Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 40 (1.10.1872)
- Date
- 1872-10-01
- Page
- Seite 795 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Dr. Carl Feust, Regierungsadvocat und Ritter des Verdienstordens vom h. Michael erster Classe, - verstarb im 74. Lebensjahre. Derselbe , einer der ersten jüdischen Rechtsanwälte in Baiern, war wegen seiner eminenten Kenntnisse und der Makellosigkeit und Größe seines Charakters eine auch in weiteren Kreisen hochgeschätzte Persönlichkeit. Ein Beweis, in welchem hohen Ansehen der Verblichene in allen Kreisen hiesiger Bevölkerung stand, war die zahlreiche Betheiligung an seinem Leichenbegängnisse, dem auch die Spitzen der. städtischen und königlichen Behörden in Amtstracht beiwohnten. In der'von Herrn Dr. Neubürger, dem Substituten des Herrn Rabbiners Dr. Löwh, gehalte. neu Leichenrede wurden gleichfalls die Verdienste des Dahingeschiedenen genugsam gewürdigt, und so viel mir aus zuverlässiger Quelle bekannt ist, wird ein ausführlicher Nekrolog Feust's demnächst erscheinen. Von den zur Vertheilung gelangenden Kriegsdenkmünzen für Civilpersonen. kamen drei an den Zweighülssverein in Erlangen, darunter eine an Universitätsprofessor Dr. Herz, welche wegen seines inzwischen erfolgten Ablebens an dessen Erben ausgehändigt wird. 1 n j c i gen. Ein Canior, zugleich Schächter, Religionslehrer und Vorleser aus der Thora, wird bei 350 Thlrn. jährlichem Gehalt, freier Amtswohnung nebst daran grenzendem großen Garten (Werth 50 Thaler) und dem üblichen Nebeneinkommen per 1. Januar 1873 bei unsrer Synagogengemeinde anzustellen gesucht. Bevorzugt wird ein guter ■jTn» Reisekosten werden nur dem Gewählten vergütet. Hierauf reflectirende Bewerber wollen sich franco, unter Einreichung ihrer Zeugnisie im Original, bei dem Unterzeichneten Vorstand melden. Carlsruh O/S., im September 1872. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die Stelle eines musikalisch gebilveten Vvrbeters in hiesiger Gemeinde soll demnächst besetzt werden. Jahresgehalt beträgt vorerst 600 fl. Bewerber, die zur Schächterfunction qualificirt sind, erhalten den Vorzug. Gesuche mit Zeugnisien belegt sind an den Unterzeichneten Vorstand einzureichen. Ludwigshafen am Rhein, d. 6. Sept. 1872. S. Kuhn. ~~ Commis-Gesuch. " Für mein Tuchu. Manufaeturwaaren-Geschäst suche per 1. December einen Commis. I. Frankenheim in Nordhausen. Annonce. Zur Besetzung der Cantoru. Religionslehrerstelle werden gefällige Anträge franco erbeten. Der Vorstand der Synägogen-Gemeinde Wetzlar. _ Heinrich Heertz._• Die hiesige Religionslehrerstelle und das Cantoramt ist vacant und soll mit dem 1. März k. I. besetzt werden. Bewerber wollen sich gefälligst bei dem Unterzeichneten melden. Westerburg, 20. Septbr. 1872. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. In der Synagogengemeinde Schlawe in Pommern ist die erste Cantor-, Lehreru. Predigerstelle vacant, und soll dieselbe bis spätestens den 1. April 1873 besetzt werden. Gehalt 400 Thlr. nebst freier Wohnung u. Nebeneinkünften. Qualificirte Bewerber, die auch im Behinderungsfalle den Schochet vertreten können, wollen ihre Zeugnisse bis zum 1. Januar 1873 einsenden. Reisegelder werden nicht vergütet. __Der Vorstand Hirschfeld. Lehrer-Baeanz. Wegen eingetretener Kränklichkeit unseres jetzigen Lehrers wird am 1. Novbr. die Lehrer- und Cantorstelle an der hiesigen Gemeinde vacant, und wollen sich darauf Reflectirende unter Einsendung ihrer Zeugnisse beim Unterzeichneten Vorstand baldigst melden. Gehalt 400 Thaler bei freier Wohnung u. Heizung. Der Eintritt kann event. auch später erfolgen. Duisburg, 15. Septbr. 1872. S. M. Cohen, Vorsteher. Unterzeichneter sucht bis Ende Oktober a. c. einen ledigen israel. Schulverweser zur Ertheilung des Religions- und Elementarunterrichts anzustellen. Der fixe Gehalt ist 425 fl. Die Gemeinde zählt 40 Familien und ist daher zu Nebenverdiensten viel Gelegenheit geboten. Bewerber wollen sich unter Anlage legaler Zeugnisse über Befähigung u. Leumund an den Unterzeichneten in frankirten Anmeldungen wenden. Sulzbürg bei Neumarkt in der Oberpfalz, d. 15. September 1873. Dr M. Löwenmayer, Rabbiner. Ein jüdischer Theologe Breslau's E wünscht zum bevorstehenden Semester zwei Knaben 8 in Pension zu nehmen. Für Unterstützung in Gym- 8 nasialgegenständen wie für Unterricht im Hebräischen 8 wird bestens gesorgt. Gute Kost u. Pflege selbst- 8 verständlich. Forderungen sehr mäßig. Offerten 8ud 8 vr. Gotthoid befördert die Annoneen-Expedition 8 von Rudolf4 Mosse in Breslau, 8