Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 37 (1873)
- Issue
- Heft 30 (22.7.1873)
- Date
- 1873-07-22
- Page
- Seite 493 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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493 Den Bemühungen des Vertheidigers, sowie des Züchters gelang es endlich nach sechsstündiger Verhandlung, und nachdem einundzwanzig Zeugen vernommen worden waren, bezüglich der Ehrenbeleidigungen einen Ausgleich zu Stande zu bringen, während die Angeklagten wegen der zugefügten Mißhandlungen und der boshaften Beschädigung fremden Eigenthumes gemäß den Ausführungen des Vertheidigers Dr. Feßler nichtschuldig erkannt wurden, und als die Parteien den Gerichtssaal verließen, riefen sie sich gegenseitig ein freundliches „Masel-Tow" (Glück auf) zu. Im Maihefte des „CentralblatteS für die gesammte Unterrichtsverwaltung in Preußen" werden statistische Mittheilungen über die vorhandenen Blinden, zunächst aus der Provinz Brandenburg, gegeben, und nach alter Gewohnheit auch nach den Confessionen. Hiernach befinden sich in dieser Provinz 2031 Blinde; darunter 103S evangelische, 53 katholische. 34 jüdische und 0 dissidentische. Bon diesen 34 Juden kommen 25 auf Berlin, während insgesammt in Berlin nur tin 1 Blinde leben, wovon 543 evangelisch und 29 katholisch sind. Hieraus ergiebt sich, daß von jüdischen Blinden so viele in Berlin sind, weil sich daselbst ein Unterkommen für sie findet. Ein statistisches Berhältniß läßt sich daher nicht daraus ziehen. K il z e ('onij t '( (ja fiojt af British Jett s. Vom 1. Septbr. h. ab wird für die hiesige, obengenannte llcfonngemeinde ein theologisch gebildeter, der englischen Sprache colllcommen mächtiger Prediger und Iteligionslehrer gesucht. Hei dem festen Gehalte ron .( oUO Stg. dürfte durch amtliche SebeneinUüufle und Religionsunterricht innerhalb der Gemeinde schon jetzt ein jährliches (i esa mm lein ho in inen von 000—IJOtJ erzielt werden. Meldungen und Zeugnisse werden von dein 1. Aug. h. an die Adresse: Herrn (hartes iiettrtj, 22 hing Street, Manchester (England) erbeten. Der V o r s l a n d. Qic Stelle des ersten Cantors und Hrilfsscbächters in unserer Gemeinde, für welche ein sirirter Gebalt von jährlich 530 Tblrn. unsrer den üblichen Hsebeneinkünften festgestellt ist, ist vacant, und soll des Baldigsten wieder be setzt werden. Bewerber um diese Stelle, welche ihre Befähigung als (5antor und Schächter, sowie ihre musikalischen 5renntnisse ausweisen können, wollen ihre Meldungen mit Beifügung ihrer Zeugnisse bei dem Unterzeichneten baldigst einreichen. Reisekosten werden nicht vergütet. Jnowraclaw, O. Juli 1873. Der Vorstand hiesiger Synagogengemeinde. Hap/t at'f Sc ft (cs itif/cr. Wir suchen zum l. Septbr. d. I. einen Vorbeter, Schäckuer ii. Lehrer twomögl. nnverh >. Gehalt 150 Thlr., etwas Aebcueinkünfle u. freier Wohnung. Bewerber wollen sich baldigst melden. Oer Vorstand der israel. Gemeinde. B. Goldstein, Sanderleben pAnhaln. _ In unserer Gemeinde ist die Stelle eines P " :hrers auf sogleich vacant. Diese soll durch einen . hier, der auch als Vorbeier fungiren l:ann, besetzt Gehalt 400 Thlr. Tür ReflccAunlen mit ahadem. Hildung, die gut. -eilig das Predigeramt versehen liönnen, sind ö(JO Thlr. nonnirl._ eidenb u rg, im Juli tS73. (Per SjjMit/fßffCiiiorsfaHtL i ö c ii. Krankheitshalber musste unser bisheriger Lehrer die hiesige ('iiltiishcamtcnstcilc au riehen; weshalb bei der -hiesigen (Gemeinde die Stelle eines Lehrers, Vorbeters und Schneiders vacant ist mit einem jährlichen (iehalle von 100 Tlilrn. fest, unbestimmt 30—10 Thaler Ncbciieinkünl'te und ausserdem freie Wohnung, Heizung, Mittag- und Ahcmltisrh. licflcetirciidc wollen sieh gefälligst bald an den l’nterzeichnetcn wenden. Wusterhausen a. I)., im Juli 1873. _M. LOWK\STLI\. Zn einer großen Kreisstadt Westrnßlands, an einem Knolenpnnel sämmltlcher europäischen Bahnen (S Stunden von Eydtkuhnen) gelegen, wird bei einer hock'gesteslken jüd. Familie für die volkständlge Erziehung zweier >rnaben im Älter von 12 — 13 Zähren ein akademisch gebildeter Pädagoge jüd. Eousession gesucht. Derselbe muß durchaus gesetzten Alkers ir. außer seiner allgemeinen Bildung auch in d. Wissenschaft des Ztttenthnmü tüchtig bewanden sein. Ssserten unter Angabe der Bedingungen und nähere Mieseren zen werden sul» M. 1. O in v. Eppee. k. Bl. zur Weiterbeförderung erbeten. Mit dem!. (Ddobrr e. iii bei mir die Stelle nirr$ Ijnnslrijnrs, uiflrljrr iifbni den (?lrmriiliirijtfßfjilinMiVif mtrfj ijcbriiifdj gut unter richten kann, mit einem (örljalt von 200 Lhlrn.' bei gaii) freier Station }\\ ürfrljni. Dnurrbrr wollen ihre Zenguilse gell, einscnde». ' S i nt o ii S o nt m e r se l d. Sfrjitlkoiuo. Annonce. Zu der hiesigen Gemeinte wirk ein Vorbeter, der zugleich x-ipr rr'2 fein muß, gesucht. Derselbe muß musikalische .Kenntnisse und die uöthige Fähigkeit besitzen, beim Gollesdieusie einen Ehor zu leiten. Das jährliche Honorar beträgt einhundert Psv. St. oder siebenhundert Thaler , preußischt. Resleclamen werden ersucht, ihre Bewerbung unter Beisüguug ihrer Zeugnisse franco au den llnterzeichueteu zu richren. Beiverber, welche sich persönlich vorstellen, erhalten die Neiseleslen nicht vergütet. .Mr. Joseph Aronson, Präsident. Nr. 2. Queen Street Sunderland (England.)