Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 35 (1871)
- Issue
- Heft 40 (3.10.1871)
- Date
- 1871-10-03
- Page
- Seite 808 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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808 zur Thoravorlesung zu entsenden ist, wird durch das Los entschieden. 6. Mincha gebührt der Gemeinde, welche das Schachris gehabt hat. 7. Die Mizwoth-Angelcgenheit und den Synagogenverwalter für die Minchavorlcsung der Thora bestimmt das Los. 9. Die Tkijah gebührt der Gemeinde, welche am Neujahrstage das Schoferblasen hatte. 10. Am Versöhnungstage kann der Rabbiner nur in der Zeit predigen, in welcher die Kirchenceremonien durch seine Gemeinde vollzogen werden. 11. Unter den in diesem Bescheid mehrfach genannt ten zwei Israelitengemcinden sind immer die zwei Cultusgemeinden zu verstehen, die sich in Freistadtl zuerst organisirt haben, während die später constituirte dritte selbstverständlich beseitigt wird. Neutra, 14. September 1871. Der erste Vicegespan der Neutraer Comitats: Johann Markhet. Kaschau (Ungarn), im Stpt. Nach dem „Ung. Lloyd" haben am )leujahrfcste zwischen den Neologen (!) und den Orthodoxen (!) solche Thätlichkeiten stattgefunden, daß das Militär eintreten und die Kämpfenden auseinander treiben mußte. Auf wessen Seite das meiste Recht war, läßt sich schwerlich bestimmen, sowie auch über der Initiative der Schreckensscene Dunkel schwebt. Daß beide Parteien nicht das Recht hattrii, einander zu prügeln, versteht sich von selbst. Dona u f ü x st en th ü m e r. Bukarest, 11. Sept. lieber den jüngsten Crawall, der zwar gegen die Juden gerichtet war, aber doch nur ein Fühler sein sollte, wie weit sich jetzt hier Etwas thun ließe, enthält der „Monitur" folgendes Com muniquö: „Das Ministerium hat beschlossen diejenigen, welche auf der That ertappt wurden, in den Häusern von Privatpersonen Schaden anzurichten, dem Gerichte zu überliefern, welch letzteres auch die Aufgabe haben wird, den wahren Sachverhalt ans Licht zu fördern." Diese Versicherung, daß die Regierung Räuber und Diebe zu bestrafen entschlossen sei, würde in jedem anderen Laude als Sonderbarkeit erscheinen; hier muß man es der Regierung als einen Lobspruch nachsagen. I ii { (i ge n. Die Stelle eines Religionslehrers, CantorS und Schächters soll bei der hiesigen Gemeinde vom 1. December e. anderweitig besetzt werden. Gehalt 200 Thlr. und circa 100 Thlr. Nebeneinkünfte. Qualisicirte Bewerber wollen sich bis zum 20. October e. franco bei dem Unterzeichneten Vorstände melden. Reise und sonstige Kosten werden nicht besonders vergütigt. Löwenberg i/Schl., den 15. September 1871. Der SynagogemGenrciude-Vorstand: _" Robert Wollen berg._ Für unsere dreiclassige Elementarschule suchen wir einen seminar. gebildeten, jüd. Lehrer gegen ein Gehalt von 250 Thlrn., welches bei besonders befähigten Bewerbern erhöht wird. Nebeneinkünfte durch Privatstunden. Briefen W/Pr., im September 1871. Der Synagogen-Vorstaud._ Für meine 2 Kinder suche ich zu sofortigem Antritt einen geprüften isr. Hauslehrer, der auch hebr. unterrichten kann. Rest, wollen unter Angabe von Referenzen sich bei Unterzeichnetem melden. Simon Sommerfeld, Strzalkowo. Für die hiesige israel. Gemeinde wird zum 1. Januar 1872 ein Lehrer, Schächter u. Vorbeter gesucht. Gehalt beträgt bei freier Wohnung 350—400 Thaler. Reisekosten zur etwaigen Prüfung-werden nicht vergütet. Gefällige Anträge sind nebst Zeugnissen an den Unterzeichneten Vorstand zu richten. Woldenberg N/M., 14. September 1871. 9c. Loewenstein, Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Zur Besetzung vom 15. December er. ab, wird für die hiesige israelitische Corporation ein Cantor u. Schächter, der im Stande ist Religionsunterricht zu ertheilen und Vorträge zu halten, gesucht. Nur derart Leistungsfähige wollen sich melden. Reisekosten werden nicht vergütigt. Das Einkommen soll uns sechshundert Thhler jährlich gestellt werden. Schubin, den 14. September 1871. Der Synagogen-Vorstand: _Louis Wunsch. G»n Candidat Philosophie, tüchtiger Talmudist, der auch gottesdienstliche Vorträge halten kann, wünscht die Stelle eines Haus- oder Religionslehrers anzunehmen, wünschenswerth wäre er nicht weit von einer Universitätsstadt. Offerten unter Chiffre d. d. 100 befördert die Exped. d. Bl.