Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 37 (1873)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3224737-3226906-3226908--31317-3254227- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
individuellen Werth allen Bestrebungen rer Ration kräftige I Rahrnug bringt. Dies ist das Glück Deutschlands. Tenn weil in Frankreich Paris Alles ist, Alles in sich anfnimml und verzehrt, hat es eben Orchis außerhalb dieses allgemeinen Gebens: in Paris; Tenlschlands Hauptstadt aber hat nach der gezeichneten! Richtung hin ihre große Bedeutung, die Lücken aber werden durch das eigene Beben der Provinzen und der übrigen Vänrer mit ihren.Mittelpnneteu ansgefüllt, die schwächen ausgeglichen. Lehen wir uns hierüber noch etwas im Einzelnen um. Vermischtes. Ruma lUngarn), im Teeember. Bon hier wird rer „Trau" folgende edle That berichtet: Bor einiger Zeit begab sich eine Deputation der hiesigen israelitischen Gemeinde zum Gutsbesitzer Herrn Grafen Adolf Pejaesevich, und bat um seine einflußreiche Unterstützung zum Bane eines neuen israelitischen Bethauses. Ter Graf empfing die TepiUalion auf's Zuvorkenuuendste, ließ sich gertaueftens über die Verhältnisse der Eultusgemeinde unterrichten, und versprach schließlich feine werkihätige Unterstützung. Und wirtlich gelaugte schon des anderen Tages eine Zuschrift des Grafen an den Eultusvorstane, in welcher mitgetheilt wird, daß Graf Adolf Pejaesevich von einem hiesigen Bewohner ein Haus, am schönsten Platze gelegen, angetanst habe, das er nun der Gemeinde zum Behuse des Tempelbanes schenkte. Ferner versprach der großmülhige Spencer in derselben Zuschrift, den Plan für ras neue Beihans durch seinen Baumeister anfertigen zu lassen, und den Ban auch sollst noch nach Kräften unterstützen zu wollen. Man braucht jetzt nicht besorgt zu sein, daß die Erzeugnisse! des Geistes nicht überall hindringen. Wir erhielten in diesen!Tagen ein Heft einer in Cincinnati erscheinenden MouatS-!schrist „Ter Deutsche Pionnier «Iahrg. -1), Monatsschrift j für Erinnerungen aus dem deutschen Pivllnierleben in den vereinigten Staaten," Detoberheft. In demselben wird über unsere Festrede zur Eröffnung der Hochschule für die Wissenschaft des Iudenthums in der freundlichsten Weise berichtet, und sie als „eine große Geistesarbeit" bezeichnet, auch ein Auszug gegeben und der lebhafteste Wunsch für das Gedeihen der Hochschule ausgesprochen. Ter Redaelenr dieser Zeitschrift ist Herr Karl Rümelin. — Omi den neuen Tempel der israelitischen Bezirksgemeinde Sechsbaus sielen vergangene Woche während eines feierlichen Gottesdienstes durch die Thür zwei Steine. Ter Bubellstreich erzielte glücklicherweise keine andere Wirkung, als daß selbstverständlich durch dieses Ereigniß eine Störung der Andacht herbeigeführl wurde. Tie Urheber des Attentates halten sich rasch genug aus dem Staube gemacht, um llicht niehr entdeckt zu werten. Ondeß ist von dem Borsalle der Polizei Anzeige erstattet worden. Immerhin ist es eine Thalsache, die auch in diesem Blaue verzeichnet werden muß, daß jüngst in Oouisiana ein Neger zum Gouverneur gewählt und vom Präsidenten der vereinigten Staaten bestätigt worden ist. A n z e Lehrer-Gesuch. Bei cer Synagogengemeinde „Euskirchen" wird die Lehrersletle verbunden mit Eanlordienst am l. Januar!>7:i vacanl. T.ualifieirte Beroerber belieben ihre Offerten an den Synagogenvorstand zu richten. Lehrer-Gesuch. Der seit länger» Jahren als Lehrer und Cantor bei hiesiger Synagogengemeinde im Amte gestandene Herr Herrn. Vevy will l. T steril ausscheideu, um seine höhere musikal. Ausbildung am Conferval. in Cölu forrzufetzen. Würdige Nachfolger werden ersucht ihre Bewerbung bei genanntem Herrn Vevy hier oder beim Unterzeichneten bald gefälligst eiuznreichen. Neheim, im November ld72. ___Noa Wolfs, Vorsteher. Die hiesige schon im Mär; d. I. ausgeschriebene Borbereru. <^chächterstelle, die mit einem jährlichen Gesammleinkommen von bouii FreS. verbunden ist und zum Betriebe eines Rebengesebäfts genügendfreie Zeit übrig läßt, wird erst mit dem l. Febr. d. I. vacant. ^.ualisleirte Bewerber wollen sich schleunigst urelden beim Rabbiner Dr. Engelbert. St. Gallen k Schweiz), im Teeember Id72. i g mi. Concours^ Omi der hiesigen Gemeinde Shary Nttchttlim ist die Stelle eines musikalisch gebildetem Cautors, der mir Eher- und T5rgelbegleitnng vorzutragen versteht, sofort zu besetzen. Jährlicher Gehalt 2080 Dollars. Bewerber wollen ihre doennlentirten Gesuche baldmöglichst einsenden an 3k. Sonneberg. 255» East, 10. Straße, 9t e ko - 9) o r k. Am l. Juli 1872 wird in hiesiger Shnagogengemciude die Stelle eines Eautors, Schächters und Religionslehrers vacant. Der Gehalt beträgt 100 Thaler nebst freier Wohnung und den üblichen Schlachtgebühreu. Uualijicine Bewerber, welche auf Erfordern deu Ehorgesang zu leiten im Stande sind, wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse balduiöglichst bei dem Unterzeichneten Borslanve melden, rlteisekesten werden nur dem Engagirten vergütet. Iastrew, reu 2o. Teeember 1872. Der Borstand der Synagogen-Gemeinde.