Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 35 (1871)
- Issue
- Heft 44 (31.10.1871)
- Date
- 1871-10-31
- Page
- Seite 887 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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887 einigen anderen Journalen, wie dem Soleil, dem Journal Politique, dem Journal Jllustro, der Revue l»our tous und anderen. Wie es heißt, wäre Millaud, der sich im Privatleben durch einen überaus regen Wohlthätigkeitssim: auszeichnete, in nichts weniger als glanzenden Bermögensverhältnissen gestorben. Die Lehrerwelt braucht sich nur auf die Entwickelung der Perhältnisse zu verlassen, im gewiß zu sein, daß ihr Stand immermehr gewürdigt und auch besser situirt werden wird. Die Ueberzeuguug, die sich den leitenden Staatsmännern unserer Zeit aufgedrängt hat, daß die Siege der deutschen Nation ihren eigentlichen Grund in der allgemeinen Bolksbildung haben, welche die Ausbreitung und Heilung des Lolksunterrichtes zur natürlichen Folge hat, gesellt sich zu dem überall immer mehr fühlbar werdenden Lehrermangel, um eine Ausbesserung der Berhältnisse der Lehrer zu Stande zu bringen. So wird zunächst aus Rußland berichtet, daß dort an allen Plätzen ein solcher Andrang von Schülern zu den Lehranstalten stattfinde, daß die meisten höheren Schüler: Hunderte von Schülern wegen Ueberfüllung abweisen müssen, die Errichtung neuer Schulen aber wegen Mangels an Lehrkräften unterbleiben muß. Dabei sind die Be-, soldungen der Lehrer in Rußland besser als irgendwo. Da mehr oder minder dieser Mangel sich auch in anderen Ländern erweist, und ihm nur durch Besserstellung der Lehrer abgehotfen werden kann, so stellt sickeben oben Bemerktes als sichere Aussicht da. A n j c t § e n. Zum nächsten n"-i — wird in hiesiger Gemeinde die Slelle eines Vorbeters, Schächters n. Religionslehrers vacant und wollen sich Bewerber an den Unterzeichneten Borstand wenden. G revesm ühlen i. Mecklbg., d. 10. Octbr. 1871. Der Vorstand der iör. Religionsgesellschast: D. L. Friedheim. In hiesiger Gemeinde wird zum 1. April k. I. die Lehrer- und Cantor-Stelle, bei freier Station mit 100 Thlrn., vacant. Reflectanten wollen gefl. ihre Zeugnisse dem Unterzeichneten einsenden. Levern b. Pr. Minden, d. 15. Oct. 1871. B. Löwenstein, Vorsteher. Vacante Lehrerstelle. Für unsere Filial-Gemeinde Bissen suchen wir einen qualisicirien Lehrer und Cantor zum baldigsten Eintrit. Gehalt 300 Thlr. Aachen, den 12. Sept. 1871. Der Borstand der Stznagogen-Gemeinde. Ein tüchtiger Hauslehrer, womöglich der französischen und englischen Conversation mächtig, wird für einen fähigen, wohlerzogenen 12-jährigen Knaben von einer vornehmen jüdischen Familie in einer an der Eisenbahn gekegenen Provinzialstadt Polens gesucht. — Gehalt — außer freier Station — je nach den Leistungen 200—300 Thaler. Portofreie Meldungen unter Angabe von Referenzen oder Beifügung abschriftlicher Atteste zu richten an die Buchhandlung von Hermann Neumann, Wloetawek, Polen. Bekanntmachung. Ein unverheiratheter Lehrer, Schächter u. Cantor, sucht eine, seinen Leistungen entsprechende Stelle. Näheres in der Exped. d. Bl. unter Chiffre H. F. # 10. Annonce. Ein junger Lehrer, militärfrei, sucht recht bald Stellung in einem Geschäftshause. Derselbe ist erbötig, sowohl in den Elementarsächern, als auch im Clavierspiel und Turnen nebenbei den Familienkindern Unterricht zu ertheilen. — Adressen unter M. H. Lehrer Blitz, Leer, Ostfriesland. .Offene Stelle. Eine gute israel. Familie in einer süddeutschen großen Residenzstadt, sucht einen tüchtigen, wissenschaftlich gebildeten jungen Mann als Hofmeister zu engagiren. Derselbe hätte einige Knaben, die die öffentlichen Lehranstalten besuchen, in ihrer freien Zeit zu überwachen und ihre Ausbildung zu leiten. Salair, neben ganz freier Station, nicht unter 300 Gulden per Jahr. Bei Wohlverhalten: Zulage. Nur mit guten Zeugnissen Versehene, mögen sich melden. Baldiger Eintritt erwünscht. Offert, unt. 21. E. 8. nimmt d. Exp. d. Bl. entgegen. Für unsere Lederhandlung en gros u. en detail suchen wir zum sofortigen oder baldigen Antritt einen mit der Branche vertrauten jungen Mann als Commis, und einen mit tüchtiger Schulbildung ausgerüsteten jungen Mann als Lehrling. Gebe. Schlesinger in Elberfeld. In einem Tuch-Lager und Herren-Confections-Geschäft, einer der hervorragendsten Städte WestphalenS, wird per sofort ein Lehrling gesucht. Derselbe muß gute Schulkenntnisse besitzen und aus achtbarer Familie sein. Bedingungen sehr acceptabel. Alles Nähere besagt die Expedition dieser Zeitung unter M. 1410.