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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-09-17 · Heft 38 (17.9.1872) · p. Seite 754

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 38 (17.9.1872)
Date
1872-09-17
Page
Seite 754 (sequence 12)
Language
German
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einigen Monaten Mm Stcwtrach gewählt worden, während H. Hermann Warschauer bereits seit zwei Jäyrest als Vorsteher der hier beftehenderr israelitischen Negierungsekementarschulefüngrrt, die sich eines blühenden ZNstandes erfreut. i« August. Von hierwird der „P. Ztg" geschrieben: Einen eclatanten Beweis von der brutalen Nichtachtung, mit der nichtorthodoxe Bekenntnis^ in Rußland behandelt werden, liefert die Thatsache, hast auf Anordnung der Schulbehörde in Likthauffch- Brest die das dortige Gymnasium' besuchenden Schüler mosaischer Religion mit aller Strenge angehalten werden, an den Sonn - und orthodoxen Feiertagen nicht Mos dem orthodoxen Gottesdienst beizuwohnen, sondern auch alle mit demselben verbundenen Ceremonien, wie Kteuzfchlagen, Kniebeugungen u. s. w. mit zu machen. Die betreffenden, über'diesen Gewiffenszwang tief empörten Aeliern haben sich mit einer Beschwerde an die Schulbehörde gewendet, aber den kategorischen Bescheid erhalten, daß,, so lange ihre Söhne dasGhmnasium besuchen, sie durch die Schulordnung ebenso wie alle übrigen Schüler verpflichtet seien, dem orthodoxen Gottesdienste beizuwohnen, da die Regierung nur eine und zwar die orthodoxe Religiön'als die' währe anerkenne. Es bleibt daher dm jüdischen AMern nichts anderes übrig, als ihre Kinder aus dem' Gymnasium, zu entnehmen und in eine jüdische Lehranstalt, zu schickem Am er i t a. CWago, im Mi. iP-ivattnitth.) vr. Chronik' hat Amerika verlassen und ist nach Deutschland zurückgekehrt. In einem Abschievsschteiben des Rabbiners" vr Samuel Hirsch in PhilaveWka an Vr. Chronik kommen folgende charakteristische Worte vor:. „Daß, wir eitlen gesmnnngstüchtigen Collegen weniger ', in diesem Lande des Humbugs, wo also Gesinnungst^chtigkeiL so. noth thüt, Wen sollten, hdt mich tief' geschmerzt... Ä'n Most ist es' indeß, daß Sie gern und mit Sehnsucht/nach dem schönen Bdrlln'zurückkehren. Dort wird"für We „Zeichen der Zeit"' der. rechte. Boden, stitt, wählend hier ich Ihnen voraussagte, daß die ZW 'die solche- Leistungen zu würdigen wisstn,noch zsttteist'MWr Mt der idealistischen! Akschcwvüüin.dihfÄ^ö^otMk/Ätz diö'ÄpMMW Staatsforur schon Msolche eMMNÄete für alle moralischem und fociälen Uebel sei, der wirdhier' geheilt düs Land verlassen. Zum Glücke hatte ich' mir' solche- Einbildungen nie gemacht Es'ist Nicht blos das Alter, das' mich geduldigergemacht hat. Ich sage' mir immer, wenn das grüne Hotz so istwenn die Ftihrer und Leiter' zu so vielen Klagen, die' Man' im Stillerrtragewmuß, Veranlassung geben', was kann mau vom Volke anders' erwarten?" Portlanb (Otegorc), 1'. August (PrivatMittheil.) Wer die Zustände bei unsren Glaubensgenossen in den verschiedensten^ Ländern' wirklich kennt, dem Mußes-' ein Lächeln abgewinnew, wenn mau von Nichtjudert' so oft über die Einigkeit' und über das gegenseitige Verfländniß sprechen hört, welche unter den Juden' herrschen und ihnen so viele Bortheile bringen sollen. Das gerade Gbgentheik erfährt man leider in den meisten Fällen-. Hier z. B. , wo nur gegen 500jüdische Familien wohnen, habeu wirzwei' Synagogenuttd zwei- Friedhöst Diese Trennungberuht hcmptisächlich auf dem leidenschaftlichen Hasse, den die bayrischen und die polnisch-russischen' Juden — natürlich in der niedrigem Schicht —- gegenseitig hegen- Die' Zeiten sind hier jetzt' schlechtaber während der Sinnffür Religiosität immer mehr abnimmt, steigt der Hang' nach Luxus!. Dies ist Ursache, daß' wenige'Ehen geschlossen' werden-, obschon hrirathsfühige junge Leute geMg vorhanden sind. N a. ch-t N-« p Agrams 2w AuK Kroatischer- Lamdt-agi Pust verliest eine mit zahlreichen: Zivios ansgenommeneRe-' ffolution-ibetreffenddie Gleichstellung der Juden.-. Der Landtag, — heißt es. darin- - habe sich wohl dieses -unterdrückten Stammes.angenommen und die Regierung aufgefvrdert, das' Gesetz' über' dst Gleichstellung der Judeneinzubringen , allein die Regierung bleibe damit zurück-:, das: dürft: amm; nicht zugeben: Me Juden gehenmit.-der Nation und zeigen ihre Opferwilligkeit für. das'LaM) — wir dürfen diesen intelligenten Theil der Bevölkerung nicht, noch länger unter den MrürthMen'W MtteläÜers" schdtaWn'lassen. Pust' schließt nun seine'MsblütioN' mit dtzmÄnttäge, Vas Haus mlle beschließen/ eK werdedie Regierungauf-- gefordert, das- Gesetz-über die-Gleichstellungder Js- - raeliten. demnächst, vorzulegen , damit es gleich in-der nächsten Session in Angriff,.genommen werden könne. Der Antrag wird' angenommene f

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