalischer Bildung und Befähigung zur Versetzung des Vorsängerdienstes kann eine entsprechende Gehaltszulage in Aussicht gestellt werden. Bewerber wollen beglaubigte Zeugnisse nebst Mittheilung ihres Lebenslaufes baldmöglichst franco einsenden. Hechingen, den 4. Januar 1874. Die israelitische Localschulcommission. Dr. Mayer. i g e n. Inserat. - Ein geprüfter Religionslehrer, Vorbeter und Schächter findet zum 1. Mai 1874. bei der Synagogengemeinde zu Beelitz bei Potsdam Engagement. Befähigte Bewerber, verheirathet, belieben sich portofrei mit der Angabe ihrer "Verhältnisse und Qualistcation unter Einreichung ihrer Atteste bei deni Unterzeichneten zu melden. Das Einkommen beträgt jährlich 180 bis 200 Thlr. _ H. Marcus, Vorsteher. In der Synagogen-Gemeinde Schlawe in Pommern ist die erste Crntor-, Religionslehrer- und Previgerstelle vacant, und soll dieselbe bis zum 1. April 1874, auch schon früher, besetzt werden. Gehalt 500 Thlr. nebst freier Wohnung und Nebeneinkünften. Qualificirte Bewerber, die auch im Bchinderungssalle den Schochet vertreten können, wollen sich bis zum 1. Februar 1874 unter Einsendung ihrer Zeugnisse melden.. Reisegelder werden nicht vergütet. Der Vorstand der Synagogengemeinde. Ein lediger Mann findet Anstellung als Schochet und Borscher in einer größeren Stadt der deutschen Schweiz. Gehalt 1200 Francs mit Aussicht auf Nebenverdienst. Offerten unter Cliiflre A. 1219, befördert die Annoncen-Expedition von Hudolf Messe in Zürich. Zum April d. I. wird ein seminaristisch gebildeter Lehrer gesucht. Franco-Ofsertcn unter M. L. M. befördert die Exped. d. Bl.