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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-12-03 · Heft 49 (3.12.1872) · p. Seite 975

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 49 (3.12.1872)
Date
1872-12-03
Page
Seite 975 (sequence 13)
Language
German
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Ortes nnd der 'Perfo»«."'Aus'.den^letzten Tagen Folgende. Ein christliches' Ehepaar ist zum Judenthume Mt Beobachtung aller rituellen Formen übergettetey und will nüst, auf die dßsfastsigen gesetzlichen BestMmungen gestützt, ihre dreinnd.einjährigen Kinder im Iudenchume erziehen. Der Civilstandsrichter weigert sich aber die Aufnahme der Kinder in das jüdische Civilstandsregister protokollarisch einzutragen, und die Mohelim wollen, bevor dies nicht geschehen ist, die Beschneidung an dem Knaben nicht vornehmen. Wir konnten nur rathen, eine desfallsige 'Beschwerde über den gedachten -Richter im Jnstanzenzpge bei dem Kreisgerichte, dem Appellgerichte und dem Justizministerium zu erheben. — In einer Aeinen Gemeinde/ die durch einen Shnagogenbau und den Wegzug vermögender Mitglieder sehr belastet ist, weigert sich ein jüdischer Arzt zu den Gemeindelasten beizusteuerm weil?x aus dem Judenthume ausgetreten und zu der freireligiösen Gemeinde übergegangen sei. Nach unsrer Meinung hatte die Gemeinde zu constatiren, .ob Md MM der Betreffende diese Erklärung vor dem zuständigen Gerichte abgegeben habe. Denn seine Steuerpflicht gegen die jüdische Gemeinde währt so lange, bis Dies wirklich geschehen, und nicht blos unbegründete Äeußerung ist. A » z e i g e «. A « n o n i *.! Zum 2. April 1873 soll an unserer Gemeinde die Stelle des Cantors, welche zugleich mit den Functionen des Schächters und zweiten Lehrers verbunden iß, an-- derweil besetzt werden. Der fixe Gehalt beträgt 350 Thlr. p. a. excl. bedeutende Nebeneinkünfte aus der Schechita rc. Reisekosten werden vergütet. Wjr fordern gualificirte Bewerber auf, ihre Zeugniffe unter Mittheilung des bisherigen Wirkungskreises bis' spätestens Ende December y. an uns franco einzusenden. - Vorstand der Syrragogengemeinde in tzavenbrrrg in Pommern. Die zweite Lehrerstelle an der hiesigen jüdischen Schule mit einem Gehalte von 241 Thlrn. ist vacgnt, Birnbaum, im November 1872. Der Schulvorstand. Zur Besetzung der Lehrerstelle bei der Gemeinde Burgdorf' bei Hannover wollen sich nur Unverheirathete melden. Der Vorstand L. Meyer. Die ^Stelle eines 'Lehrers, und, Caytors btt der hiesigen Gemeinde wich zu Ostern vacant. Qualificirte Bewerber werden hiermit ersucht, sich bei dem Unterzeichneten Vorstande zu melden und die Zeugniste über ihre seitherige Wirksamkeit beizufügen. Gehalt 300 Thaler pro Jahr und freie Wohnung. Gelegenheit zu Nebenverdiensten mit Ertheilung von Extrastundenbietet sich dar. Haltern, ben 20. Nov. 1872. Der Vorstand der israelil. SynagogengeMMde A. Weyl. Zum 28. April k. I. ist die Stelle eines ReligionslehrerS, Borbeters und.Dchächters mit einem Einkommen von 150 bis 160 Thlrn. nebst freier Wohnung, Aufwartung, freiem Mittag- und Abendtisch, sowie der Ein? nähme der Schächtgebühren, die zwischen 50—60 Thlrn. vgriiren, in hiesiger Gemeinde vacant. . Unverheirathete Bewerber, die einen Chorgottesdienst leiten können, wollen unter Einsendung ihrer Zeugniffe sich baldigst, wendenan den Vorstand. Malchow in Mecklbg,--Schwerin, d. 20. Nov. 1872. Lehrer-Gesuch. Der seit längeren Jahren als Lehrer u. Cantor bei hiesiger Synagogengemeinde im > Amte gestandene Herr Herm. Levy will k. Ostern ausscheiden, um seine höhere müsikal. Ausbildung am Conservat. in'Eöln sprtzusitzen. Wüchige Nachfolger werden ersucht ihre Bewerbung bei genanntem Herrn Levy hier oder beim Unterzeichneten bald gefälligst einzureichen. Neheim, im November 1872. ._Noa Wolff, Vorsteher. Die -vacant gewordene Rabbinatsstelle hiesiger Gemeinde soll wieder besetzt werden und ist dafür ein jährlicher fixer Gehalt von 1000 Thlrn. außer den gewöhnlichen Nebenemolumenten bestimmt worden. Bewerber, die ihre Befähigung im talmudischen und rituellen Fache durch Zeugniffe von großen Autoritäten, sowie ihre akademische Ausbildung nachzuweisen im Stande sind, wollen die betreffenden Zeugniffe dem Unterzeichneten Vorstande einsenden und convenirenden Falls die Einladung zur persönlichen Vorstellung behufs Vernehmung des rhetorischen Talents derselben gewärtigen. Juowraelaw, 14. November 1872. Der Vorstand hiesiger Synagvgengemeinde: . . Itaphael Schlesinger. Ein roulinirter Reisender für unsere Eisen-, Messing - u. Lampenwaarenfabrik gesucht. Offerten nebst' Zeugnissen in Abschrift bitten gefälligst franco einzusenden. Gebe. Wolff _ in Neheim a. d. Ruhr. Für mein Wollu. Productengeschäft suche ich zum baldmöglichsten Antritt einen den Einkauf kennenden jungen Mann. B. Bernhard, Goldberg i/Mecklvg.

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