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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1873-10-21 · Heft 43 (21.10.1873) · p. Seite 709

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
37 (1873)
Issue
Heft 43 (21.10.1873)
Date
1873-10-21
Page
Seite 709 (sequence 17)
Language
German
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709 Vermischtes. Die „B. Z." schreibt aus Berlin: Die drei Hauptsynagogen der hiesigen jüdischen Gemeinde waren anO'Versöhnungstagc so von Andächtigen gefüllt, daß durch die dadurch entstandene große Hitze in denselben viele Beter ohnmächtigHvnrden, und nach Hause geschafft werden mußten. Wie wenig diese Synagogen der Zahl der jetzigen jüdischen Bevölkerung Berlins entsprechen, mag daraus erhellen, daß außer den -1 hier noch existirenden größeren Synagogen von Privatgemeinden etwa 20 Säle und Zimmer eingerichtet, und daß auch diese noch überfüllt waren. Frau Esther. Felix, die Mutter der berühmten Schauspielerin Rachel, ist gestern zu Paris im Alter von 7 5 Jahren gestorben; sie hatte in einer Frist von nicht anderthalb Jahren! ihren Gatten und ihren Sohn verloren. | (Patriarchalische Gastfreundschaft.) Am Abend nach dem israelitischen Bersöhnnngsfeste, erzählt ein pariser Blatt, war der prächtige Speisesaal in der ersten Etage des Hotel der Rue Laffitte der Herren von Rothschild allen fremden Israeliten, die keine Familien in Paris haben, geöffnet, und auch an zwanzig Officiere von.der Garnison hatten von der herzlichen Einladung Gebrauch gemacht. ES war ein beständiges Kommen und Gehen von Gästen, und mehr als 100 Personen saßen bei der Soiree an der Tafel, an welcher Herr und Frau vom Hause selbst die Honneurs machten. U n z e i g e n.. Lehrer-Vacarrz!!! Zum 1. April IST 1 wird in unserer aus 0 Mitgliedern bestehenden Gemeinde die Stelle eines Elementarlehrers, der gleichzeitig Vorbeter und Schächter sein muß, vacant. — Der Gehalt beträgt 250 Thlr. exclusive Schächtgeld und sonstiger Nebeneinkünste. Letztere haben unter Hinzurechnung des Ertrags vom Privatunterrichte annähernd dem Gehalte sich gleichgestellt. Bewerber wollen sich baldigst unter gleichzeitiger Einreichung ihrer Zeugnisse melden. Duderstadt, im October 1873. Oer V o r s t a n d. M. Katz.. 9 welcher junge Knaben für die Tertia eines Gymnasiums vorbereiten und hebräischen Unterricht ertheilen kann, wird bei freier Station und einem Gehalt von 200 Tbalern gesucht durch is a tt c ff n s h e i'fj in Sti’zalkowo, Prov. Posen. Bic Stelle eines Veligionslehrers an milerer Gemeinde, welche mit einem jährlichen Gehalt von 3->0 Thnlern bei freier Wohnung und Heizung verbunden ist, soll sofort beseht werden. Gnalisieirte unverheirathete Bewerber wollen /ich unter Einreichung ihrer resp. Zeugnisse bei dem Unterzeichneten Vorstände baldigst melden. Reisekosten werden nur dem Gewählten erstattet. Vqritz, den 12. October 1873. ver VorstLnä äer Synagogen-Gemeinde. Ein Commis oder Volontair wird für mein Mamrsactur- und Consectionsgeschäft sofort gesucht. Kost u. Logis im Hause. Max Leib in Solingen. An der K ( ft ir s - ,/ it ft rj o ff e z u I* r ft tf ist die Stelle eines Oher-('nntors mit einem jährlichen Gehalt von 100O fl. nebst üblichen Emolumenten sofort-zu besetzen. Bewerber um diese Stelle haben unter Nachweis ihrer musikalischen Kenntnisse und Befähigung einen Chor zu dirigiren, ferner ihrer Kenntnisse der Lithurgie und Berständniß der Gebete, bisheriger Verwendung, endlich ihres sittlich-religiösen Lebenswandels, ihre Offerte bis längstens 20. October l. I. an den gefertigten Vorstand der Klaus-Synagoge zu richten. — Probe-Vorträge ehestens erwünscht und werden dem Acceptirten die Reisekosten vergütet. Simon Hoch, Kr. C. 222-1. Wir beabsichtigen 311111 1. October IS71 für unsere Gemeinde einen Eantor zu engagiren, der gleichzeitig die Functionen des Ehordirigenten, ReligionölehrerS und Gcmeindesecretairs versieht. Der Gehalt ist mit 1000 Thlrn. pro anno normirt. Bewerber wollen ihre Zeugnisse dem Unterzeichneten Vorstande bis spätestens den 1. Januar k. Z. einsenden. Stettin, den 2«. September 1S73. Vorstand der Syttagogen-GtMtittdt. Für mein Seiden-, Modewaarcri- 11. Cunfcctions-Ocsclutft suche unter günstigen Bedingungen einen jungen Mann aus achtbarer Familie als Lehrling. ■ _ M. Grunsfeld, Magdeburg. Eine Wirthschasterin aus achtbarer Familie findet sofort oder zum 1. November eine einträgliche Stettein Frankfurt a/O. bei I. Simon.

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