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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-06-04 · Heft 23 (4.6.1872) · p. Seite 453

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 23 (4.6.1872)
Date
1872-06-04
Page
Seite 453 (sequence 13)
Language
German
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geführt wird, werden die Jesuiten sich tat Westen ujtb Osten des preußischen Staates weit ausgedehnt und viele Güter erworben haben , wie dies z. B. in der Rheinprovinz jeden Augenblick an einem neuen Platze der Fall ist. Bis jetzt haben die Ultramontanen noch gar kein Terrain verloren, und die gegen sie ergriffe- 'tten Maßregeln entbehren der Energie, der durchgreifenden Wirksamkeit. Keine Niederlage haben ist aber für jene Partei so gut wie ein Sieg. Das Naivste aber bleibt immer die Verwunderung der Regierungsmänner, daß sich weder die Ulttamontanen, noch die Pietisten, weder die Aristokraten noch die Herrenhäusler so geradezu dem Willen der gegenwärtigen Staatsregierung beugen. Nachdem die letztere seit mehr als 40 Jahren so viel für diese beiden Parteien gethan und ihnen das ganze Volk hintangestellt hatte, konnte man nicht erwarten, daß sie den veränderten Umständen und darum den veränderten Richtungen der Regierung sofort nach - und sich selbst aufgeben würden. Darum ist der Glaube an eine durchgreifende Shstemänderung, an eine wirkliche Trennung des Staates von der Kirche, der Schule von der letzteren, ja nur an die obligatorische Civilehe, nur bei den Vertrauensseligsten vorhanden. Die Regierung wird sich darauf beschränken, den Ultramontanen und Pietisten zu zeigen, daß sie etwas gegen sie vermag; jene werden dann die Flügel etwas einziehen und dann gehen die Dinge ■ wieder ihren ruhigen Weg. Und anders wird es mit - den Herrenhäuslern auch nicht gehen. Es ist da alles nur „schätzbares Material", was man zusammen redet und zusammen beschließt. Mehr hat es nicht zu bedeuten, und die Gegner stellen sich, als ob sie betrübt wären, lachen sich aber heimlich in's Fäustchen. A « z e i ge n. Bekanntmachung. In hiesiger Israel. Eultusgemeinde ist die Stelle ■ eines Synagogendienerö (SchameS) erledigt. Mit dieser Stelle ist ein fixer Gehalt von 100 fl. nebst garantirtem Nebenverdienst von 100 fl. und freier Wohnung verbunden. 7— Bewerber wollen sich sofort Lei der Unterzeichneten melden. Kriegshaber bei Augsburg, 15. Mai 1872. - Die Verwaltung der Lsr. Cultusgemeinde l Kriegshaber Sofort ist in hiesiger Gemeinde die Lehrer- und Vorbeterstelle mit einem Gehalt von 200 Thlrn. nebst freier Wohnung vacant. . Reflectirende wollen ihre Offerten unter Beifügung der Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand einsenden. Stadthagen, im Mai 1872. __ M. Ascher. Wir suchen einen mit guten Stimmmitteln versehenen und musikalisch gebildeten Cantor, de/ zugleich als HÜlfslehrer fungiren kann. Gehalt bis zu 400 Thlrn. Baldigen Offerten sehen wir entgegen. Aachen, im Juni 1872. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. .. Baeanz. Die Cantor-, Lehrer- und Schächterstelle ist bei hiesiger Gemeinde vom 1. October c. aufs Neue zu besetzen. Gehalt 300 Thlr. und circa 100 Thlr. Nebeneinkommen. Außerdem soll der Anzustellende die Zöglinge des Jüd. Prov.-Waiseninstituts (vorläufig sieben) in Pension nehmen und muß deshalb in seiner Person u. Familie diejenigen. Eigenschaften vereinigen, die man an einen erfahrenen Erzieher und religiösen Beamten zu stellen berechtigt ist. Meldungen, unter Beifügung von. Zeugnissen, erbitten franco , der Vorstand des Jüd. Prov.-Waiseninstituts und. der Synagogengemeinde zu Schippenbeil in Ost-Preußen. Meyer Levy. K Brinn. Verlangt in der Gemeinde Beth Israel Bikur Cholim ein tüchtiger orthodoxer Prediger, der gute Referenzen senden kann. Salair für den Anfang 1500 Dollars pr. Jahr. Applikanten wollen sich wenden an .8. llarris, President 81 Sixth Avenue New-York City United States of America. Für die hiesige jüdische Elementarschule wird ein geprüfter Lehrer, der auch bs>n sein muß, gesucht. Wünschenswerth, aber nicht Bedingung, wäre es, wenn derselbe auch to*» bs> rrnrns tb ftb“>ön b§2 wäre. Gehalt 300 bis 350 Thlr. In letzterem Falle mehr. Meldungen nimmt der Unterzeichnete Vorstand entgegen. . Sohrau O/Schl., im Mai 4872. . _ S. Hamburger. Die hiesige Cantor-, Lehreru. Schochetstelle, mit einem Einkommen von 200 Thlrn., ist sofort zu besetzen.. Hierauf Reflecürende wollen sich beim -Unterzeichneten melden. Reisekosten werden nicht vergütet. Zippnow, d. 20. Mai 1872. i- M Mislowitz

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