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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-12-12 · Heft 50 (12.12.1871) · p. Seite 1007

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 50 (12.12.1871)
Date
1871-12-12
Page
Seite 1007 (sequence 13)
Language
German
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1007 nennen. So wird auch der arme deutsche Handwerker von ihnen spottweise „nearatzfi“ genannt, während sie dem reichen Deutschen als einem „german“- ganz unbedingte Hochachtung zollen, namentlich wenn ein Vortheil von ihm zu erwarten ist. Von dieser Gesellschaft ist, wie gesagt, nichts zu fürchten, denn: was bellt, beißt gewöhnlich nicht." Wer jemals mit einem dieser Journalisten zu thun gehabt hat, wird dieses Urtheil der „Rum. Post" bestätigen. Sie sind Männer der schamlosesten Eorruption, bei welchen es nur darauf ankoinmt, ob sie einen Käufer finden. Letzteren zu finden ist eben schwierig, weil jene ebenso treulos gegen ihre Käufer wie gegen ihre Nation sind, und ihre Forderungen mit dem Preise steigen, den sie schon erhalten haben. Hierzu kommt, daß für einen Erkauften um so eher ein Nudel anderer Wölfe hereinbricht, die nun erst recht dieselbe Beute erjagen wollen. Alan überläßt sie daher sich selbst in der Voraussicht, daß sie schließlich einander selbst auffressen werden. Bukarest, 13. November. Lassen Sie mich Ihnen heute einmal etwas Erfreuliches niittheilen. Tank den Bemühungen des Herrn Peixotto, der unausgesetzt für das Wohl seiner Glaubensgenossen thälig ist, hat sich hier in allerjüngster Zeit eine „Gesellschaft für die Eultur der Israeliten in Rumänien" (Loeietate pcntrn cultura Israelit. Romani) gebildet. Dieselbe stellt sich u. A. die Aufgabe: die schon existirenden Schulen zu fördern, und in den Provinzen deren neue zu gründen; Schriften, welche zur Verbreitung der Eultur und Bildung in Schule und Haus geeignet sind, zu veröffentlichen und zu verbreiten. Zu diesem Zwecke haben sich in Galatz, Bacan, Botosaui und Jassy bereits eigene Eomito's gebildet, an deren ersprießlicher Thätigkeit nicht zu zweifeln ist. tUnz. jüd. Wochenschr.) Rußland. St. Petersburg, 3. December. (Privatmillh.! In meine -Korrespondenz, die in Nummer IS S 905 Sp. 2 abgedruckt ist, hat sich ein Druckfehler eiugeschlichen, welcher der Berichtigung bedarf. Zeile 23 v. o. niuß es nämlich nicht „die militärische Earrwre," jonocrn „die Militär ärztliche Earrwre" heißen, und in dieser gicbr es denn auch Männer unsres Glaubens von hohem Range im russischen Heere. Beiläufig noch folgende Notiz: Laut officiellen Ausweises wohnen in St. Petersburg gegenwärtig 25,-194 Juden, von denen 14,494 Männer und 11,009 Frauen. si } e i g e n. B ekmi n tm achun g. An der hiesigen jüdischen Gemeinde soll das Amt eines Lehrers und Vorbeters baldigst besetzt werden. Das Gehalt beträgt pro anno 400 Thüler. Qualisicirte Bewerber wollen ihre deösallsigen Meldungen unter Beibringung-von Zeugnissen beim Unterzeichneten Vorstände einreichen. Guben^ den 22. November 1871. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Vacanz. Ein religiöser, unverheiratheter, als amiz: geprüfter Mann kann sofort als pTim am« eintreten. Derselbe hat gleichzeitig die Stelle als' c*:o in der Gemeinde zu versehen. Es wird durch beide Functionen eine Einnahme von jährlich 300—350' Gulden erzielt. Biel freie Zeit zum Betriebe eines Nebengeschäftes bleibt übrig. Offerten mit etwaigen Zeugnissen beliebe man baldigst portofrei einzusenden'an die Synagogenältesten in Gelnhausen __Regierungsbezirk Cassel. Ein wissenschaftlich gebildeter Hauslehrer, der auch des Franz, kundig, wird unter sehr Vortheilhaften Bedingungen von einer vornehmen jüdischen Familie in Polen zur Vorbereitung eines Knaben für eine deutsche BildnngSanstalt gesucht. Gut empfohlene Reflectanten wollen ihre frankirten Offerten adressiren an die Buchhandlung von Hermann Reumann, Wloclawek, Polen. Vacanz. Die hiesige jüdische Lehrerstelle mit welcher ein Einkommen von 250 Thlrn. baar nebst freier Wohnung und den nöthigen Brennholzbedarf, wie auch ein einträglicher hebräischer Privatunterricht verbunden ist, wird am 1. Januar 1872 erledigt. Qualisicirte Bewerber, wollen sich beim Unterzeichneten Schulvorstande melden. Wronke, den 25. .Novbr. 1871. Der Schulvorstand. Elias Lewin. Kallmann. Mendel.

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