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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-06-18 · Heft 25 (18.6.1872) · p. Seite 482

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 25 (18.6.1872)
Date
1872-06-18
Page
Seite 482 (sequence 2)
Language
German
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xxt einem andern Lheile der Welt ausgeübt würde. (Beifall.) Der Earl von Sha fteshizry wprde, als er sich erhob, um die erste Resolution vörzuschlagenmit lagtern , Beifall empfangen. Se. Herrlichkeit sagte, um sein Erscheinen bei dieser Gelegenheit zu erklären, daß er von einem sehr ausgezeichneten Mitglieds des israelitischen Bekenntnisses, Sir F. G.oldsmih (Beifall) dazu aufgefordert worden sei, und er fühle, daß es nicht seine Sache sei, hiergegen etwas einzuwenden, sondern vielmehr bei dieser Gelegenheit öffentlich auszusprechen, was er längst im Geheimen gefühlt habe, nämlich seine Liefe Verehrung und Liebe für die gesammte Masse des jüdischen Volkes. (Beifall.) Er sei also gebeten vorzuschlagen: - „Die Versammlung protestirt gegen die an den „Juden in Rumänien verübten Gewaltthätigkeiten, „als eine Schande für die moderne Civilisation, „und sympathisirt von Herzen mit den unglücklichen „Duldern." Diese Resolution^ die von Sir F. Goldsmid sehr rücksichtsvoll entworfen sei, bezeichne die Gewaltthätigkeiten als eine Schande für die moderne Civilisation. Er (Graf Shaftesvury) wolle weiter gehen und sagen, sie wären eine Schande für die Religion, die er bekenne, und eine Beleidigung gegen die Menschheit. Die Üeberbleibsel eines alten großen "edlen und guten Volkes, eines Volkes, dessen Ruhm eine mächtige Seite in der menschlichen Geschichte fülle, die sich nicht allein auf ihre eigenen Ansprüche an menschliches Mitgefühl, sondern auf die ihnen von sieben der europäischen Großmächte bewilligten bürgerlichen Rechte stützten, seien arg mißhandelt worden - von Personen., deren blutdürstige Thaten nur mit denjenigen der rohen Wilden oder der schlimmsten Periode des oströmischen Reiches verglichen werden könnten. Die hier begangenen Schändlichkeitn wären zu schrecklich, für unsere Betrachtung; und wofür seien sie derartig bestraft worden? Welche Verbrechen habe man ihnen zur Last gelegt? Gar keine; sondern im Gegentheit sie seien ein Volk, das hervorsteche durch Zuverlässigkeit, Mäßigkeit, Fleiß und Unterwerfung unter die Gesetze und Anordnungen des Staates. Er freue sich zu finden, daß das englische Volk diese Sache ausgenommen habe- und es. sei Pflicht desselben, täglich und stündlich sich laut zu erheben gegen die ScheüßlichkeiLen, die begangen wären undwerden würden > gegen ihre friedlichen Freunde in der Ferne.. Es müsse an die Großmächte appellirt werden, 'M den ÄWag mit den Rumänen ratificirt hätten. Die Ehre der Christenheit stehe auf dem.Spiele, nicht allein bei dem Aufhören der gegenwärtigen Grausamkeiten, sondern bei der Erklärung von Seiten aller Mächte, daß, wenn sie sich auch von Einmischung in politische und sociale Angelegenheiten fern hielten, sie ein Recht hätten und auf Grund der Menschlichkeit ausüben würden, Tyrannei und Unterdrückung über den Haufen zu werfen. (Beifall.) Wer seien denn die Verüber dieser Scheußlichkeiten? Man sollte denken, es seien die schlimmsten Cannibalen von Centralamerika oder von den Bewohnern der Fidschiinseln. Aus einer kleinen jüngst veröffentlichten Flugschrift erhellt, daß die Türken die ersten seien, einzutreten und alles mögliche zu thun für dieses unterdrückte Volk.' Es sei eine Schande zu finden, daß die Türken die ersten seien, ein Beispiel, einem christlichen Lande zu geben. (Beifall.) Er sei beschämt zu finden, daß die Uebelthäter Personen seien, die vorgäben, in der Kenntnlß der Wahrheit und des Lichtes'des Evangeliums auferzogen zu sein , und daß diese elenden Bestien es. wagten, sich Christen zu nennen. (Beifall.) Und dann, wer wären die Leute,, an welchen diese Scheußlichkeiten verübt wurden? Man muß sich erinnern, daß, obwohl sie in diesem Augenblicke für einen 'kleinen oder schwachen Theil des hebräischen Volkes plaidirten, er zu den Abkömmlingen einer alten Race gehörte , deren Ruhm in aller Geschichte, nicht verdunkelt worden sei, die vielmehr in alten Zeiten Staatsmänner und Dichter, Gesetzgeber, Helden und Krieger hervorgebracht habe, welche nie übertroffen worden seien. Gegenwärtig seien sie hervorragend in Literatur , schönen Künsten, Musik und Politik,^ und das sei dennoch das Volk, das niedergeworfen und mit Verachtung und Grausamkeit behandelt werden solle von einer Handvoll der verächtlichsten Geschöpfe, die je auf der Erde gingen! (Beifall.) Es sei im der That Zeit, daß die Christen Englands ihren leidenden Brüdern in Freundschaft die Rechte entgegenstreckten; und er glaube aufrichtig, daß die hebräische Race bald werden würde , was sie einst war, groß unter den Nationen der Erde — (Beifall) — daß sie wetteifern würden mit den andern Bewohnern', der Welt in Ruhm und Größe und in allem, was. zur ' Ehre und Würde des Mannes gehöre. Dann würde j die göttliche Vorhersagung erfüllt werden: ,/Der Kleine i soll Lausend werden, und der Geringe zu starkem Volke: I ich, der Herr werde es beeilen zu seiner Zeit> (Beifall.)! 'R: W. Crätvford (PM) befürwortetdie Resö-' 1 Mön. Die Berüber der jünAstert Gewaltthälitzkeilem

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