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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-09-26 · Heft 39 (26.9.1871) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 39 (26.9.1871)
Date
1871-09-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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es. Jahrgang. Allgemeine JW 39. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Heran S.gegeben von Rabbiner vr. Ludwig 'Philippson in Bonn. Leipzig, den 26. September 1871. Diese Zeitunn erscheint wöchentlich einmal Dienstag«, in 2 bi« 2'/, Bogen. Preis de« Jahrgangs 1 Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Vierteljährig 1 Thlr. Inserat: werden mit 1 ll2 Ngr. für die Pctitzeilc oder deren Raum berechnet. 2lllc Buchhandlungen, Postämter und ZeitungS-Expcditioncn nehmen Bestellungen an; der Haupt-Expcdi:ion für beide Letztere hat sich daS König!. Sachs. Haupt-ZeitungS-Bureau unterzogen. Für den Jahrgang 1871 —1872 ersuchen wir die Autoren belletristischer Arbeiten auf jüdischem Gebiete mit uns in Unterhandlung zu treten, und können wir ihnen sehr günstige Bedingungen offeriren. Das Institut z. Förderung d. ksraes. Literatur. I. A. vr. Philippson in Bonn. Inhalt. Leitende Artikel: Zum Succothfeste. — Die Bcrqötkcrung (Apotheose) von Menschen. HI. — Die angebliche Prophezeiung. Zeitungsnachrichtenr Deutschland: Leipzig, Bon der Elbe, Bon der Oder, Straßbnrg, Mainz. — O cstcrr.- ungar. Monarchie: Wien. — Frankreich: Paris. — Spanien: Madrid. — Don a u f ii r stenthümer: Bukarest. — Rußland: St. Petersburg, Warschau,Kiew, Don der podolischcn Grenze, Ans Südrnßland. - Nachtrag: Pest. Feuilleton-Beilage: Das Leben einer gefallenen Spccnlantcngröße. (Schluß). — Auf und nieder. (Fortsetzung». Leitende Artikel. Bonn, 18. September. Zum Succothfeste. Es ist bezeichnend fift die Richtung in der religiösen Anschauung, welche die vergangenen Jahrhunderte verfolgten und die noch unsere Gegenwart beseelt, daß, während im biblischen Alterthum daö Snccothfest eine hervorragende Stellung einnahm, es später vor dem erhabenen Gedankeninhalt des Rösch haschanah und des Jom Kippur zurücktrat. Daraus ist erklärlich, daß Zweck und Bedeutung dieses Festes noch lange nicht genug erkannt und ins Licht gesetzt worden sind. ES ist kein Fest, selbst das Peßach nicht, welches so oft und nachdrücklich in den Büchern der heil. Schrift erwähnt wird. Daß unter Salomo die drei Wanderfeste gefeiert wurden, berichtet 2 Chron. 8, 13. Sechar-jah I (Verfasser von Capp. 9—11, in den drei ersten Jahren des Königs Jojakim) verkündigt, daß dereinst alle Völker, selbst Aegypten, zur Anbetung deS einzigen Gottes am Hüttenfeste nach Jerusalem hinaufziehen werden, und daß auf die Länder, deren Bewohner dies unterließen, kein Regen fallen werde (11, IG—10.). Auch Jecheßkel betont 45, 25, die Feier des Hüttenfestes, wenn auch mit denselben Opfern wie das Peßach, zu begehen, während das mosaische Gesetz sehr verschiedene Opfer für Leide Feste vorschreibt. Nach dein Berichte ESra's 3, 4 wurde nach der Herstellung des Altars von den aus Babel Zurückgekehrten zuerst das Hüttenfest wieder gefeiert, und Nechemjah erzählt 8, 14 sf. ausführlich von der Feier des Hüttenfestes durch das versammelte Volk, nachdem es zuvor (8, 9) daS Rofch-hafchanahfest begangen, während er jedoch Jom Kippur mit Stillschweigen übergeht.

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