Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1872)
- Date
- 1872-12-17
- Page
- Seite 1010 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Indolenz, die sich" äüft religiösem Gebiete täglich breiter macht, in's Auge faßt — also von einer eigentlichen Thätigkeit auf diesem Gebiete Kum gesprochen werden kann? \ zum Guten an, daß die Indolenz I nur eine, scheinbare. ist, und es nur des belebenden Funkens bedarf, um die nothwendige Thätigkeit wach ' zu rufen, und dieser Funken, er wird nicht ausbleiben. Seit meinem, letzten Berichte - hat sich durch den Tod I des yerdienten Steinhardt in Hildburghausen, und das Zurückziehen vom Lehrerberuf (aus Gesundheitsrücksichten) des auch in weiteren Kreisen bekannten Ehrlich | in Berkach, der schon erwähnte Lehrermangel noch verschlimmert, und es ist abzuwarten, wie man demselben! abhelfen wird. Eine Conferenz der Lehrer des Landes unter Vorsitz des.Landrabbiners behufs Einführung eines neuen Religionsbuches hat noch kein Resultat j ergeben, doch steht ein.solches in Aussicht. In der Stadt Meiningen ist ein israelitischer! Wantz^runterstützungsverein in's Leben gerufen worden, -und? entfaltet segensreiche Thätigkeit. . Der Anschluß an , den Gemeindebund gehört zu den Wahr- | scheinlichkeiten. . Ein neuer Friedhof , der .das Unangenehme, die Leichen eine halbe Stunde weit nach Dreißigacker zu bestatten, beseitigt, ist fertig, und kann bei eintretendem Sterbefall jeden Tag in Benutzung genommen werden. Daß bei der Anlage des Friedhofs, noch starker Aber-- glaube unter den hiesigen Israeliten zu Tage gekommen, ist , und in welcher Weise, davon vielleicht ein | anderes Mal. Potsdam, 3. Dec. (Privatm.) . Herr vr. Martin Schönfließ , seit vier Jahren an der königlichen Provincialgewerbeschule Hierselbst provisorisch beschäftigt, ist nunmehr definitiv zum ordentlichen Lehrer an dieser Anstalt angestellt und in seiner Eigenschaft als mittelbarer Staatsbeamter vereidigt worden. .-. Äußer dieser Anstalt ist es nur noch die königliche Provincialgewerbeschule in Königsberg in Preußen, an welcher ein Israelit als ordentlicher Lehrer fungirt, und zwar Herr vn. Saalschütz, Sohn des verewigten dortigen Rabbiners, Professors Dr. Saalschütz. Straßburg, 1. December. Auch hier, hat sich unter dem Vorsitze des Oberpräsidenten von Möller;i ■ ein - Eomits zur UnterstüWng -.her-durchMeWrWe Sturmfluth Hart-LetroffenenMewohnerMr Mstseeküste? gebildete. Zu' den Mitgliedern desselben gehört auch der Großrabbiner A. Aron, und zwar, steht er nach der alphabetarischen Ordnung, an der. .ersten Melle." Katholische Geistliche sind- . dem. Comits nicht beigetreten: Auf demGebiete der Wohlthätigkeit.findet am Füglichsten - die. Begegnung sonstnicht - zusammenstimmetzder Elemente statt.; Uebrigens. müssen? sich die jüdischen Geistlichen in Elsaß - Lothringen gerade nach dem französischen Gesetze jetzt als deutsche . Staatsbeamte betrachten, da. sie vom Staate besoldet und in ihren Rechten und Pflichten erhalten werden. — Amtlich wird veröffentlicht: Se. Majestät der Kaise.r haben die. von den Wählern der israelitischen; Eon-i sistorialbezirke in Elsaß'Lothringen vollzogenen Brgänzungs- und Ersatzwahlen der weltlichen Mitglieder, der- Consistorien, und zwar: a) im Bezirke Unterelsaß: die Wahl von Leo Blum.-Anscher und Iakob<Weilt zu Straßburg, und von Adolf Ruef zu B.ischweilep, zu weltlichen Mitgliedern' des israelitischen Consistoriums zu Straßburg; b) iui Bezirke Oberelsaß: die Wahl von Markus Bau mann,. Heinrich Wahl und Bo n j a min B l o ch zu Kolmar, -von Laz a r u A Lantz und Cornelius. Bernheim zu Mülhausen, zu.weltlichen. Mitgliedern des israeWschen Consistori-! ums. zu Kolmar; e) im Bezirke Lothringen: .die Wahl des Notars Salomon I gnace, des.Banqur Isaak Mayer und des Kaufmanns Meyer SimonKahen zu Metz, des Banquiers Leo Gruwbach zu Saargemünd, und des Kaufmanns Ferdinand Wimp h e n zu Diedenhofen, zu weltlichen- Mitgliedern des israelitischen Consistoriums zu Metz zu bestätigen geruht. Aachen, 2. Dec. (Privatmitth.) Am Freitag den 22. und Samstag den 23. dieses feierte unsere Gemeinde das ebenso seltene Fest des 25-jährigen Jubi< läums ihres Chordirigenten, Tuchfabricavten, Htzrrn D. N. M a r x, welcher das große Verdienst hat,; durch sein rastloses, mit vielen Opfern verbundenes Streben, hauptsächlich zur Verherrlichung unseres schönen und weihevollen Gottesdienstes, beigetragen;zu haben,t \ Gegen 8y2 Uhr hatte sich der Vorstand und das Repräsentantencollegium in corpore im Hause des Jubilars eingefunden, ebenso war der Chor in voller Anzahl erschienen; auch waren Verwandte und AreundA