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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1873-02-04 · Heft 6 (4.2.1873) · p. Seite 95

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
37 (1873)
Issue
Heft 6 (4.2.1873)
Date
1873-02-04
Page
Seite 95 (sequence 13)
Language
German
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tie Pharaonen, welche sie nach achtzigjährigen Kämpfen zur' Heimkehr zwangen, und endlich Theodosins, der fanaiisibe Vernichter der „heidnischen Werke" in Aegypten, mehrere verschonten. Unter ihrer Negierung ward die alte Residenz im östlichen Delta vernachlässigt; als aber 8eti 1. und sein großer Zehn Ramsel!l die beste Kraft ihres Lebens an die Vtiederwerstmg der asiatischen Nachbarn setzten, und sie lange Jahre hindurch so zu sagen mit einem Fuße in Aegypten, mit dem anderen in Syrien standen, da schien eS für den königlichen Feldherrn angezeigt, die altberühmte Stadt in der Nähe des Kriegsschauplatzes wieder zur Residenz zu erwählen, da konnte der weise Venter eines großen Staates nicht umhin, die im Rücken der -auSziehenden Heere zurückbteibenden, ihrer Herkunft nach nichlägyptischen, außerordentlich zahlreichen Gräuzbewohner dadurch von einer Erhebung zurnckznhalten, daß er sich, nnigeben von dem (glanze seiner göttlich verehrten Majestät, zeitweise in ihrer Mitte anfhielt, und so in ihnen das Bewußtsein lebendig erhielt, daß seine Gunst ihr Wohlergehen, seine Ungunst ihr Berderben nach sich ziehe. Ihre schnelle Zunahme mußte den .Kriegsfürsten beunruhigen. Man denke an die BorsichtSmaßregeln, welche Destreich gegen seine Benetianer ergreifen mußte, als eS l SOU Italien den Krieg erklärt hatte. Exod. l, 1<> wird ausdrücklich von der Besorgnis; gesprochen, die Hebräer möchten sich zu den Feinden der Aegvpter schlagen, sie bekriegen und fortziehen auS dem Vande, und Exot. I, 12 heißt eS gar: „es graute den Aegypteru vor den Kindern Israels." Unter selchen Umständen konnte den Pharaonen keine Ueberwachung Gosens streng genug, keine Maßregel gegen seine Bewohner, die sie und ihr Bolk für un rein hielten, und die ihnen „ein Greuel" waren <Gen. Hi, .‘Mi, zu streng erscheinen." lFortsetzung folgt.) % il 3 e CONCÜRS. Die israelit. riiltus^cmciml«* in Sasiz wünscht zum Sommcrsemcstcr I s7die daselbst offene Stelle eines UabKin«>rs, der zugleich sein muß, zu besetzen. Eompelenten um diese Stelle, mit welcher ein jährlicher Gehalt von l «>(><> sl., freie Wohnung, das Erträgnis; für den Religionsunterricht am hiesigen Cviiiun^ium und die üblichen Emolumente verbunden sind, wollen ihre Bewerbung bis längstens 15. Februar l. I. beim gefertigten Vorstände einbriugen. Probevortrag, zu welchem dircete Einladung erfolgt, wird gewünscht, Reisekosteu werden nur dem Aeocutirlrii vergütet. Saaz, 15. Januar IS7.3. Isr. ('ult-ii sgemei n de-Vorst and »Sanz in Kühmen. Die Stelle eines Schochet u. Borbeter soll zum l. März d. I. neu besetzt werden. Fester Gehalt so Thlr. j». a. nebst freier Wohnung, Heizung und Beköstigung. Bewerber wollen ihre beglaubigten BesähigungöZeugnisse dem Unterzeichneten baldigst einsenden. Venzen, im Januar 1873. _ Nathan Meyer. Für die hiesige Synagogengemeinre soll ein Borsäuger gegen einen jährlichen festen Gehalt von (ioo Gulden, wobei außerdem noch anständiges Nebeneintoinnicn, bestellt werden. Dtualisieirle Bewerber wollen sich unter Borlage von Ze»gnisieri an die Unterzeichnete Gemeindebehörde wenden. Han an, den 20. Januar 1 873. Die Synagogen Gemeinde-Aeltesten. Die Cultiisbeaintfiistello in Braunsbcrjr O IV., zu welcher die Städte Franenburg und Heiligenbeil gehören, ist vom 1. Septbr. e. mit einem festen Gehalt von loo Thlrn. und einem ^Nebeneinkonnnen von circa 2on Thlrn. zu besetzen. Neslectirente müssen zugleich Prediger, Neligionslehrer, Borbeter n. Schächter sein und wollen dieselben ihre Zeugnisse franco an den Unterzeichneten einscnden. Braunsberg, den 28. Januar 1873. Der Bor stand der Synagogen-Gememde. I. Guthmann. i g e N. In Dülken, Kreis Kempen, ist die israelitische Lehrernnd EantorsteUe vacant. Mit guten Zeugnissen verschene Nefleetantcn belieben sich franco an den Vorsteher Herrn Simon Harff zu melden. Die bei freier Wohnung und den. Schächtgcbichreu mit 2oo Thlrn. dotirte Schächterstelle ist zu Dstern d. I. in hiesiger (Gemeinde zu besetzen. Unvcrheirathcte Bewerber wellen sich an Unterzeichneten Borsteher wenden. Güstrow in Mecklenburg, d. 23. Januar IS73. Simon Hirsch. Am!. Mai d. I. wird die Stelle eines Eantorb, Schächters, Ncligionslchrcrs, Kora mit llaal Tk«*ia vaeam. Fixirier l^ehalt 150 Thlr. nebst freier Wohnung und Nebeueiuküusleu. Ncsleetireude tvolleu sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst melden. Reisekosten morden nicht erstattet. Goii.zawa «Provinz Posen», .im Januar 1S73. Ter Borstand rer jütischen Gemeinde: I. B.: N. kr»>z)mki. Die Stelle eines Borbeters, Schächters und ReligiouSlehrerS in unserer Gemeinde ist zum Juli <\ neu zu besetzen. Das Einkommen derselben beträgt!.'.<> bis .".«>o Thlr. Snalisieirte Bewerber ersiuben tvir unter Einreichung ihrer Zeugnisse und Mitlheilnng ihres bisherigen Wirkungskreises ihre Bewerbungen portofrei an Unterzeichneten zu richten. Reisekosten werten nicht erstattet. . Züllichan <Ncg.-Bez. Frankfurt a D.', d. o. Jan. 1873. Der Borstand der Synagogen Gemeinde. Bekanntmachung. Tie hiesige Eanter- und Schächterstelle, verbunden mit der Veilung des Religionsunterrichts. wird vom l. Mai d. I. vacant. D.ualifieirle Bewerber wollen sich melden. Jährliches Einkommen 3oo Thlr. nebst freier Wohnung. Reisekosten werden nicht vergütet. Rogowo l>kreis Mogilnoi, im Januar 1873. Der Eorporations-Lorstand.

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