Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 37 (1873)
- Issue
- Heft 12 (18.3.1873)
- Date
- 1873-03-18
- Page
- Seite 199 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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199_j Vermischtes. Wir haben schon einige Male Gelegenheit gehabt, Beispiele anzuführen, wie wenig bibelfest der Papst Pius IX. ist, und wie seine unfehlbare Heiligkeit sich in Anführung von Bibelversen geirrt, Salomo mit Saul verwechselt hat u. s. w. Andere berühmte katholische Kirchenfürsten scheinen ihm hierin nicht nachzustehen. So hat Herr Dupanloup, der bekannte Bischof von Orleans, jüngst in einer Rede, welche er in der Nationalversammlung hielt, und in der er als das Rettnngsmittel der erschütterten französischen Gesellschaft die Zehngebote erklärte, auch bas Gebot „Liebe Gott mit Deinem ganzen.Herzen, und Deinen Nächsten wie Dich selbst" als eins der Zehngebote angeführt (grand coinmamlement «In Deealogue). Wir haben in Nr. 7 einen gehässigen Artikel aus der Zeitschrift „das Ausland" mitgetheilt. Zur Charakterisirung des Geistes, der in diesem, in wissenschaftlichen Kreisen sonst geachteten Blatte gegenwärtig herrscht, bemerken wir, daß in demselben die Sklaverei in den europäischen Coloniecn vertheidigt wird. Dies ist genug, um auch die Gehässigkeiten gegen die Juden erklärlich zu sinden. Unze Für unsere Svnagogengemeinde suchen wir zum baldmögliehen2lntvitt, bei vollständig freier Station u.Wohnung mit einem festen (behalt von 200 Thlrrr. pro Jahr und dtebeneinkünften, einen unverheLratheten Ctementarlehrer, welcher auch den dkelLgionsunterricht ertheilt, zugleich das Vorlefen der Thora versteht und zeitweise einen deutschen Vortrag zu halten im Stande ist. Zreflectanten belieben sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse franco zu melden bei dem Vorstand der Synag.-Gem. W. Michclsohn jun. Hausberge Ln WestpHalen. Offene Lehrerstelle. In hiesiger (Gemeinde ist die jüdische Elementarlehrerstelle entweder schon vom 1. April oder I. Maie, zu besetzen. Das jährliche Honorar derselben ist 300 Thlr., wie auch freie Wohnung imb Heizung. Unverheirathete, geprüfte jütische Lehrer, die auf diese Stelle rcslectiren, wollen ungesäumt ihre Meldungen nebst Beilegung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten richlcn. Lipine bei Beuthen O/S., im März 1873. A. Goldmann, Kaufmann. Die Canlor-, Schächter-, fleligiouslchreru. r-p'rp bp Stelle mit einem Gehalt von 400 Thlrn. und Amtswohnung ist sofort zu besetzen. Defee tunten belieben sich an den Vorstand zu wenden. Militsch, im März 1873. An der öffentlichen jüdischen Stadtschule zu Märkisch Friedland wird eine Lehrerstelle vacant. Gehalt 250 Thaler, Wohnung und Heizung und 25 Thaler für etwaige Leitung des Shnagogcnchors. Nebeneinnahme für Privatunterricht nicht unbedeutend. Meldungen mit Zeugnissen nimmt der Schulvorstand entgegen. r g e n. CONCORS. Bei der israelitischen Cultusgemeindc zu Pilsen ist die Stelle deS ersten Cantors vacant geworden, und kann dieselbe allenfalls sofort vergeben werden. . Vollkommen nnisikalische Bildung, schöne kräftige.Stiinme, die Fähigkeit den Gesangsumerucht dem Chore als auch den 'Schulkindern theoretisch und praktisch zu ertheilen, sowie auch die eines bewährten s-np sind die ersten Bedingnisse, die gestellt werden. Der Gehalt ist nebst freier Wohnung und den üblichen Emolumenten auf mindestens I «km» sl. ö. W. I'-O anno bestimmt. Bewerber um diese Stelle wollen ihre Gesuche unter Nachweis der Befähigung hierzu: eines stets moralischen Lebenswandels, des Alters rmd Standes beim gefertigten Borstatlde bis längstens 31. März c. einbringen. Neifefpefen aus Anlaß des Probevortrages werden dem Acceptirten vergütet. I. Lvwitl), Cultusvvrsteher. k «» n v ii r 8. In der israelitischen Cultusgemeinde. der Landeshauptstadt Linz a. d. Donau sind zum!. Mai l. I. folgende Stellen zu besetzen, die!. Eines musikalisch gebildeten Cantors, Baal Kore, der befähigt ist einen bereits eiugeübten Chor weiter auszubilden und an der Religionsschule einige Stunden täglich zu unterrichten. Geleit ooo sl. ö. W. jährlich, 200 fl. als Wohrumgspauschale nebst üblichen Emolumenten. 2. Eines geprüften Religionslehrers, der auch aushülfsweise bei Abwesenheit des Gemeindesihächters die Schechita versieht. Derjenige wird bevorzugt, der im Chore milwirken und den Canlor vertreten kann. Gehalt 500 fl. ö. W., freie Wohnung nebst üblichen Emolumenten. Bei vorzüglichen Leistungen wird bei beiden Stellen eine Erhöhung des Gehaltes in Aussicht gestellt. Anmeldungen nebst Zeugnissen sind bis Ende März an den Unterzeichneten Borstand portofrei zu senden. Reisekosten werden dem Gewählten ersetzt. - - Der Vorstand der isr. Ciiltns^cniemdc in Misz lrfahr. M (Hans, Vorsteher, Ein Vorzug!. cmyf /le/igionsl., guter Vorbeter und emd wünscht bei ger. .inspr. sof .fnsfelf. als Lehrer ad. Vullusheamter. Auskunft er/h. 7.einer B.ukwilz, Oppeln.