Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 36 (1872)
- Issue
- Heft 26 (25.6.1872)
- Date
- 1872-06-25
- Page
- Seite 512 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Abfertigung Euer- Wohlgeboren hierher rechtzeitig ein-- verlangt werden können. - Ofen, am 30. April. 1872. Dr. Theodor Pauker m. x/ (Wir wünschendaß, wenn hiermit ein bestehendes Stück Schulwesen beseitigt ist, den Herren gelingen möge auch ein Stück Schule zu g r ü n d e n, natürlich ein besseres! Jedenfalls ist es gut, daß der Minister nach dem Schicksal der an den aufzulösenden Schulen angestellten Lehrer fragt. Red. d. A. Z. d. I.) Pest, 16. Juni. kPrivatmittheil.) Die Wiederwahl des Reichstagsabgeordneten M o r i tz W e h r m a n n ist gesichert; der von 'der Opposition aufgestellte Gegenkandidat, ein gewisser Akin, ebenfalls Jude, hat den Juden in seiner- Wahlrede wenig Ehre gemacht. Der frühere Reichstagsabgeordnete Horn ist in Preßbürg nicht wieder gewählt; trotz des von ihm im Reichstage gestellten Antrags, den Sabbath auf - den Sonntag zu verlegen, haben die Orthodoxen Preßburgs für' ihn gestimmt. — Wie der „P. Lloyd" erfährt, beabsichtigt die hiesige Gemeinde nach dem Beispiele der Wiener, für die rituellen Operationen der Circumcifiio einen praktischen Arzt, welcher zugleich geschickter Operateur sein muß, anzustellen; damit solche zuweilen gefährliche Operationen nicht von Individuen vorgenonrmen werden, dievon der Chirurgie keinen Begriff haben. — Für die Juden in Ismail ist auch hier eine Sammlung veranstaltet und deren Erträgniß direct an Herrn Peixot-to in Bukarest geschickt. Karlsbad, 1. Juni. Der Prediger der hiesigen jüdischen Gemeinde, Dr. A H. Oppenheim, hat seine hiesige Stellung aufgegeben und tritt mit Ende Juli als SeereM der israelitischen Eultusgemeinde zu Brunn daselbst ein. Die Gründe seines Scheidens legte' er in einem Schreiben an den Vorstand nieder,, welches dieser im hiesigen Wochenblatte Nr. 22 veröffentlichte- Er fand Hievselbst unüberwindliche Stroit-? ekemente, die gegenden Fortbestand' undjedekräftige- Entfaltung dev" Gemeinde gerichtet sind. Der- Vov-- stand sah sich veranLaßh, den Herrn vr. Oppenheim einstimmigzum Ehrenmitgliede - dev hiesigm Gemeinde! „in Würdigung feiner Verdiensteum die- Begründung, und v gedeihliche Entwickelungder ' Gemeindeinstitute" zu erwählen. Bor seinem Scheidenhat Di?. Oppenheim dem Vorstände 50; ft ö; W. als Gabe zu. dem beabsichtigten Synagogenbau übersandt. Frankreich. Paris, 14. Juni. (Privatmitth.) Man liest täglich in den. deutschen Zeitungen, daß das gegenwärtige Regime in Frankreich dasselbe völlig unter die Herrschaft des Klerus stelle, wohingegen das deutsche Reich den Kampf gegen den Ultramontanismus begonnen habe. Demungeachtet versieht man die Gleichstellung der Culte in Frankreich ganz anders als im deutschen Reiche. Soeben wurde in dem neuen MMärgesetze in § 19 sestgestellt, daß die zum geistlichen Stande sich vorbereitenden Jünglinge von der Wehrpflicht befreit sein sollten, und es fiel keinem ein, hier einen Unterschied zwischen den einzelnen christlichen Confessionen oder diesen und der jüdischen zu machen. Im deutschen Reiche ist es noch heute anders. Das preußische Militärgesetz gewährt die Exemtion nur den anerkannten christlichen Confessionen, und da nun das preußische Gesetz durch Reichstagsbeschluß für ganz Deutschland geltend wurde, wurde hierdurch in Baiern, wo den Studirenden der jüdischen Theologiir dieselbe Befreiung gesetzlich gewährt ward, diese aufgehoben. Dieser Gegensatz ist immer noch charakteristisch, und Sie werden denselben zu berühren die Unparteilichkeit besitzen. Italien. Rom, 7. Juni. Die Israeliten Roms haben in ihrer Synagoge,, schreibt das Journal de Rome, beim Klange der; Orgel das Nationalfest-des. Statuts, gefeiert, und dies ist gewiß recht, denn von diesem. Statut, ist, anfangs für die Israeliten Piemonts.,/ und dann durch Piemont für das übrige Italien dieRechtsgleichheit gekommen. - Nach. den. Hymnen wurde das Gebet für den König. Victor ffmamrel gesprochen. Dann wurde zur Ehre des Königs und des Parlaments ein Hymnus gesungen, den der Rabbiner Angelo Fornari, Professor der hebräischen Literatur, in hebräischer Sprache verfaßte und Settimio Scazzocchio bei Gelegenheit des pöniischem PleWsts componirt Hatz, ,