Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 52 (24.12.1872)
- Date
- 1872-12-24
- Page
- Seite 1029 (sequence 7)
- Language
- German
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Gleichberechtigung einzirtreten" einzuschieben, fM lmit 29 gegen 14 Stimmen.- Ebenso findet! sein Antrag ,,mit Ausschluß! aller religiösen-Parteisragen" vorzuschicken, nur 19 Stimmen dafür; und )29 dagegen. Ad 4. Den Namen betreffend, ob „Bund deutscher Äsraeliten" (Mäkower), „JsraelitenLund in Deutschland" :(Kristeller), oder „Israelitische Alliance in Deutschland" (Rechtsanwalt! Meyer und vr. Neumann), ob.„Juden" im Tenor des Statutes mit „Israeliten" abwechseln soll oder nicht, entspinnt sich eine längere hitzige. Debatte. Professor Stein thal hält „Israelitische Alliance in DAitschlcmd". für falsches Deutsch und schlägt vor: „Alliance deutscher Äsraeliten." Lehmann tritt für „Bund" ein, Kohn er dagegen, weil zu leichteine Verwechselung mit dem „Gemeindebunde^ eintreten könne. Kr i stell e r zieht darauf seinen Antrag zurück, und Makower schlägt neuerdings vor „Der Bund deutscher Israeliten (Alliance uni verseile)", worauf Meyer auf seiue.-Faffung verzichtet, die aber Dr. Neumann und Lachmann (Berlin) wieder aufnehmen. Endlich schlägt Di. Rahmer: „Die allgemeine israelitische Alliance, deutsche Abtheilung" vor. Bei der Abstimmung -siegt Reumann mit 27 Stimmen, und es lautet der Titel demnach: „Die israelitische Alliance' in Deutsch-- land". Darauf wird auch der meyer-kohnersche Antrag, es dem Redactionsbureau des Statutes zu überlassenwo im Tenor „Juden" und „Israeliten" zu setzen sei/ angenommen. Schluß um i/42 Uhr, nachdem zuvor eine Commission beauftragt ist, für die Abendfitzung 'die Fassung der weiteren Paragraphen vorzubereiten. IV. A beudsi-tzung, eröffnet um 1/26 Uhr. f 3. Die>Mitgliederzahl des Centralausschusses wird -auf zwölf fixirt; - von denen acht in B er lin ansässig -sein sollen. Der Antrag auf Diäten für die Mitglieder-des Centralausfchuffes wird dem ersten Centralausschuffe zur Erledigung überlaffem § 4. k Seine Fassung lautet in der zuletzt angenommenen -Gestalt: 1) Der CentralauSschuß erledigt durch - Mehrheitsbeschlüsse 'allsuBundVSangelegdnheiten, welche -nicht der Generalversammlung -Vorbehalten werden', und verfügt über die Vereinsmittel zu Bundeszweckem 2) Dem Centralausschuß liegt es ob, alle Maßregeln zu treffen, welche geeignet sind, ein gtzdeihlicheS Zusammenwirken mit der Alliance israälite universelle überhaupt zu sichern; insbesondere hat er diejenigen Vereinbarungen mit dem Centralvorstande in Paris zu treffen, welche zur Erhaltung und Weiterentwicklung > ihrer bestehenden Institute nothwendig sind. Absatz 2) ist ein Zusatz des Dr. Neumann, über den sich' vorher eine lebhafte Discusston erhebt. Meyer (Berlin), Kristeller und Rector Horwitz (Berlin) sind dagegen. Nachher, nachdem Dr. Neumann die ursprünglich noch dazu gehörigen Worte „sowie zur Unterstützung derjenigen Institute, die sie für die Folge noch begründen wird" selber gestrichen hat, wird der Zusatz in der obigen Fassung angenommen. § 5 erhält folgende Gestalt: - In jedem Orte oder Kreise, wo wenigstens 50 Mitglieder sind, bildet sich ein Zweigverein. Die Zweigvereine in einer Provinz können sich zu Provincialvereinen ausbilden, die zum Centralvereine ein vermittelndes Organ bilden. Jeder Verein entsendet einen Delegirten zur Generalversammlung, für jedes volle oder angebrochene Hundert seiner Mitglieder je einen weiteren. - ' § 6.' Die Delegirtenversawstilüng wählt den Centralausschuß und bestimmt selbstständig Ort und Zeit ihrer nächsten Zusammenkunft. Dazu § 7: eine trattsitörrfche Bestimmung, 'dahin lautend, daß die' gegenwärtige Versammlung einen Ausschuß von zwölf Mitgliedern mit absolutem Cooptationsrecht wählt, um das Statut im Einzelnen auszuarbeiten, und einer möglichst bald zu berufenden Delegirtenversammlung vorzulegen, sowie unterdessen möglichst wirksame Propaganda für die neue israelitische Alliance in Deutschland zu machen. . Der Sitzdes Ausschusses ist in Berlin. Die'Commission schlägt für den Ausschuß vor:? Profeffor Lazarus, Sanitätsrath Dr.' Neumann, Sa^ nilätsrath Dr. Kristeller , M. Gottschalk Levy , Rechtsanwalt Meyer, Stadtrath Burchhardt (alle aus Berlin), Director Bärwald in Frankfurt, Dr.' Schwarz in Cöln, Dr, Bamberger in Kömtzsbetg, Dr/ Meyer in Haniiö'ver^ Dr. Philippsott in Bonü nnv° Dr.LandsbeEgin Liegnitz.