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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-11-14 · Heft 46 (14.11.1871) · p. Seite 927

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 46 (14.11.1871)
Date
1871-11-14
Page
Seite 927 (sequence 13)
Language
German
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927 Capitäns Stewart vor einigen Tagen London verlassen. Ihr Hauptzwecke ist die Vollendung der Vermessung von Palästina. Außerdem wird sie die über das Land verbreiteten Walle untersuchen, die Ruinen auf den Hügelspitzcn skizziren und photographiren, die Traditionen sammeln und die Inschriften copiren. Dem Vernehmen nachbereiten die Amerikaner eine ähnliche Cxpeditwn nach dem östlichen Jordan vor, die mit der englischen Hand in Hand gehen wird. Cs werden diese Expeditionen sicherlich von bedeutendem Nutzen für die Feststellung noch mancher dunklen oder zweifelhaften Puncte aus der Geographie Palästinas sein, und hoffen wir namentlich viel von der Expedition nach dem Dstjordanlande, wo die Forschungen erst vor Kurzem begonnen haben. Persien. Jspahan, 1. November. Aus Jspahan meldet ein Privattclcgramm vom gestrigen Tage: Die Hungersnorh macht reißende Fortschritte. In Jspahan allein leiden 20,000 Perser, 1500 Christen und 1500 Juden. Donau fü r st e n th ü in e r. Bukarest, 27. October. Die rumänische Presse bringt schon wieder einen Sturm im Glase Wasser, und zwar gegen die Freimaurer, welche als ein Haufe Vaterlands- und gottloser Menschen geschildert werden. Die Veranlassung zu diesem feindseligen Angriffe gab das Begräbniß eines israelitischen Freimaurers zu Plojest. Die Rumänen können nicht begreifen, daß anständige Christen hinter dem Sarge eines Juden einherschreitcn^ daß überhaupt eine feinere und wohlorganisirte Gesellschaft einen Juden in ihrem Schoße aufnimmt; und da dies schließlich bei den Freimaurern doch der Fall ist, so wendet sich ihre Presse wüthend gegen die Logen. Jndcß schadet dies den letzteren gar wenig, wohingegen den Rumänen nichts nützlicher wäre, als daß eine recht große Anzahl von ihnen unter die Freimaurer ginge, vorausgesetzt, daß so viele unter ihnen dessen würdig und dazu befähigt wären. Anzeige«. In hiesiger Gemeinde werden zum 1. April 1872 die Stellen zweier Cultus-Beamten vacant. 1) Die Stelle eines Cantors, Schächters und 852 mit einem jährlichen festen Gehalt von 500 Thlrn. und den üblichen Nebeneinkünften. 2) Die Stelle eines wvD, zweiten Schächters und Vorbeters, der auch rriip hsz sein muß, mit einem jährlichen festen Gehalt von 250 Thlrn. nebst freier Wohnung und sonstigen Nebeneinkünften. Es wird nur auf deutsche Beamte reflectirt und ist persönliche Vorstellung der Bewerber erforderlich. Die Reisekosten werden nur denjenigen Beamten erstattet, welche engagirt werden, und wollen sich Reslectauten in portofreien Briefen unter Einreichung ihrer Atteste bei dem Unterzeichneten Vorstande melden. Tilsit, im November 1871. _ Der Vorstand der KreisSynagogen-Gemeindr. Vacanz. Ich suche einen geprüften, fürs Hebräische befähigten. Lehrer. Gehalt 300 Thlr. p. a. und Aussicht aus Nebenverdienst. Rybnik O/S. Dr. Daniel Fraenkel. Aus sogleich oder per 1. Januar, wünscht die hiesige Gemeinde einen Lehrer u. Vorderer, mit einem Gehalt von mindestens 180 Thlrn. p. a., bei freier Station zu engagiren. Qualificrrte Bewerber belieben, unter Einsendung der Zengmsie, sich an den Unterzeichneten zu wenden. Gelsenkirchen (Westphalen), im November 1871. Weinberg, Vorsteher. Zum nächsten — v*'» — wird in hiesiger Gememve die Stelle eines BorbctrrS, Schächters u. Neligionslehrers vacant und wollen sich Bewerber an den Unterzeichneten Vorstand wenden. G r evesmühlen i. Mecklbg., d. 16. Octbr. 1871. Der Vorstand der isr. Religionsgesellschaft: D. L. Frie-Heim. Die Stelle eineö Vorbeters, Schächters, Borschers und Neligionslehrers ist mit 1. Jan. 1872 neu zu besetzen. Jahresgehalt 1000 frcs. fix. nebst 300 frcs. Nebeneinkünfte, wofür die Gemeinde garantirt. Da die Gemeinde im Entstehen ist, so kann ein tüchtiger, junger Mann sich später bedeutend höher stellen. Hierauf Restectirende belieben sich franco anzumelden bei Julius Wyler oder Heinrich Heymann in Luzern (Schweiz).

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