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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-04-09 · Heft 15 (9.4.1872) · p. Seite 293

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 15 (9.4.1872)
Date
1872-04-09
Page
Seite 293 (sequence 9)
Language
German
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* ' * -jJ Wege zur Emaucipation der Juden gethan hat. ES ist schon vor längerer Zeit auch denjenigen Juden, welche Univerfitätsstudien gemacht und die vorschriftsmäßige Staatsprüfung bestanden haben, das Recht der Anstellung im Staatsdienste verliehen worden. Ebenso ist es den Juden in Rußland neuerdings gestattet worden, adelige Güter käuflich zu erwerben und zu bewirtschaften; auch hat die Commission für die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht die Zulassung der Juden zur OfficierscarriLre dringend befürwortet. (Schl. Ztg.)" Rußland und Polen. Laut der Nord. Presse ist in Odessa aus der dortigen Kathedrale das edelsteingeschmückte Marienbild abhanden gekommen, und da man den Diebstahl natürlich gleich wieder den Juden in die Schuhe geschoben hat, ist der Pöbel in so erregter Stimmung, daß zur Osterzeit eine neue Judenhetze zu befürchten steht, weshalb die Behörden umfassende Vorsichtsmaßregeln getroffen hätten.*) Odessa, 18. März. Eine amtliche Bekanntmachung in Betreff des Diebstahls des wunderthätigen Heiligenbildes läßt das Ereigniß als sehr räthselhaft erscheinen. Die äußere Thür ist nicht beschädigt; die kleinen an dem Ikon befindlichen silbernen Heiligenbilder sind unbeschädigt. Die Aussagen des Wächters sind wirr. Den jüdischen Hausbesitzern ist angeboten worden, die polizeiliche Aussicht zu verstärken, im Falle das Heiligenbild irgendwo in ihre Häuser oder in die Nähe derselben hingeworfen werden sollte. (Nord. Pr.) Man sieht hieraus, daß die russischen Behörden wohl wissen, woher der Wind weht, und daß hier wie im rumänischen Bessarabien Jntriguen zu Grunde liegen, welche nur darauf hinauslaufen, Unruhen und Aufruhr zu stiften, um dabei im Trüben zu fischen. Um so mehr können wir hoffen, daß die russischen Behörden keine kräftige Vorsichtsmaßregel unterlassen werden, und die bevorstehende Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers in Odessa wird den nöthigen Eifer hineinbringen. *) Man sieht, die Sache macht Fortschritte; gab man den Juden früher den Raub von Hostien schuld , so thut man -dies jetzt der Zeit angemessener mit Werthsachen aus den Kirchen. Wir hoffen, daß die russische Regierung diesmal schon vor dem Ausbruche Ernst macht. Redact. d. A. Z. d. I. A i» | ei g e «. Die hiesige gut dotirte Lehrerstelle wird zum 1. Mai a. c. vacant. Qualisicirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse an Unterzeichneten wenden. - Pr. Oldendorf, d. i. April 1872. Wilhelm Cahen. Sofort findet ein unverheiratheter Vorbeter und Schächter bei 150 Thlr. Geh., Schächtergebühren, freier Wohnung, Mittagu. Abendtisch, Engagement. Goldberg i/Mcklbg. Gemeinde-Vorstand. Bernhard. An einer isr. Bürgerschule wird zu sofortigem Eintritt ein tüchtiger Lehrer gesucht. Gehalt 550—600 Gulden. Anmeldungen besorgt d. Exped. dieses Blattes unter Chiffre R, C. 17. __ _ 6 o u v u r 8. In der Israelitischen Cultusgemeinde zu Hohenems ist die Stelle eines Religionslehrers, der zugleich den Cantordienst zu versehen hat, zu besetzen. Derselbe soll die Befähigung besitzen, am Sabbath und an hohen Festtagen einen religiösen Vortrag in der Synagoge zu halten, und den Religionsunterricht in der zweiclassigen israelitischen Volksschule dahier zu ertheilen. Als Vorbeter, wobei er durch einen Organisten und einen gutgeschulten Synagogenchor unterstützt wird, hat der Bewerber genügende Kenntnisse in der hebräischen Sprache, sowie musikalische Kenntnisse nachzuweisen, undv soll im Besitze einer angenehmen Stimme sein. Es wird Lei der Besetzung dieser Stelle, da der^ Gottesdienst im reformatorischen Sinne geregelt und gekürzt ist, vorzüglich auf solche Männer Rücksicht genommen, die dem Fortschritte huldigen. Als Gehalt für diese Stelle sind Tausend Gulden Oesterr. Whg? bestimmt, ohne die üblichen Nebenemolumente. Bewerber um diese Stelle wollen sich bis längstens Mitte April unter Beibringung ihrer Zeugnisse über Charakter und Befähigung bei der gefertigten Vorstehnng anmelden, wobei ausdrücklich bemerkt wird, daß sie sich einem Probevortrag zu unterziehen haben, und daß nur dem Acceptirten die Reisekosten vergütet werden. Hohenems (Vorarlberg), im März 1872. Israel. Cultus-Gemeinde-Vorstehung. Der Bürgermeister: Anton Rosenthal. Verlangt in der Gemeinde Leid Israel Liknr Cholim ein tüchtiger orthodoxer Prediger, der gute Referenzen senden kann. Salair für den Anfang 1500 Dollars pr. Jahr. Applikanten wollen sich wenden an H. Harris, President 81 Sixth Avenue New-York City -;; . x J , United States of Äinerica. ‘‘ "" 15

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