Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 37 (10.9.1872)
- Date
- 1872-09-10
- Page
- Seite 734 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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zu -Tage, als daß .wir -noch nöthig hätten, mit vielem Worten auf den unberechenbaren Nachtheil' hinzuweisen, der den Interessen des Staates aus jener erwächst. Die Auswanderung aus unseren Provinzen nimmt von Jahr zu Jahr immer größere Dimensionen an. Wie viele Menschen werden also dadurch nicht dem Staate entzogen, die derselbe zu seinem eigenen Vortheile bedeutend besser verwerthen könnte, wenn er ihnen nur eine freiere Bewegung und freie Thätigkeit einräumen wollte. Und dann erweisen sich alljährlich unsere übervölkerten und verarmten Provinzen gerade; als Herd der gefährlichsten verheerendsten Krankheiten, die das bereits vorhandene Elend nur immer noch vergrößern und unheilbarer machen. Hoffen wir, daß unsere Regierung, die sich ja stets über allen Vorurteilen erhaben und von den besten Absichten gegen unsere specifischen Interessen erfüllt gezeigt hat, den ihrer wohlwollenden Fürsorge dringend -bedürftigen Verhältnissen unserer Provinzen baldigst ihre ernsteste Aufmerksamkeit zuwenden werde. U a ch t r a g. Pest, 30. August. (Privatmitth.) Für die Leser dieser Zeitung dürfte die Notiz von Interesse sein, daß einer der Berichterstatter bei dem in Petersburg gegenwärtig tagenden internationalen statistischen Congreß, Herr Joseph Köröfi, der Director des hiesigen statistischen Bureaus, ein Jude ist und zwar ein Neffe des hier allgemein verehrten Herrn Di-. Heinrich Pollak. Anzeigen. In der hiesigen Synagogengemeinde soll ein Religivns- und Elementarlehrer, der zugleich als Borbeter fungirt, sofort oder auch spater angestellt werden. Gehalt 200 bis 250 Thlr. nebst freier möblirter Wohnung und Heizung, sowie sonstigen Nebeneinkünften. Reflectirende wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Böfingftld bei Detmold. __ M. Frankenstein. Die hiesige Lehrer-, Cantoru. Schächterstelle ist sogleich zu besetzen. Einkommen 25 Thlr. Delitzsch, d. 28. August 1872. Der Vorstand der Synaäogen-Gemeinde. ,> In unserer Gemeinde. ist zu •pwin 'nS die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters, Schächters rc: zu besetzen; fixer Äahresgehalt 120 Thlr. Preuß. Crt' nebst der sogenannten Schechita, freie gut möblirte Wohnung, Heizung, Mittag- und Abendtisch. Hierauf Reflectirende wollen ihre desfallsigen Zeugnisse portofrei an uns einsenden. Plan in Mecklbrg., den 1. September 1872. Die Vorsteher der hiesigen israelitischen Gemeinde. N. Elkan. I. 2l. Cohn. H. Hirsch. An unsrer Gemeinde ist die Stelle eines geprüften Religionslehrers sogleich zu besetzen, Gehalt 2OO Thlr. außer Rebeneinkommen für Privatstunden. Bewerber bitten wir ihre Offerten schleunigst an uns zu richten. Mewe, den 1. September 1872. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Durch Berufung unseres Cantors Herrn Weinberg an die Synagoge zu Düsseldorf wird die Stelle des Vorbeters u. Religionslehrers bei hiesiger Gemeinde demnächst erledigt und soll wenn möglich zu Ende des Monats September anderweitig besetzt werden. Bewerber belieben sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse zu melden. Solingen, 29. August 1872. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Am 1. Januar 1873 wird in hiesiger Synagogen- Gemeinde die Stelle eines Cultusbeamten, welcher wniw und i-m, so wie auch Religionslehrer, der auch gottesdienstliche Vorträge zu hallen im Stande ist, vacant. Bewerber mittleren Mannesalters, welche die zeitgemäße Leistungsfähigkeit zur Ausübung dieser Functionen besitzen, wollen sich gefälligst bei dem hiesigen Vorstande schriftlich melden. Jahresgehalt 300'Thlr., womit noch circa 200 Thlr. Nebenrevenüen verbunden sind. Strehlen b/Breslau i/Schlesien, im August 1872. Vorstand der Synagogen-Gemeinde._ Zu Mitte October d. I. wird für die hiesige israelitische Gemeinde ein unverheiratheter Mann als Schächter und Borbeter gesucht. Hierauf Reflectirende wollen sich gefl. an mich wenden. Lübz i/Mecklbg., im August 1872. Der Vorstand: _ Jonas Ascher. Ein tüchtiger Hauslehrer wird für 4 Kinder gesucht, der bis zur Quarta eines Gymnasiums vorzubereiten befähigt ist, wünschenswerth Musik, französische und polnische Conversation, sowie etwas Hebräisch. Consession nicht maßgebend. Gehalt bei freier Station 200 Thlr. p. a. Reflectcmten belieben sich zu melden Strzalkowo poste restante. J. Rosen er eig.