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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1873-11-18 · Heft 47 (18.11.1873) · p. Seite 777

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
37 (1873)
Issue
Heft 47 (18.11.1873)
Date
1873-11-18
Page
Seite 777 (sequence 13)
Language
German
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777 haben es verdient! . . ." Allgemeine Zustimmung: „Holt die Polizei!" wiederholten zehn Kehlen. Es war hier Nichts mehr zu thun. Es zeigte sich abermals, wer Haß säet, erntet Haß. Feitel war verhaßt, und wahrscheinlich mit vollem Rechte. Es blieb mir kein Ausweg. Ich mußte selbst als Zeuge wider meine Wirthsleute anstreten. Die Leute wichen nicht. Eine Viertelstunde später war der Polizeidirector selbst mit mehreren Polizisten da; ich mußte meine Aussage abgeben, und da beide Eheleute bei ihren gegenseitigen Anschuldigungen blieben, wurden sie beide in's Gefängnis; abgesührt. Zugleich wurden die Siegel an die Thüren der Zimmer und der Schränke gelegt, so daß nur mein Zimmer und da3 Kämmerchen, welches die Tochter inne hatte, frei blieb. Wie immer aber, wachte mitten im Abscheu und der Entrüstung um so mehr das Mitleid für den Theil der Familie aus, der schuldlos unter diesem schrecklichen Ereigniß litt. Es ist Dies ein Zeugniß für den Edelmnth, der im Herzen des Volkes unverlöschlich lebt, und der, sage ich es offen, besonders f 115« Die hiesige hehrer-, C’anforu. Schächtersfelle ist zum 1. April 4874 neu zu besetzen. Geeignete Bewerber wollen sich portofrei an unter zeichneten Vorstand. unter Einsendung ihrer ^Zeugnisse melden. Das Einkommen befragt mit allen Accidenfien annähernd 400 Thaler. Der Vorstand der St/nagogengemeinde zu IV a ngeri n a, if. Sfargard- __CiisUner Eisenhahn._ Wir suchen für die bei unserer Getneinde, für circa 50 Kinder, zu errichtende Gemeinde-Elementarschule, an welcher auch der hebräische und Religionsunterricht ertheilt werden soll, einen geprüften tüchtigen GleMeuLartehrer mit einem jährlichen Gehabte von 350 Thlrn. — Zur Aushülfe im Hebräischen ist unser EuttnsbeamLe verpflichtet. Lehrer, welche der Erthcilung von Privatstunden hauptsächlich in fremden Sprachen sich unterziehen wollen, würden auch ein bedeutendes Nebenciukommm haben. Bewerber wollen sich baldigst melden beim Vorstand der Synagogen Gemeinde _ in Laudsberg OS._ Leheer-Brefuch. Zum 1. Januar 1874 wird ein Religionslehrer, der auch zugleich Vorbeter und Schächter ist, zu engagire» gesucht. Gehalt 400 Thlr. Nebeneinküriste <irca 300 Thlr. Qualisicirte Bewerber wollen ihre Meldungen unter Beifügung ihrer Zeugnisse einreichen. Guttstadt in Oslpr., im November 1873. Der Vorstand der Synagogen^emeinde. Ein Lehrling für Herren-Garderoben-Fabril im Rheinland gesucht. Kost u. Logis im Haufe. Offerten C. 1V1*. S besorgt die E;ped. d. Barmer Zeitung., j in dem jüdischen Slanntie sich durch alle Zeiten erhalten hat. Gebildete Menschen ziehen sich, wenn so Etwas vorfällt, gänzlich von einer solchen Familie zurück, mit der sie gestern noch im intimsten Verkehr lebten, und scheuen alle Berührung mit jedem, auch dem unschuldigsten Gliede derselben. Zwanzig Familien boten sich an, die unglückliche Bertha bei sich aufzunehmen. Hatte sie doch keine Verwandten, keine Freunde. Jndeß trat der Rabbiner der'Gemeinde dazwischen, und führte sic nach seinem Hause. Führte sie, sage ich, denn sie wußte nicht mehr, was um sie her vorging; sie konnte nicht fassen, was geschehen, sie folgte willenlos. Ich begleitete sie. Ich sprach ihr Trost ein. Die Dinge könnten sich gar nicht so verhalten; cs wäre rein unmöglich; die Eltern würden zur Besinnung kommen, und ihre 'Anklage sich als Ausgeburt des augenblicklichen Zornes und Hasses erweisen; es würde Alles schon wieder gut werden. Vergebens; sic hörte gar nicht, waS ich sprach. Sie weinte nicht, sie antwortete nicht, der Rabbi hatte ihren Arm gefaßt, und so folgte sie ihm, das Haupt auf die Brust gesenkt. (Forts, folgt.) i g e n. . Bei der hiesigen öffentlichen jüdischen Elementarschule finde ein geprüfter Lehrer per 1. Januar 1874 lebenslängliche Anstellung mit jährlichem pensionsbcrcchtigtem Gehalt von 250 Thlrn. "Außerdem werden für Privatunterricht und gottesdienstliche Vorträge ebenfalls 250 Thlr. jährlich in Aussicht gestellt. Meldungen mit Zeugnissen sind an den Unterzeichneten Vorstand zu adressiren. Guttentag, den 7. November 1573. Vsr Synagogen-Gemeinde-Vorstand. Olt! llar Sinai Gemeinde in J’.altimore.tMd.) sucht die vacanl werdende llahbinerstelle zu besetzen, und ladet, hierauf Refleetiremlc ein, ihre Anmeldungen. rechtzeitig au den Unterzeichneten einzusenden. DieCicim-imlchuldigt dem entschiedenen Fortschritt; ihr (Jultus stutzt sieh auf d;is von ihrem frühem Rabbiner, Dr. David Knillern, während seiner hiesigen Amtsthatigkeit verfasste und in derselben zuerst ein geführte) Gehet huch. Der bisherige (jehalt betragt ‘2500 Dollars per Jahr, ausschliesslich der Xcbt iieinkllnfte. Bewerber, die auch der englischen Sprache mächtig sind, werden bevorzugt. 8. G. Putzei, Präs. (1. II. S. G. Nr. 24. N. Eutow Str., Baltimore, (AM.) IJ. S. Die Lehrer- und Eautorstelle in hiesiger Gemeinde, verb. mit einem jährlichen Gehalt von 40«» Thalern, freier Wohnung, Heizung u. Bedienung, ist zu besetzen. Dualisicirte Bewerber wollen ihre Meldung einreichen. Altena in Westphalen. vor Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Ferdinand Heidelberg.___ Für ein Bauiiiwoll-Waaren-Fabrikgeschäft wird zum baldigen Antritt ein Lehrling mit guter Schulbildung gesucht. Näheres unter ^V. an die Exped. d. Bl.

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