Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 37 (1873)
- Issue
- Heft 48 (25.11.1873)
- Date
- 1873-11-25
- Page
- Seite 793 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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793 lange Zeit mit sich; oft war der andere Nachschlüssel, den sic noch hatte, in ihrer Hand gewesen; sie legte ihn immer wieder > zurück. Jetzt aber, wo die hohen Festtage nahe wären, und es : ihr unerträglich war, daß Bertha auch an diesen das kaum mehr > zusammenhaltende Fähnchen tragen solle, hielt sie es nicht mehr aus. Sie sprach mit ihrem Manne; sie demüthigte sich vor ihm bis zum Bitten und Flehen; als sie ihm aber die Summe nannte, die zu einem neuen anständigen Kleide erforderlich wäre, wandte er sich hohnlachend ab, und forderte sie auf, sich das Geld zu stehlen. Da war sie entschlossen. Sie gebrauchte den Nachschlüsiel, und nahm fünf Thaler . . . Am anderen Tage hatte Feitel eS entdeckt, denn er hatte immer einige Geldstücke mit einem unscheinbaren Zeichen versehen, und unglücklicherweise hatte Sara zwei von diesen genommen. Was darauf geschah, ist uns bereits bekannt. Der Richter Halle selbstverständlich den Geständnissen Sara's seine ganze Aufmerksamkeit zugewendet. Sein scharfer, prüfender Blick wandte sich keinen Augenblick von ihr. Ihre ganze Darstellung, ihr Aussehen, ihre Gcberden, der Ton ihrer Stimme drängten dem erfahrenen Criminalisten die volle Ueberzeugung ihrer Wahrhaftigkeit auf. Unze In unserer Gemeinde, 4 Meilen von Berlin, wird zu Ostern 1574 die Stelle eines Lehrers, Borbeters und Schächters vacant, welche wie folgt dotirt ist. 100 Thlr. fester Gehalt, hübsche freie Wohnung im Geineindehause, freies Brennmaterial, Schechita und einige Nebeneinkünfte, welche beide dem Gehalte etwa gleichkommen. Reflectanten wollen sich bei uns schriftlich oder persönlich melden. Reisekosten können jedoch nicht erstattet werden. Oranienburg, im November 1873. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. S. Cohn. M. I. Löwenheim. H. Ehrlick. Die bisher provisorisch verwaltete Stelle eines musikalisch gebildeten Cantors Vra und Religionslehrers in der isr. Religionsgemeinde Offenback, mit einem jährlichen Einkommen von ihjo— 1 Gulden, soll von nun an definitiv besetzt werden. Geeignete Bewerber, welche die fragliche Stelle übernehmen wollen, sind gebeten, ihre Gesuche bei dem Gemeindevorstand cinzureichen und ihre Zeugnisse beizufügen. Osfcnbach a. M., im November 1573. Der Vorstand der isr. Religionsgemeinde Offenbach. _'Adolf Straus. Sn hiesiger (Gemeinde fsf die pfeife eines BeSigionslehrers, Vorbefers mul Schächters zu Os lern, er ent. zum /. S'ebrnar In. ./. neu zu besehen. Beftectirende belieben sieb ttnler Beifügung ihrer Zeugnisse zu wenden an den Vorstand’der israel. Gemeinde zu Roebel in Mecklenburg. Auf sogleich oder später 2 Lehrlinge für mein Tnch> Mamlsaetm-, Modewaaren-, Porzellan-, Glas-- u. Hrrrzwaaren-Gcsckäft. M. M. Hontheim. Diepholz. Prov. Hannover. „Wie kommt eS aber nun", fragte er sie nach dem Schluffe ihrer Erzählung, „daß bei der gestern Nachmittag noch vorgenommenen Haussuchung diese Schnur auf dem Boden Ihrer Truhe gefunden ward, und ein kleiner Beutel Geld daneben?" Dabei holte er eie Schnur und den Beutel aus seinem Pulte und hielt sie der Sara vor. Diese schreckte zurück, fuhr aber dann sofort auf und rief mit gellender Stimme: „Das ist ein Schurkenstreich meines Mannes! Er muß sie auf den Boden meiner Truhe gelegt haben,' unterhalb der vielen alten und nicht mehr brauchbaren Dinge, die in der Truhe lagen, und zwar schon vor einiger Zeit! denn gestern konnte er es nicht mehr thun. Ja, das ist die Schnur, — den Bellte! kenne ich nicht!" „Das mag sich so verhalten," antwortete der Richter; „aber Sie sehen, daß die Sache noch nicht zu Ende ist; und so ungern ich es thuc, muß ich Sie doch noch in Hast behalten." Sara erwiderte Nichts; sie war so angegriffen und erschüttert, daß sie sich wortlos in das Gefängniß zurücksnhren ließ. (Fortsetzung folgt.) i fl e «. Lehrer gesucht. Die Elementarlehrer- und Eantorstelle bei der hiesigen israelitischen Gemeinte ist zu Neujahr 1574 zu besetzen. Gehalt 250 Thlr. unv mimeslens 5o Thlr. Nebeneinkommen. Qnalisicirle, unverheirathcte Bewerber, belieben sich unter .Einsendung ihrer Zeugniffe an den nnterzcichncten Borstand zu wenden. Bornheim bei Bonn, den 17. November 1873. Der Vorstand der Synagogcn-Gcmeinde. Die hiesige Lehrer-* Cuntor- Se/uic/tleiste fle ist zirni /. April SST S neu zu beseSzen. Geeignete Bewerber nullen sieh portofrei an Unterzeichneten Vorstund unter Einsendung ihrer Zeugnisse treu den. Das Einhouunen beträgt ntSf allen Aecidenfien annähernd SÖO 'Hinter. Der Vorstand der Sgiurgogengenieinde zu IVnugerin a. d. Sfargurd- Cäst hier Eisenbahn. _ Lehrer Gesuch. Znm 1. Januar 187 1 wird ein Religionslehrer, der auch zugleich Berbeler und Schächter ist, zu cngagiren gesucht. Gehalt HW Thlr. Nebeiieinkünstt,' circa 3<i(i Thlr. Qnalisicirle Bewerber wollen ihre Meldllngen unter Beifügung ihrer Zeugnisse einreichen. Gllttstadt in Ostpr., im November 1873. Der Vorstand der Syuagogeugemcinde. Ein Mannfacturwaaren-Geschäsl «>» sucht einen mit den nölhigen Schnlkenntnissen versehenen jungen Mann, jüo. Eons., in die Lehre. Gefällige Osserten unter B. besorgt die Epped. d. Bl.