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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-06-18 · Heft 25 (18.6.1872) · p. Seite 492

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 25 (18.6.1872)
Date
1872-06-18
Page
Seite 492 (sequence 12)
Language
German
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Uach-Mn),,, Frank (Düsseldorf),;.Sassen (Linuich), LeAmWsl.XM.-Madbach),^ Coßmann (Bonn), /HerrmännH (Cöln). , , . Jtz Wegbleiben -hatten.Entschuldigt:. Ruhen: (Gütersloh) ,.Weiser (Rheine) und Hochfeld.(Oelde)..- Der Vorsitzende, unser Blumermu, begrüßte die.VersanzmKrn^: und gedachte.; zn. Darmen \ tiefempfundenen Worten^ desverstorbenen sLollegen..Alsbach, -der von allen. .,,Sekannd und geliebt" war und^ zudessen , ehrender Erinnerung^ die Anwesenden in^ gerührter Stimmung sich vvNo ihren Sitzen. erhoben'fVerstattete Jahresbericht und Rechnungsvorlage über die Unterstützungscasse, woraus wir., hier; nur .hervorheben ,wollen, daß letztere in diesem «Aßen j r ,Iahre; ihrer., Leistungen., an; vier ^Unterstützung bedürftigen Familien 378. Thlr. gezahlt hat — gewiß ein recht erfreulicher.. Anfang , und zugleich Beweis, für die-.-Lebensfähigkeit derselben,, .verhehlte indeß nicht die. Schwierigkeiten , mit denen noch zu kämpfen sei, forderte "die Mitglieder zu fortwährender, gesteigerter Wirksämkeit! auf für. diese edle Sache, namentlich durch Ansprachen..bei freudigen und traurigen Veranlassungen, wodurch, ^schon einige schöne Erfolge erzielt worden seien, und während er die Thätigkeit einzelner Lehrer mit Dank, anerkannte , tadelte er die Unregelmäßigkeit im Zahlen der Beiträge von anderen und knüpfte hieran den Vorschlag, daß die bis zum 1. Juli nicht eingegangenen -Beiträge durch den Rendanten per Postvorschuß zu entnehmen seien. Sechs neue Mitglieder waren dem Vereine beigetreten, der nunmehr 50zählt. . .. Welch-eine Oreude in dem Bewußtsein liegt, durch einmüthiges, Streben zur Unterstützung verlassener Wittwey und Waisen beizutragen, welch ein Segen durch das gemeinschaftliche Zusammenwirken in dieser Angelegenheit dem Geiste uno der gesummten Wirksamkeit des- Lchrerlebens erwächst — wir haben es erfahren. .. ..Bei der nun folgenden Wahl eines Vorstandsmitgliedes für den seligen Alsbach wurde Steinweg (Rheda) und als Stellvertreter Kaufmann (Ahlen) gewählt und die^Wahl^von beiden mit Dank angenommen^ T ,, Auf, die Anfrage, was geschehen sei, um unserem Vereine die Rechte einer juristischen Person zu erwerben^ wurden...vom Vorsitzenden, die bezüglichen aber erfolglosen^ Schritte mitgetheilt und versprochen, von neuem sich.an feie Oberpräsidien behufs Erlangung, von Corporationsrechten: zu wenden. Derselbe berichtete ferner; in ^söetreff - der in der vorigen Conferenz beschlossenen Petition und „Denkschrift über die Geschichte und die fll?seM?rsigm?MstWe:,)deS'DraMifchmsSchrckwose»S^ | daß es für. gut Hfunden worden sch. diese Angelegeyheit! vor der Hand rphen zu lassen, bis man wisse-- welche \ Stellung.daS Staatsministerium izu jdieser.Frage überhaupt nehmen.werde. - :ft Nach: Erledigungdieser und; sonstiger geschäftlichen - Fragen erfolgten nun dieVorträge der. auf-der TageM ordnung stehenden Conferenzthemata.. . . 1. Wie bildet sich.der. jüdische Lehrer , zur Abhaltung - religiöser Vorträge aus?. Von Fleischhacker (Wesel) wurde über diese Frage eine, recht fleißige und wohl durchdachte Arbeit geliefert. . . - ", ' 2. „Ueber die gemeinschaftliche Beschäftigung verschiedener Abtheilungen in einer Schule" von' Treu. Eine größere, an vielen praküschen Fingerzeigen 1 reiche, im Ganzen geistvolle Abhandlung/ 3. Ueber die Pflege deS Synagogengesanges. In diesem Bortrage theilte Blumenau feine Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Gebiete deS SynagogengesavgeS in klarer, hin und wieder humoristischer Weife mit. Alle drei Arbeiten erfreuten sich der vollsten Zustimmung der Versammlung und gewährten mannichfache Anlegung zur praktischen Verwerthung. Eine DiScussion sollte sich nicht daran schließen, was einerseits zu bedauern, weil das Interesse am Gehörten durch die Debatte wesentlich erhöht und die Vorträge dadurch gewinnbringender für den einzelnen werden.. ES wurde aber beschlossen, die drei Vorträge zum Besten der Unterstützungscasse als Broschüre drucken zu lassen und wurde gleich, auf mehrere hundert Exemplare gezeichnet. Der Vorsitzende referirte hierauf über den deutsch-; israelitischen Lehrerverein, und Blumenfeld forderte mit; warmen und erwärmenden Worten zu allgemeinem Beitritte zu demselben aus, welcher Aufforderung auch eine - Anzahl Lehrer folgten. Wir begrüßen auch diesen Verein mit Freude und lebhaftester Theilnahme und meinen, es. sollte demselben . kein gesinnungstüchtiger Lehrer fern bleiben; denn dar- - über herrscht doch wohl keine Meinungsverschiedenheit,! daß vieles bei uns im Argen liegt, und daß Einigkeit stark -macht,. und wenn der Lehrer wie überhaupt „der Mensch immer Verbesserung hofft," so wird er, Gott weiß, wie lange bei diesem? Hoffen bleibenwenn er nicht jede Gelegenheit zur Selbsthilfe ergreift, und als -eine

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