Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 35 (1871)
- Issue
- Heft 48 (28.11.1871)
- Date
- 1871-11-28
- Page
- Seite 970 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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970 Hebräische Wandfibel. Für den ersten Unterricht in der hebräischen Sprache. Von Lehrer Kohn. 7 Wandtafeln mit Veglcilwort. So eben erschienen! Preis nur 20 Sgr. oder 1 fl. 12 kr. Verlag von R. Loigtländer in Kreuznack; zu beziehen durch alle Buchhandlungen des In- und Auslandes. Entgegnung. Lcobschntz. November IST!. Was meinem Anonymus in seiner Corrcsponden; in Nr. 43 des „Israeliten" awgcn* schcinlichdie Hauptsache war, meine Person mit Kotb zn bcwerfen, — darüber will ich mit ihm nickt;n Gerilltie geben: das wird der fromme Mann schon mit seinem eigenen (Gewissen abzumackcn babcn. Nack einem solchen Attestat, anS dem die frevelhafte Absicht so evident bervorlencktet,' mich und andere chrcnwcrtbc Männer aus der Synode zu begeifern, halte ick cs geradezu für unter meiner Würde, ibin auf den ersten Tbeil seines Geschreibsels zu antworten rv/255N TiN TC3 '52b;2. Mit dem literarischen Wegelagerer, der ans sicherem Versteck heraus über den harmlosen Antor herfälli, eine Lanze zu brecken, wird keinem Ehrenmannc in den Sinn kommen. Dafür gibt cs eine ganz andere Züchtigung 12P21 l-"1 T^toi 1222 PDS'1 1722. Und was meine Freunde und die betrifft, die mich kennen, so werden sic sicherlich es mir nicht zmnulben, mich gegen solche Angriffe zu verthcidigen: was dagegen diejenigen davon halten, die mich nicht kennen, ist für mich irrelevant. — Insofern aber der erwähnte Correlvondent niidV mit der Anklage vor die Schranken fordert, „ich hätte in dom von mir übersetzten und commentirten £'*'2n 2'2 a\t§ -en V't -,rNT5'n3*b 7i75b2 pn*5 y-.vcj-* rsY:. wörtlich abgeschrievcn xinbjmdj nicht gescheut, n«ich als den Entdecker der neuen Idee bei dem beben Liede ausznaeben" — mich also eines gcslissenrlichen Plagiats bezüchligt, füble ich mich verpflichtet, Rede zu sieben, und sei cs auch nur um mci ner Freunde wegen, die nickt alle in der Lage 'ein dürften, die ^tickballigkeit der als Beweis für feine Behauptung angeführten Citatc aus eigener Initiative zu prüfen und die Leichtfertigkeit, mit welcher mein unlauterer Ankläger dabei zu Werke gegangen ist, zu bemessen. — Zuvörderst setze ich hiermit feierlichst mein Ehrenwort darauf, und ich darf mit gutem Gewissen sagen: 3'7= 12:52 "27121 -n? 7i5n das; ick um das Iabr 1S.13, um jene Zeit also, in welche die Nebersctzung und Ausarbeitung meines Commentars znm hohen Liede fällt — ick bitte, das Datum der dem Sckriflchen vorgedrncklcn. hebräischen Gutachten nickt zu übersehen — factiick noch nicht gewußt habe, das; das angczogcne 11112'' ~55*372 cnftivt: dasselbe ist mir erst etwa 15 Jahre später zur Cognition gekommen. Es wird demnach keiner Diseuision bedürfen, das; ich Levisohn zu meiner Arbeit nicht benutzen konnte. Nächstdem habe ich doch — was einem so scharfsichtigen Kritiker, wie mein Anonymus sich gcbcrdet, nicht entgehen konnte — in meiner Vorrede zu n"'2 Seite 11 mit den Worten: b2 D« TN25in nb/3 fcO '2 2'2N N21p 25 5*21 V-U*’ 2k2N -122.'"2X2221 2lN'22 3'272N5n ü'222n 121 TN2p 1780 'N b5*L5*n "2 v'725'N '722NZ2 12151 ysri 71N73 N1273 b2 11251 -12* 1221 blbv?2 'PNL573 b2 Ti72''2r2i ib N2P'' 22ipn 122 T272N1 ri72Ni2 m'by 7122221 "2 2*'2 157272 bi2275 ausdrücklich Hervorgeboben, daß ich durchaus