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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-08-29 · Heft 35 (29.8.1871) · p. Seite 701

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 35 (29.8.1871)
Date
1871-08-29
Page
Seite 701 (sequence 13)
Language
German
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701 strengsten Aufsicht und Eontrole verkaufHwirv.H Darin liegt aber der ganze Schlüssel zum Verhältniß des Hrn. vr. H. zu Mitau. Sein Correspondent strebt nämlich seit vielen Jahren, die Stelle eines Aufsehers beim Koscher-Fleischverkauf zu erlangen, wird aber, so oft eine Vacanz dazu sich eröffnet, aus gewissen, der hiesigen G'meinde bekannten Gründen, immer übergangen, und hegt die thörichte Hoffnung, durch fremden Einfluß sein Ziel zu erreichen. Herr vr. H. wird nun hoffentlich seinen Freund in Mitau belehren, daß solche Gemeindepoften nicht durch falsche Denunciationen in der Fremde, sondern nur durch das verdiente Vertrauen des örtlichen Rabbinats erreicht werden können, der Freund in Mitau wird wiederum Herrn vr. H. belehren, wie sehr seine Worte in der Ferne verhallen, ’inba bsw Wilna, im Aug. Von hier wird der „P. Z." unterm 15. Juli geschrieben: Die am 13. d. Mts. erwartete Aufhebung des Gesetzes, nach welchem Juden keinen Landbesitz käuflich erwerben dürfen, ist leider nicht erfolgt, dagegen ist eine Verordnung erschienen, gemäß der künftighin auch Pachtungen von Grundstücken Juden nur unter besonderen Bedingungen gestattet werden sollen und jeder derartige Vertrag ungiltig und unter Umständen sogar strafbar ist, zu dem die obrigkeitliche Genehmigung nicht nachgcsucht und erthcilt worden ist. Alle bis zum Erscheinen dieser Verordnung bestandenen Pachtcontracte müssen bis zum 31. December eingereicht sein, um mit der nachträglichen Genehmigung versehen oder cassirt zu werden. Es steht somit unfern ohnehin schon zerrütteten landwirthschaftlichen Zuständen ein neuer Schlag bevor, und es wäre wohl an der Zeit, daß die Regierung Maßregeln träfe, welche einer vollständigen Verarmung der Provinz vorbeugeng würden. M n z e i g e n. Ein isr. Hilfslehrer (womöglich unverheirathet), wird zum Wintersemester zu engagiren gesucht. Gehalt 250 Thlr. p. a. nebst bedeutenden Einkünften für Privat-Unterricht. Offerten mit Zeugnissen wolle man 8llb ebrllre A. K. Z. an die Exped d. Bl. adressiren. Die 'hiesige Stznagogengemeinde such» auf so bald wie möglich einen seminaristisch gebildeten tüchtigen Lehrer, der zugleich guter Chasan u. Schochet sein muß. Gehalt fix. 225 Thlr. neben freier Wohnung, Feuerung u. Licht. Durch Ertheilung von Privatunterricht bietet sich auch Gelegenheit zu Nebenverdienst. Baldige Meldungen, unter Einsendung der Zeugniffe nimmt entgegen der Vorstand der Synagogengememde Sal. Oppenheimer. Lemförde, im August 1871. Bei der hiesigen Gemeinde ist die Stelle deS Religionslehrers, Vorbcters u. Schächters vacant und soll vom 1. November er. besetzt werden. Der fixirte Gehalt beträgt jährlich 270 Thlr.; außerdem eine Nebeneinnahme von circa 130 Thlrn. Oualificirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugniffe schriftlich oder persönlich bis zum 20. September bei dem Unterzeichneten Vorstand melden. Reisekosten werden nicht vergütigt. Wehlau (Ostpr.), im August 1871. Der Synagogen-Vorstand: L. I. Herzfeid. Baeanz. Durch vorgerücktes Alter des seitherigen Inhaberist die Stelle eines der in unserer Gemeinde fungirenden beiden u^rwo, mit welcher ein fixirtes jährliches Gehalt von 400 Thalern nebst Schächtsporteln von circa 120 Thalern verbunden, erledigt und soll bald besetzt werden. Befähigte Bewerber wollen sich, unter Ausweis über ihre Qualifikation durch Se. Hochwürden den Herrn Oberrabbiner Ettlingen Hierselbst, mit den deßfallS portofreien Meldungen, bis zum 1. Oktober d. I. an das Unterzeichnete Collegium wenden. Altona, den 14. August 1871. Das Aeltestencollegium der hochdeutschen Jsraeliiengemeinde. M. H. M. Goldfchmidt, p. t. Vorsitzender. Wir suchen zum 15. October d. 9. für unsere Gemeinde einen Neligionslehrer, Cantor und Schächter. Einkommen 250 Thlr. Meldungen bei dem Kaufmann F. Philipp , Vorsteher der jüdischen Gemeinde zu Fürsienwalde. Für die hiesige isr. Gemeinde wird zu Michaelis d. 2. ein Lehrer , Schächter u. Vorbeter gesucht. Gehalt beträgt bei freier Wohnung, Mittagu. Abendtisch, außer der Schechita 150 Thlr. Geehrte Bewerber, die jedoch die Approbation beim Großherzoglichen LandeS-Rubbinat zu Schwerin bestehen müffen, wollen sich gefälligst an uns wenden. Der Vorstand der isr. Gemeinde zu Neubuckow in Mecklenburg-Schwerin.

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