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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-12-24 · Heft 52 (24.12.1872) · p. Seite 1042

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 52 (24.12.1872)
Date
1872-12-24
Page
Seite 1042 (sequence 20)
Language
German
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.^,^n^prDK^istndevjHi^ritt" chen'Mannesümso^ i / DDiHLüÄe^ die. der viel zu. ftüh Heimgegangene, zurück- Mushat; dürfte,, bei der traurigen.Lügender Dinge, wie .sichnun "einmal befinden, schwerlich so schnell, ausgefüllt werden.' Sein Andenken wird uns für. immer Meue<bleiben. Friede seiner Asche! L. T—g. 8 Stockholm, 9. Deeember. (Privatm.) Die sämmte-hiesige. Presse berichtet über - nachstehendes Ereig- M^LWir^ reseriren nach den beiden Hauptberichten in .^ de^'^oA-. oob IvrNrsZ l'Läuiugar und dem ^ktonklaäet. %• Bie. Maturnätsprüfung zum Abgänge nach der Universität würde' gestern (den 5. d.) am stockholmer Gymnasium Oabgehalten. Zu diesem Examen halten sich acht Privatisten Mngemeldet, von welchen.drei bereits in der schriftlichen, . und zwei -in der mündlichen Prüfung durchfielen. Die Übrigen drei sind die Herren B. und C., sowie Fräulein mÄ oh a n na ' L ew y s o h n, welche die Prüfung bestanden. ^Bon diesen erhielt Fräulein Lewyfohn unbestreitbar, die HDönsten ^Zeugnisse, darunter nicht weniger als^vier „vum Sie ist den 5. December 1854 in Worms ge- - Horen, und beging somit das Abiturientenexamen an dem " Tage, an welchem sie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Sie: hat hie Elementarbildung in der w all insch en Mäd ch ens ch ule und der damit vereinigten - Gymnasiylabiheilung erhalten. Fräulein Lewysohn — Tochter.des ' Rabbiners der hiesigen mosaischen Gemeinde Dr. L. Lewy- , sohn — ist die zweite Dame, die in unserm Lande das ge- ^nannte Examen gemacht, hat;. .man,k-nn sagen die.erst^e, ^EwAche, im gewöhnlichen Schulalter und direct au^einer Lehr- Wmnsialt entlassen, dieses. Examen bestand. Das schöne Resul- ^tat gereicht^ebenso sehr der jungen Dame als der mit Grund ^angesehenen. Lehranstalt, aus welcher sie hervorgegangen Mist^'zür Ehre. Als Sensoren fungirten die Professoren '/Kagberg und Dang aus Upsala, und als Testes der ^Staatsrath (Ekklesiastikminister) Carlson, der Pastor pri- Marius Fallenius, der Professor Lindhagen und der Leetor UCqllerholM. ,77-^Sv weit die genannten Blätter. Referent ^erlaubt sich folgendes hinzuzufügen. Die junge Dame M-Äar die einzige Dame unter den acht Examinanden. Die '■\£>fcjecte der Heiden schriftlichen^und mündlichen Prüfungen Lwüren: Schwedisch, Latein, Deutsch,- Französisch, Englisch^ MDevmetrie, Algebra, Zoologie, Botanik, Physik, Geschichte; ^iDrögraphie.'und.philosophische Propädeutik. Fräu.lein ..^ MWohn erhielt für Deutsch das höchste Zeugniß .v „Lau- M.SÜtur," für Französisch, Englisch, Geschichte, und MG'e o g r a p hi e: „6um I-anäe", und für die anderen Gegenstände: „^.pxrobatur." Sie ist als Jüdin .die ^Krste, welche in Schweden, wo überhaupt erst zwei Damen £ hem Universitätsstudium sich gewidmet haben, dieses Examen 'gemacht., hat. -_ Wirthshäuser, der sich in der ganzen Gegend deS besten RüfeS erfreute. Eines Abends kack ein Bauer und/bat um Nachtquartier. Er behauptete, von seiner Herrschaft mit einer großen Summe- Geldes in die Stadt geschickt worden' zu sein, und fürchten daher weiterzu reisen , da die Gegend nicht ganz sicher sei; der Wirthshäuser schlug' indeß die - Bitte des Bauern ab, und meinte, daß eS Nicht räthlich sei, mit einer großen Geldsumme im Wirthshause' zu übernachten. Der Bauer wußte sich keinen Rath -und ging zum Ortspfarrer, um dort sich eine ' Nachtherberge zu verschaffen , was ihm auch ' gelang. Am nächsten Morgen fand, man indeß den Bauer tobt und beraubt vor dem Wirthshäuser Der Verdacht fiel natürlich'-auf den Wirthshäuser, welcher auch alsogleich behördlich eingezogen wurde» Doch der Hüter Jsrciels schlief nichts und so erschien gar bald der Reiter des armen'Juden in der Person eines verwahrlosten Menschen;- der sich im . Dorfe herumtrieb und von - kleinen Diebstählen kümmerlich - ernährte; dieser behauptete', daß der Wirthshäuser! ganz -' unschuldig sei, da er durch - das' Fenster des Geistlichen sah, wie dieser heilige Mann mit einem Messer, den schlafenden Bauern ermordetes und dann 'den Leichnam, vor die Thüre des Wirthshäusers trug. -Man untersuchte die Wohnung des Geistlichen und. fand dort eine Hutgefärbte Reverend«, .und,Merhau^tEGnzeichen,' .die, , den Mörder verriethen. Der Jude sollbereits, in Freiheit sein, und der Pfarrer in Ujhely seine Strafe erwarten. - - , Statistik der Juden im Königreich Polen offieieller Quelle. Ende 1871 waren Juden in Warschau Warschau Lublin Kalisch - Petrikau Schedletz Radom Kielee Plotzk LoMa Suwalki' Summa Männer Frauen Zusammen-, 39,972 46,713 86,685 37,758 39,523 ' 77,381. - 46,385 48,580 ' 94,965 30,250 34,875 65,125 38,180 ' 41,507 79,687 37,464 40,318 . 77,782 35,570 38,534 - - 74,104 s 25,234 26,427 ' 51,661;fT 23,254 25,254 '48,506 34,604 36;684 ' 71,288 r'iJl 42,977 44,862- - 87,839 391,648 < 423,225 814,923. Perlag. von Baunigärtner's Buchhandlung in Leipzig: — Druck von I. B.Dirschfeld. Verantwortlicher. Redacteur vr. H. Lohe. '•

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