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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-08-15 · Heft 33 (15.8.1871) · p. Seite 661

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 33 (15.8.1871)
Date
1871-08-15
Page
Seite 661 (sequence 13)
Language
German
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661 Großväter an den Juden versündigt, und daß eS endlich an der Zeit sei, gerechter und humaner zu werden gegen die, welche bei einer gerechteren und humaneren Behandlung Euch t hat sächlich beweisen werden, daß die Mängel und Schäden, die Ihr an ihnen gerügt, nicht an ihnen als Juden, sondern als an unglücklichen, an Händen und Füßen gebundenen Menschen gehaftet; daß der Jude, gesellschaftlich und staatlich gestellt wie Ihr, auch so viel zu leisten vermag wie Ihr, derselben socialen und nationalen Tugenden sich .rühmen darf wie Ihr! Gottlob, die Weisheit und Hochherzigkeit unseres Kaisers sowie der staatsmännische Blick und der Gerechtigkeitssinn seiner Räche bürgen uns dafür, daß unsere Verhältnisse eine dem Geiste der Zeit und den wahren Interessen des Staates entsprechende Regelung finden werden. Der Monarch, der 26 Millionen Sklaven die Freiheit gegeben, wird, darauf hoffen wir mit Zuversicht, auch den Juden eine Stellung gewähren, die ihnen gestattet, sich enger an das Vaterland anzuschließen und dem Staatswohl nach allen Richtungen hin mit treuester Hingebung zu dienen. Anzeigen. In hiesiger Gemeinde ist vom 1. October er. an der Posten eines Vorbeters und Religionslehrers vacant. — Das jährliche Einkommen beträgt außer freier Wohnung und Nebenrevenüen 350 Thlr. — Bewerbungen sind franco unter Einsendung der Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand zu richten. — Reisekosten werden nicht vergütet. Frankenstein i. Schles., d. 30. Juli 1871. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die israelitische Gemeinde zu Varby bei Magdeburg wünscht einen verheiratheten Religionßlchrer, der zugleich Schächter und Vorsänger ist, zu engagiren; die Stelle kann sofort an getreten werden. Der jährliche Gehalt ist auf 240 Thlr. festgesetzt; außerdem sind auch Ncbeneinkünfte mit der Stelle verbunden. Anfragen sind schleunigst an den Vorsteher Eduard Freudenberg zu richten. In dem israel. Institute zu Pfungstadt bei Dannstadt, wird zum 1. Oct. d. 3. ein tüchtiger Elementarlehrer zu engagiren gesucht. Bewerbungen mit Zeugnissen nimmt entgegen Vr. Joel, Direktor. Die Lehrer u. Vorbeterstelle zu Bosen ist sofort zu besetzen. Fixer Gehalt 200 Thaler nebst den üblichen Casualien. Meldungen, denen Zeugnisse über Befähigung u. bisherige Führung beiliegen müssen, nimmt der Unterzeichnete entgegen. Birkenfeld, d. 1. August 1871. ._Landrabbincr Goldmann. Wir suchen zum sofortigen Antritt für unsere jüdische Gemeindeschule einen Hülsslehrer oder Präparanten, für ein jährliches Gehalt von 150Thlrn. Fixum. Derselbe findet hier durch das an hiesigem Orte bestehende .Lehrerseminar Gelegenheit, sich zum geprüften Lehrer heranzubilden. Creuzburg O/S., im Juli 1871. Der Synagogen-Vorstand. Wir beabsichtigen die baldige Anstellung eines geprüften Religions- und Elementarlchrerö. — Das jährliche Gehalt ist außer Nebeneinnahmen auf 300.Thlr. festgesetzt. — Hierauf Neslectirende, welche auch zugleich die Fähigkeit besitzen, den Cantor nöthigenfalls vertreten zu können, belieben sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Synagogen-Vorstand zu wenden. Namslau, d. 27. Juli 1871. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde'. Die Rabbineru. Neligionölehrerstelle wird in unserer Gemeinde am i. September d. I. vacant; die Wiederbesetzung derselben durch einen gualisicirten mit der i-itmn rt-irtt versehenen Bewerber ist gewünscht. Derselbe muß außerdem geprüfter Religionslehrer und befähigt sein, Synagogen-Vorträge in zeitgemäßer Weise zu halten. Die Stelle ist mit einem jährlichen Gehalte von 400 Thlrn., Nebenrevenüen und freier Wohnung dotirt. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Atteste bei dem Unterzeichneten Vorstande melden. Reisekosten werden nicht erstattet. Bojanowo, den 7. August 1871. Der Vorstand der israelitischen Corporation: _Jacob Miodowski._ Ein kör. Hilfslehrer (womöglich unverheiratet), wird zum Wintersemester zu engagiren gesucht. Gehalt 250 Thlr. p. a. nebst üdeutenden Einkünften für Privat-Unterricht. Offerten mit Zeugnissen wwolle man 8ud Chiffre A. K. Z. an die Exped d. Bl. adressiren. Die Stelle eineö Religionslehrers, Cantors u. Schächters, welcher zugleich imp sein muß, ist vom 1. Januar 1872 bei der hiesigen Gemeinde vacant. Gehalt 400 Thlr. pro anno exclusive der Nebeneinnahmen. Qualificirende Bewerber wollen ihre Zeugnisse an Unterzeichneten einreichen. Peiskretscham, den 6. August 1871. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde.

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