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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-02-28 · Heft 9 (28.2.1871) · p. Seite 180

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 9 (28.2.1871)
Date
1871-02-28
Page
Seite 180 (sequence 12)
Language
German
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180 tcn, da sofort ein Eompctenzstreit entsteht, ferner wollen wir nicht irgend etwas thnn, was inan als' bald vom Standpuncte der Freiheit jeder Konfession in ihrem Innern zurückweisen und wobei man sich mit dieser beschönigen wird. Vielmehr scheint es uns gerathen, auch diese Sache wie so viele andere Versuche von jener Seite aus sich beruhen zu lassen und sie nicht erst ans den Schild dauernder öffentlicher Discussion zu heben. In unsrer Zeit wird. schnell vergesseu, was doch nur dem Tage augehört. Eher könnte der Einzelne, der davon betroffen worden, wo also ein Factum vorläge, zu nachdrücklicher Beschwerdeführuug schreiten. Berlin, 21. Februar. lPrivatmitth.) Der Oberkirchenrath hat einmal wieder unsern Vorstand aus dem gewohnten Stillleben gerüttelt, und am Ende müssen wir demselben, sonne den Herren Senft-Pilsach und Kleist-Retzow unsern Dank abstatten, die Indenheit zu besonderer Aufmerksamkeit auf die religiösen Interessen angeregt zu haben. Res. hatte schon das Schreiben an die Kgl. Staatsanwaltschaft fertig, den Sbertirchenrath wegen des mittelalterlichen Erlasses, der den Juden vorwirst, heute noch denselben Haß, dieselbe Verachtung gegen die Ehristen an den Tag zu legen, wie zu den Zeiten Ehristi, zu denuuciren, und war eben int Begriff, die betreffende Gesetzesstelle aus dem neuesten Strafrechte mit auzusügeu, als demselben die Mittheilung wurde, daß der Isr. Vorstand eine Beschwerde nach Versailles abgehen ließ, um «sc. Majestät dem Kaiser und König ganz nnterthänigst ans die betrübenden Folgen aufmerksam zu machen, die ein solcher Erlaß haben muß, der unter den christlichen Mitbürgern nur Haß gegen die Juden und ihren Glauben, der hier als Irrthum bezeichnet wird, verbreitet. Es haben sich jener Vorstellung mehrere namhafte isr. Shimgogengemeinden angeschlosscu. R. Anzeigen. Die hiesige Lehrer- und Cantorstelle wird am 15. April n. c. vacant. Fffis Gehalt 27 5—300 Thlr. Neflectanten belieben ihre Zeugnisse an den Unterzeichneten baldigst einzusenden. Limburg a. d. Lenne, Februar 1871. Der Vorsteher der Synagogengcmeinde. Nathan Lcvy. 5knaben-Lchru. (Erziehungsanstalt zu Heidelberg. Ein geprüfter Elememarlehrer wird zum Beginn des SommersemesterS gesucht. Näheres beim Borsteher Di. H. Neckendorf. b^nrvnö3=> p"p London United Synagogne. Das Coniite der grossen Synagoge in London macht hiermit bekannt, dass die Stelle des ziivrri 'jrn in ihrer Synagoge vacant ist. Candidaten müssen Kenntnisse der englischen Sprache besitzen und Zeugnisse ihres Charakters sowohl als ihrer Fähigkeiten zum Amte eines yrn und N~np bxa mit ihrem Meldebriefe einsenden. Candidaten, mehr als 40 Jahre alt, werden nicht angenommen. Geburtsscheine werden zu diesem Zwecke erfordert. Der Gehalt, inclusive aller Sporteln, ist auf 400 l jährlich festgesetzt. Die ganze Zeit des. zukünftigen Beamten muss der Gemeinde gewidmet werden. Candidaten werden ersucht in ihrem Meldebriefe zu erwähnen, ob sie fällig sind, das Seeretäramt zu übernehmen, in welchem Falle extra Gehalt für solche Leistungen zu erhalten ist. Meldebriefe müssen spätestens bis zum 3. April b'b'3N —isr 'n 'i er an Jonas Jacobs Esqr. Warden Great Svnagogue Duke’s Place, Oldgate, London adressirt werden. Reisekosten der Candidaten werden nicht bezahlt. Alles Besondere, die Amtspflichten betreifend, kann vom Secretär genannter Synagoge erfahren werden. Auf Order des Vorstandes. p"sb 8"bin 'i .1!. Kciror, London, 20. Januar 5031. Secretär. Congregation Bnai JefHnrun, 34^ Straße, New Jork. Da die Stelle eines Ehasan an unserer Eongregation erledigt ist, so laden die Vorsteher derselben betreffende Candidaten zur Bewerbung um dieselbe ein. Die Bewerber müssen im Stande sein die Gebete in richtiger und angenehmer Form zu lesen, eine gründliche Keuntniß des mbar? wi-r? und die nöthige Fähigkeit haben, um vom Blatte und mit dem Chore zu singen. Das Gehalt beträgt nicht weniger als 3000 Dollars und Nebeneinkünfte jährlich. Bewerber müsien persönlich erscheinen. Reisekosten werden nicht vergätigl. Anhaltschreiben und Zeugnisse sind an Herrn Henry Davison, Parnaß der Eongregation Nr. 18. Walker Street, New-^ork, einzusenden. Die hiesige israelitische Gemeinde sucht zu Ostern d. I. einen unverheiratheten Neligionslehrer, Borbeter und Schächter. Gehalt 1 5 0 Thaler bei freier Station. Reslectirende wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse wenden an den israelitischen Gemcindevorstand. Neubukow i Mecklbg.-Schwerin, im Jan. 1871.

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