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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-10-10 · Heft 41 (10.10.1871) · p. Seite 830

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 41 (10.10.1871)
Date
1871-10-10
Page
Seite 830 (sequence 14)
Language
German
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830 Uirschel’s SSolel jetzt Wexstrasse 23, Hamburg. Unterzeichneter empfiehlt sein neues Etablissement, welches 50 der schönsten Zimmer, Keslmiration & Cafe enthält, alles den Anforderungen der Neuzeit gemäß eingerichtet; besonders zu empfehlen für das durchreisende Publikum. Kiichc streng nndj dem jlid. Ritus. Ergebenst Adolf Hirfchel. Geschäftsverkarrf! Mein seit 1.2 Jahren bestehendes, sehr renommirtes Tuch-, Manufactur- und Confeetions-Geschäft an bester Geschäftslage, ist Familienverhältnisse halber mit neu umgebautem Hause, sämmtlicher Geschäftseinrichtung und fester Kundschaft mit oder ohne Lager zu verkaufen und beliebig zu übernehmen. Ein Theil des Kaufpreises kann gegen 5 % Verzinsung stehen bleiben. Offerten franco gegen franco. Gcwehrfabrik Sömmerda i/Thüringen. Albert Grunsfeld. Reelles Heirathsgesuch Ein junges Mädchen von 25 Jahren aus anständ. Familie mit 3000 fl. Vermögen, jüdischer Religion wünscht sich mit einem Herrn, der sein Auskommen hat, zu verheirathen. Reelle Offerten nebst Photographie nimmt Herr Director I. Hersch, Berlin, Oberwasscrstr. 12 a entgegen. — Discretion. -Zeiraths-Gelegenheit. Einem soliden braven jungen Geschäftsmanne wird Gelegenheit geboten durch Heirath in Haus und Geschäft zu kommen, wenn er selbst auch ohne Vermögen. Discretion ist Ehrensache. Offerten unter X. Y. Nr. 3. nimmt die Expedition dieses Blattes entgegen. Todes-Anzekge. Dem Allmächtigen hat es gefallen unfern verehrten Lehrer Herrn B. Alsbach nach kurzem Krankenlager zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Wer den Verstorbenen kannte, weiß den Verlust zu würdigen den unsere Gemeinde durch diesen Todesfall erlitten. Dortmund, d. 29. Sept. 1871. Der Vorstand der Syuagogeir-Gemeinde. Zartes Ehe Vermittlungs-Institut bittet Eltern und Vormünder um geneigtes Vertrauen unt. Chiffre M. G H. Ein gewaltiges und sehr verhehrendes Brandunglück hat die kleine Stadt Nordhorn (bei Lingen) betroffen, in wenigen Stunden verloren 3-1 Familien ihr Obdach. Bei diesen befindet sich eine israelitische Familie, die, weil deren Haus in der nächsten Nähe der Stelle, wo das Feuer ausbrach, bei der ungeheueren Schnelle, woinit dasselbe um sich griff und dazu bei der Abwesenheit des Familienhauptes, von ihrem beweglichen Besitze Nichts retten konnte, sich, da es dem Unglücklichen nur bei sehr schwerer Anstrengung thunlich wurde, seine sehr zahlreiche Familie zu versorgen, von Allen auf das Allerunglücklichste betroffen findet. Wir lassen darüber nur das nachfolgende von dem Magistrate dieser Stadt ausgestellte Zeuniß „Bei dem am 0. Septbr. 1871 Nachmittag „2:!,i Uhr entstandenen Brande der im Nachbar- „hause des Schlachters Krämers und Handelsman- „nes Israeliten Moses de Vries ist demselben das „ganze Mobiliar, seine Colonialwaaren, Brannt- „wein, Felle und sonstige Handelswaaren, wovon „nichts versichert war, total verbrannt, ohne auch „nur das Mindeste gerettet zu haben, wozu auch „nicht die mindeste Gelegenheit, indem innerhalb . „der ersten viertel Stunde bereits 5 Häuser in „Flammen standen. Obiges wird hiermit der Wahr- „heit gemäß bescheinigt. Obige Familie besteht aus „dem Moses de Vries, 10 Kindern und einem al- „ten 87-jährigen Vater, befindet sich ohnehin in „einer sehr bedrängten Lage und wird hiermit der „Mildthätigceit edler wohlhabender Mitmenschen „dringend empfohlen. Nordhorn, den 11. September 1871. Der Magistrat. (L* s*) ge;. Firnhaber, sprechen und wenden uns an den edelen Wohlthätigkeitssinn unserer Glaubensgenossen mit der Bitte, diese Unglücklichen zu unterstützen und insbesondere bei dem herannahenden Winter aus einer verzweislungsvollen Lage zu befreien helfen. Gaben werden sowohl von den Unterzeichneten wie der Expedition dieser Zeitung gern entgegen genommen werden. Veldhausen bei Lingen. M. van Bosch. Gingen. H. E. Hompes. Aus emem Versehen ist daS vorige Mal die eine Unterschrift fortgeblieben. Berichtigung. Im Leitartikel Nr. -10 S. 799 Sp. 1 Z. 25 v. o. lies: „Jenes Grunddogma" nicht jedes. B. Hirschfel-. Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. Verantwortlicher Redacteur vr. H. Lotze. Hierzu Feuilleton-Beilage Nr. 41.

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