Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1873-07-29 · Heft 31 (29.7.1873) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
37 (1873)
Issue
Heft 31 (29.7.1873)
Date
1873-07-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3224737-3226906-3226938--31836-3254776
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

erneute Ein iiliMtciislycs Organ für alles jüdische Interesse. Dies,: Zeitung erscheint wöchentlich einmal in 2 bis 2'/, Äogcn. Preis ^ierteliährig 1 Thlr. Inserate werten j mit 2 atgr. für die Petitzeile orer deren; ih'auin berechnet. ÄUe Buchbcuittungen, j S Postämter und Aeilungs-Expeditionen > nel'inen ^cst.tl.mgen a».!!_:---i Herausgegeben von Rabbiner Di-. Ludwig Wlippjon in Bonn. Verlag von Vlimilgtirtttcr's Vilthhanlilnttg iit Leipzig. In vcracliciicllcii Angelegenheiten wende man sich an Nr. 1‘. Philippson in Peim : binsichllich des Pe;uga nnd der .'»'erareail r.laumgiirlilkr'8 Nn-tilinndliiiiy aiv.'ir'.ig.?nfrrtitr. welche bis Doimrrs- Inii ein.,eben, tinten inder raraussolgcnte.: ''iuminer V'c,»asü kignng. 37. Jahrgang. r'eip;i>,, den 20. Juli 1S73. A? 31. 3nl)ull. Leitende Artikel: Dcr Austritt aus der Nclichonsgemcindc. V. - Eine Audienz dei dein >>errn CSuItiHMiiiniftoi* lh. ftalf. - Tie Errichtung eines Nad'binerseminareo in Pest. -- Ieitungsnachrichteu. Deutsch ta ud: München. Bon». - Oestreich isch ungarische Monarchie: Ans Galizien, Pest. Lemberg. — Frankreich: Paris. — Persien: Vonn. — Rußland: >tiew. -- America:?«bauy. -Feuilleton: Ausflüge nach verschiedenen Slationcn. III. -- Vermischtes. B o n n, -23. Juli. Der Austritt aus der Religionsgemeiude. V. Wir erhalten folgende Zuschrift: Essen, den ,0. Juli ,873. Tic Rümmer 28 der „Allgemeinen Zeitung des Indem lhumeS" brachte ein Referat über die Verhandlungen rer Lehrerconferen;;n Rheda. In demselben wird auf einen Beschluß der Eonserenz in Bonn Bezug genommen, nach welchem mir die Ehre zu Theil geworden war, im Vereine mit Ihnen diejenigen Schrille anzubahnen, die geeignet seien, die Besserstellung der Lehrer herbeizuführen und das jüdische Schulwesen zu fördern. Ta wir seiner Zeit auS den angegebenen Gründen nicht vorgegangen seien, so werden wir nunmehr an unsere Pflicht gemahnt. Zu meinem Bedauern konnte ich dringender Ursachen halber der diesjährigen Eonserenz nicht beiwohnen, sonst würde ich den Eollegcn sofort ans die Mahnung geantwortet haben. Gestatten Sie mir daher, meine Ansichten über diese Angelegenheit hier kurz zu entwickeln, und zwar zum Zwecke der Verössentlichnng durch Ihr geschätztes Organ. Die jüdische Schnlsrage steht in der engsten Beziehung zu der Frage über die künftige Verfassung der jücischenIGemeinden. Wird die Einheit rer Gemeinde nicht erhalten, dann hat auch die Schule den Boden verloren, aus dem sie erstehen nnd sich entwickeln kann. Welches wird aber unter solchen Verhältnisten das Loos des jüdischen Lehrers sein? Tiefe Frage kann jeder Betheiligte sich wohl leicht selbst beantworten. Es muß daher das Streben eines jeden wahrhaften Israeliten und ganz besonders deö Lehrers in der Gemeinde sein, die Hebel anzusetzen, um das Gesetz, welches sich bis jetzt im Allgemeinen für die Gemeindeorgamsation bewährt hat. zu erhalten beziehentlich zu verbessern. 'Welche Zumilthung! Here ich da schon Manchen rufen. Ich weiß sehr wohl, daß nicht in jeder Gemeinde, oder in dem Lehrer eine gesetzgeberische straft liegt; aber die -.Ritte! und Wege sind gegeben, benutzen wir sie nur. Ter Redakteur dieses Blattes hat in mehreren Nummern ein so reiches Material zur Lösung dieser wichtigen Frage herangebracht, daß es wirklich hieße, Wasser in's Meer tragen, wellte man noch ein 'Weiteres thun. Run hat der Vorstand der berliner Shnagogengemeinde die Initiative ergriffen und an säinnuliche- Shnagogengemeinde- Vorstände ein Schreiben erlassen, sich ihm in dem Streben, die Einheit dcr Gemeinden zu erhalten, anznschließen, verschiedene Fragen zur Herbeischassung statistischen Materiales zu beantworten, und sich über ein Elaborat, ras wahrscheinlich sehr bald eintresfen wird, zu äußern. Ob das geschehen ist, wird wohl rer berliner Shuagogengemeindevorstand am Besten misten, und würde Derselbe ganz gewiß wohl daran thun, sich in diesen Blättern darüber auszusprechen. Daraus wird sich dann leick't ergeben, - wohin rer Lehrer seine Thärigkeit zu richten hat- In dem erwähnten Elaborate aber kann unmöglich die Schule

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.