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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-09-03 · Heft 36 (3.9.1872) · p. Seite 712

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 36 (3.9.1872)
Date
1872-09-03
Page
Seite 712 (sequence 10)
Language
German
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Wir-Höffen) daß bcildder Tag'kommen-wird) an welchem.'die -ganze Christenheit 'sich bestreben wird, die länge Reihe von Ungerechtigkeiten - gegen das israelitische-Volk wieder gut zu machen, und'an welchem bei allen!'^civilisirten 1 Völkern ihre - israelitischen-^ Brüder emer vollen religiösen und - bürgerlichen Freiheit^ wie ä>ir} genießen.• - 7 1 '> vm ''''^Wir werden stets das lebhafteste- und' ernstlichste Interesse - föir die Abkömmlinge des Volkes empfinden, welches'das -einzige' Vorrecht besaß, Träger der göttlichen^ Offenbarung zu sein, und in dessen Mtte derjenige geboren wurde, welchen wir unseren Heiland nennen. 7 Genehmigen Sie, Herr Großrabbiner, den Ausdruck meiner religiösen Hochachtung. Moderator der Generalsynode -7 Basis. * Gaulier, Schriftführer. . ,Der Herr Großrabbiner von Frankreich antwortete folgendermaßen: Paris, den 17. Juli 1772. An den Herrn Moderator der Generalsynode der reformirten Kirche Frankreichs. - Herr Moderator, meine Herren Mitglieder der Synode! Erlauben Sie mir Ihnen mit Innigkeit für btc brüderliche Theilnahme zu danken, welche Sie vordem: Schluffe'Ihrer Synode unseren armen Brüdern in Rumänien gezeigt haben, und deren Ausdruck Ihr : Brief.vom-12/Juli mir überbrachte.; *;0 Die französische Synagoge, meine Herren, verfolgte' 'mit lebhaftem Interesse die so erhabenen und erleuch- teten Debatten Ihrer Synode, wo so viele edele und: grdßmüthige Worte ausgesprochen würden, daß nach l diesen beredten Discussionen über Religion Ihre Einsprache gegen jegliche Verfolgung im Namen derselben--in der Vergangenheit sowohl als in der Gegenwartganz natürlich war. Sie haben dieses vor der Welt proclamiren wollen und Ihr von so hoher Stelle herab tönendes Wortwelches durch die Umstände' 'einen so feierlichen Charakter annahm , wird von der Welt vernommen werden. Es wird vielleicht in Zukunft „die Arme der Bösen" aufhalten, es wird -,die -Pläne der Ungerechten vereiteln", und so werden Sie beigetragen haben zu der Entschädigung des-Volkes Israel, welche Sie mit Ihren Wünschen herbeisehnen. Wir hoffen mit' Ihnen, meind Herrenu daß, bald der heiß ersehnte und von den Propheten vorhergesagte Tag kommen wird, an welchem alle Völker als Brüder leben werden, alle - einer vollen religiösen und bürgerlichen Freiheit theilhaftig,-Und an welchem,:- nach dem Worte der Bibel, -,Ephraim nicht Juda beneidet," und „Juda -! nicht Ephraim'. verfolgt." Die wahre Religion ist niemals für die Thaten verantwortlich, deren Vorwand sie gewesen W i Die Barbarei? und?die?;Mwissenheit waren es, welche sie entstellt hatten?, und die Civilisation .ist es, welche ihnen ihren eigenen Charakter wiedergeben wird. Arbeiten wir darauf hin, meine Herren, und Gott, welcher die edlen Bestrebungen begünstigt, wird: mit Ihnen sein. Was uns Israeliten betrifft, Abkömmlinge des Volkes, welches Träger der göttlichen Offenbarung war und in dessen Mtte derjenige-geboren ist, welchen Sie Ihren Heiland nennen, so wird es uns am Herzen liegen , uns dieser ruhmvollen Vergangenheit würdig zu erhalten, und wir werden uns bestreben , uns mit der Christenheit zu vereinigen in denjenigen Gefühlen dex Gerechtigkeit und Brüderlichkeit, welche Sie auf so edle Weise ausdrücken. Genehmigen Sie , Herr Moderator und meine Herren Mitglieder der Synode, die Gefühle meiner hohen Achtung.? . m . Dör Größrabbiner von Frankreich. Isidor. Donausürstenthümer. Bukarest, 16. Aug. Von hier aus erhalten die öffentlichen Blätter folgendes Telegramm: „Der amerikanische Consul forderte die rumänische Regierung auf, die Auswanderung von hiesigen. Israeliten.nach Amerika zu unterstützen." Das ~ Nähere. hierüber erwarten wir. Rußland. Warschau, im Juli. (Privatmittheil.) Wie alljährlich, so haben auch in diesem Jahre sowohl in den hiesigen höheren Lehranstalten, als in denen der Provinz beim Schluffe des Schuljahres jüdische. Schüler und Schülerinnen werthvolle Prämien, bestehend in Büchern, goldenen und silbernen.- Medaillen ra, erhalten; so wurde beispielsweise.: im hiesigen , zweiten

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