keinen Anspruch auf die Orginalität des darin entwickelten Idecnganges mache, sondern auch ganz offen die Quelle angegeben, welche von mir benutzt tvorden ist. Wäre mm Levisohn ebenfalls von mir benutzt werden, was hätte mich abbaltcn können, auch nach dieser Seite hin der Wahrheit die Ehre zu geben und ihn zu nennen? — Aber auch davon abstrahirt., wolle der geneigte Leser sich einmal die Eitate des anonymen Kritikus etwas näher aw'cbcn, um das Lügengewebe, welches er ans Grund derselben construirt. zu überschauen. Er ist darin wabrbaftig nicht glücklicher gewesen, als in dem Tbcile seiner Corrcspoiideuz, in welchem er mit jener maßlo'en Böswilligkeit, die da anfängt, wo die ehrliche Gesinnung aufbört, mir io viel wie Alles — Ehrlichkeit, Glauben» Kenntnisse, Bescheidenheit, Charakter und weis; Gott, was sonst noch, abznsprecken sich bemüht. Wem fiele dabei nickt der bekannte Anspruch ein a'1257 drbi D'2i5* '1J2? indcß r.'i2i -12V nb ",rp 71721 1? 7172! Wohlan denn! 127 7iN2"i N5! Worin gipfelt seine ganze künsllichc^Beweiskraft in dem ganzen von ibm anfgewirbelten gelehrten Staub? In der für' jeden Niivarteii'ckeu ganz 2mvcrsänglicken Thatsache, das; mitunter ein einzelnes Wort, mitunter zwei bis drei gleichlautende Wörter, bisweilen auch Einzelnes ans dem 2x^0 zur Mcndels'obmckcn Ueber'etznng, woraus ich ebenfalls in meiner Vorrede bingewieien habe, in meinem Ecnuncnlar vorkonunt, was sich, der Natur der Sacke gemäß, zufällig auch in den "T"2' r*5>5'b,72 vorfindet, und darauf hin maßt sich der Mann ebne Namen 22 'b2 ',2 die Eompcten; an. mich einen Plagiator LevifchnS zu schelten, von mir zu sagen, ich Härte ilm .'.wörtlich abczcschricben"! Muß ihm ein so unehrliches Spiel nicht die 'Schamrotste ins Gefickt jagen? Doch!'5'2' »b 2 72n 25" 1212'» «b 212 25 Indes; genug von der uncrguicklichen Contreverse. Ich bin. was Anonvmuö glücklicher Weüe nicht auch in Abrede zu stellen vermochte, meines Berufes Geschäftsmann, und die wenigen Stunden der Muße, welche ick dem fortgesetzten Studium unserer Eilten in meinen Ingendjabren widmete, gewährten mir stets jene Befriedigung, die nichts mit der mir von meinem Gegner vorgcworfenen Eitelkeit, noch mit seiner literarischen Freibeuterei gemein hat. In die in Rede siebende Arbeit habe ich mich — ich darf es sagen — mit besonderer Vorliebe vertieft und hätte mich gerne begnügt mit diesem Bewußtsein allein, als 1222 7i:n i'rcb iP75*ni tn belohnt zu sein 'b?25' b23 -pbn 7i7i. Dem Beifall der Seffentlickkcit nachznjagcn, war fern von mir und es würde dabei sein Bewenden gehabt habet,, wenn nicht Herr Nabst. Ioiepb Natonck in Pest ans den von ibm im bcigedrnckten „Qffcncn Schreiben" angeführten Motiven mit der Herausgabe vergegangcn wäre, ohne vorher meine Zustimmung ein zuhelen. Bon meinem Anonymus scheide ich mit der Mahnung in der Folge dem Gebete n'22'2 -'2272 TE21 5*272 ":12b 21555 fine größere Andacht zu widmen, indem ich schließlich ein für alle Mal erkläre, daß wenn cs ihn gelüsten sollte, in seiner Polemik gegen mich sortznsahren, ich ibm nur Rede sichen werde, wenn er fein Bisir ablegl und mit seinem vollen Namen zeichnet. Ich verkehre überhaupt nicht gerne mit Personen, die 5577522 222 1'2p272* *"1727, 7723'75 *]">2T. B. nollaender. Verlag von Baunrgartirer's Bllchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur vr. H. Lotze. Hierzu eine Beilage von C. F. Wintcr's Verlag in Leipzig nebst;Feuilleton-Beilage Nr. 48.