Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 37 (1873)
- Issue
- Heft 44 (28.10.1873)
- Date
- 1873-10-28
- Page
- Seite 727 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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727 Ezechiels großes Gipsrelief, welches dem Künstler den Preis des Michael-Beer'schen Stipendiums eingetragen hat. mit rer eingegrabenen Inschrift: „Israel", d. h. reS Belkes Gottes einstiges tragisches Geschick und historische Aufgabe, in einer etwas locker zusammenhängenden Composilion von vier Idealfiguren versinnlichend, leidet an der Unklarheit der Beziehungen und des hincingeheimnißten Inhalts; wenn sich auch ein nicht gewöhnliches, bildnerisches Vermögen in jenen Gestalten offenbart. (Wir hätten gern eine Beurtheilung von einer dem Verstänbniß näher stehenden Feder. Re da et.) Jeder Unsinn und Aberglaube treibt sich selbst zum tollsten Ueberuiaß. Tie Astrologie stellte bekanntlich jedem Menschen ein Horoscop, welches die Constellaiion, d. i. den Stand der Sterne bei der Geburt desselben berechnete, und daraus seine Schicksale voraussagte. Später ging man weiter, und wollte den Völkern, ja selbst den Religionen ein Horoscop stellen. Die Ccnjnnetion des Jupiter, hieß es,*) mit Saturn habe den he¬ *) Bapt. Mantuan. de -patientia, L. III, cap. 12. bräischen Glauben hervorgebracht, die mit Mars den chaldäischen, die mit der Sonne den egyptischen, die mit BenuS den muhammedanifchen, die mit Merkur den christlichen, und die mit dem Mond werde einst die Religion des Antichrist Hervorbringen. In einer der letzten N»n. d. Bl. war in Betreff der in Galizien herrschenden Cholera erzählt, daß die dortigen Juden sich als Präservativmittel eines Ringes, gefertigt aus 27??, zum Tragen bedienen, vermuthlich weil die Buchstaben in diesem Worte denselben Zahlenwerth wie. das Wort z"n haben. Ich erlaube mir, aufmerksam zu machen, daß in den älteren jüdischen Gebetbüchern ein Gebet sich findet, das vor dem sogenannten „Binden des 27.Tr" gesprochen werden soll, in welchem folgender Passus vorkommt: "iJ -riVt) spprb r'rdn 0025 .pVt1271 er 2*rVr 7:2*1. onn nbirc e-2'12 Da also der Zahlenwerth von nr^ und 2271 dem von gleich ist. so thäten die dortigen Juden noch bester daran, wenn sie zwei Ringe von besagten Gegenständen, oder einen aus beide,» Stoffen zusammengesetzt trügen. ' H. D. in I. % n 5 c t ö e 11, Pro Januar hl an (Irr hiesigen ö ff entliehen Schule die Stelle eines 'Eiemenlarlehrers zu besetzen. Quulificirle Bewerber, welche ausserdem noch die Functionen eines Cuntors und Predigers zu verrichten haben, wollen ihre Zeugnisse nebst kurzgefasslem Curr. vitae baldigst franco einsenden. Die Stelle ist mit einem Gehalte von 300 Thlrn. haar nebst freier Wohnung und Garten dotirl. — Da die Wohnung beschränkt ist, so ivird als Entschädigung eine Exlrazulage von 50 Thlrn. jährlich vergütet. Camen, den 20. Oclober 1873. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. UQ&m welcher junge Knuden für die Tertia eines Gymnasiums v 0 r b e r e i t e n und hebräischen Unterricht ertdeilen kann, wird bei freier Station und einem Gehalt von Tdalern gesucht durch fs a ff v fß r #7tt sh v vtj in sirzalkowo, Prov. Posen. Für unsere Schule suchen wir per 1. Januar k. I. einen tüchtigen Lehrer. Die Anstellung erfolgt auf 3 Jahre mit einem jährlichen Gehalte von 300 Thlrn. LoSlau lOberschlesien). Der Synaaogen-Gcmeindc-Lorstand. Lehrer-Gesuch. Die Synagogen-Gemeinde Osterode a II. sucht einen Lehrer für die Religionöschule, der zugleich die Aemter des BorbeterS und Schächters übernimmt. Antritt möglichst bald. Reflectanten wollen sich wenden an den Borsteher Ed. Herzer. Wir suchen bis l. Januar 1871 einen Eantor n. Schächter. Gehalt t 50 Thlr., bei entsprechender Persönlichkeit auch mehr. Nebeueiukünfte circa 2'»l>—300 fl. Meldungen sind zn richten an den Vorstand der Synagogen-Gemeinde zu Mktsenheim (Rheinprovinz). / n s e r a f. In hiesiger jüdischen Gemeinde ivird die Stelle eines Religionslehrers verbunden mit der Canlnr- und Schächtersteile vacanl und soll sofort oder am l. December d. J. besetzt werden. Der Gehall beträgt 250 Thlr. fisirl und Nebeneinkünfle 200—250 Thlr. — Qualificirte Bewerber wollen sieh unter Einsendung ihrer Zeugnisse oder persönlich schleunigst melden. — Reisekosten werden nicht vergütet. Neutomysl Pj Posen, den 18. October 1873. Der Corporations- Vorstand Bonn. /iir mein Flannfacluru. tianuiironfccHoiiegcfdjäft läonullbtliös qffdjloflfii) judjr per I. Januar «. f. einen gewandten Verkäufer. «Stettin. Gustav Fervy.