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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-11-07 · Heft 45 (7.11.1871) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 45 (7.11.1871)
Date
1871-11-07
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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Beilage zur Mg. W. Zndenthmns Nr. 45. Instltltt zur Förderung der israelitische« Literatur. Einladmrg z«m AvounmeuL auf die vom 1. October 1871 bis zum 1. October 1872. k. k. Als wir am 1. Mai 1S70 imfcrc Einladung zum Abonnement für das sechzehnte Jahr des Instituts erließen und den unbedingten Schlußtermin auf den 3«). Scpt. dieses Jahres wie gewöhnlich feststellten, hatten wir so wenig wie irgend Jemand in Europa die Ahnung, welche Kämpfe, welche furchtbaren Erschütterungen bevorständen. Es wurde ein Jahr des Ringens, wie wir noch keines erlebt, und wie die Welt im Großen, so stand auch unser Institut in der Gefahr, seine Existenz durch den gewaltigen Sturm erschüttert, wenn nicht vernichtet zu sehen. Die Verhältnisse vieler Familien und Individuen waren in Gefahr, oder doch ins Schwanken gerathen, nicht wenige Abonnenten unseres Instituts hinausgezogen in den Kampf für das Vaterland, und so Mancher in das frühzeitige Grab gesunken; überhaupt aber hatte sich das ganze Leben, die ganze Seele der beteiligten Völker, das Interesse der Zeit aus ganz andere Gegenstände gerichtet und der Sinn Aller war auf die riesenhaften Ereignisse des Tages gewendet, auf die Opfer, auf die Linderung und Heilung der Wunden, die nicht blos den Kaurpsern, sondern auch denen, die daheim geblieben, geschlagen wurden. Unter diesen Umständen konnte ein Werk des Friedens und des beschaulichen Geisteslebens wie unser Institut sich nicht gefördert finden. Abgesehen davon. das; sich nur eine geringere Zahl von Abonnenten einfinden konnte, war eS die Pflicht des Instituts, auch für Diejenigen zu sorgen, welche augenblicklich abgehalten waren, ihre Willensmeinnng über die Fortsetzung ihres Abonnements kund zu geben. Wir sahen uns daher geuöthigt und bewogen, den Schlußtermin des Abonnements zuerst aus den 3l. Dec. 1870, dann auf den 31. März 1871 zu verschieben, und so auch die Versendung unserer Schriften aus dem März in den September zu verlegen. Dies einmal geschehen, nahmen wir diese Veränderung unserer Zeitrechnung gern auch für die Zukunft an. Denn die praktische Beobachtung hatte uns gelehrt, daß die Bücher des Instituts beim Beginn des Winterhalbjahres dem lesenden Publicum viel willkommener seien als gegen den Schluß desselben; und somit wird in Zukunft das Jnstitntsjahr vom!. October bis zum 30. September reichen. ' Unsere Hoffnung wurde übrigens nicht getäuscht, und sobald der Friede wieder abgeschlossen war und trotz den gräßlichen Kämpfe« in Paris gesichert erschien, stellten sich aus fast allen bisherigen und manchen neuen Orten die Abonnenten nuferes Institutes wieder ein, so daß das Institut mit Sicherheit seine Arbeiten wieder aufznnehmcn vermochte. Werfen wir nun einen Blick auf die verflossenen scchszehn Jahre des Instituts, so brachte es in diesem Zeiträume Schriften von sünfundvierzig Autoren, nämlich nach alphabetischer Ordnung von: Aguilar, B. Beer, Boxberger, Tobias Cohn, d'Israeli, Dufchak, Erkmann-Ehatrian, L. A. Frankl, Frankolm, Frei, Julius Fürst, Jacob Frankel, Geiger, Graetz, AI. A. Goldschmidt, Hamburger, Herzfeld, Jost, Josephns, Kayserling, Kossarski, Kulte, A. M. Levy, Ginseppe Levy, Levysohn, Leop. Low, 'S. Munk, Neubauer, Obadjah aus Barten uro, O elsncr, Ludwig Philippsou, Phöbns Philippsou, Philo, Rabbinowitsch, Ritter, Leop. Stein, dem Verfasser der „Deutsch-amerikanischen Skizzen," der Verfasserin der „Rachel" und „In Banden frei," M. Wassermann. M. Wiener, Wieoner, Willstätter, A. A. Wolfs, G. Wolf. Von diesen Autoren gab das Institut 50 selbständige Werke und 2 Sammelwerke (Jahrbuch und Bibliothek) heraus, von denen eines 8 Bände, eines 6, eines -1, fünf 2. und fünf 2 Bande umfaßen. Mehrere dieser Schriften sind von geringerem Umfange, bei anderen steigt der Umfang ros BarrdoS bis 40 Druckbogen gr. 8. Außerdem forderte durch Subvention daS Institut daS Erscheinen von 11 Werken. Diese Namen und riese Werke sprechen hinlänglich für unsere Anstalt, welche unaufhörlich ihren fest bestinnnten Zweck zu erreichen und ihre beschränkten Mittel auf das Angemessenste und Sparsamste zu verwenden strebt. Die Gunst derjenigen PMicmns, welches sich von Anfang an dem Institute zngewendet hat, ist ihm verblieben, und erweist hiermit de» Werth und die Bedeutung desselben vollständig, und zwar um so mehr, als bekanntlich jede Vereinigung zu bestimmten Zwecken mit der Zeit den Reiz der Neuheit und damit die Zug-

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