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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-02-21 · Heft 8 (21.2.1871) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 8 (21.2.1871)
Date
1871-02-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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33. Jahrgang.^ Allgemeine 8. Zeitung des ZudcuLhums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. HerauSgcgeben von Rabbiner vr. Ludwig Philippson in Bonn. Leipzig, den 21. Februar 1871. Dicsc Zrilunc, crfrtjcint wöchcnUick einmal 5icnstan^, in l'itf i1 i-1 'l'U'ia tat J Thlr. ^albj.ihri», 2 2 hlr. V<ia-Uljal}nj\ 1 IWr. Onfciat: lucvbcn mit I >/2 Ulfti. fiir die Peiü^eile oder bereu :Jtaui„ berechnet. JlUe ^^uchyandlunnen, Pbst.iinler und ^citunab ^jV'etitunieu nehmen A'cttcl» langen an; der Haupt ^rpcbiüo» j»r beide Vollere hat iul) das Mbni^l. S-chs. Haupl-Zeiiuu^ Bureau n,Herren. 3 it 1] a l t. Leitende Artikel: Sli^.n über die Fraqe: ä'oas baden die Inden vom Staate zu fordern? IX. n. V. — Die Soldaten jiifcijdjev ^ieligion in den deutschen Heeren. - Das S trasprineip inr niosaischen (besetze. — Laininlung für die durch den .nrieg dernnglneiten Israeliten in 2tras;bnrg, Metz und d'andgeineind'en dev Elsaß und Lothringens. - V i t c v a r i s ch e r 2s o ch e n b e r i ch t: Gr. 2S eoterek. Zeitil»»gSttachricliten: Deutschland: "Bonn. Samoezy», Minden. Hannover. -- Offlc r r. => n n garisch e -Dt o n a r chie: 2sien, Pest, Altosen. -- Franlreich: Pariv, rille Fcuttletorr - .Beilage: Gebete während dev Krieges. XIX — Das Iudendorf in Sibirien. - 2coti>en. — Genien. Leitende r t i k e l. Bonn, l.°*. Februar. .Skijjcn über die Fr«ge: Was haben die Jaden vom Limite zu fordern? IV. Ganz dieselben Berhältnisse wie in Preußen finden wir auch in Oesterreich, nur daß hier in den maßgebenden Kreisen eine viel größere Neigung, den For> derungen der Juden gerecht zu werden, vorhanden ist als in Preußen. Bor einigen Jahren, als noch Schmerling Staatsminister war, erklärte er auf eine Interpellation Wintersteins im Audgetausschusse, daß er bereit wäre, auch eine Summe für den jüdischen CSuttuö ein znstellcn, wenn an ihn von Seiten der Juden ein derartiges Ansinnen gestellt werden möchte. Ais jetzt jedoch geschah dies nicht. Der eben abgetretene Unterrichtsmiuister ergriff aber die Initiative insofern, als er die Gründung einer „höheren jüdischen Lehranstalt," d. h. eine jüdisch-theologische Facultät zu gründen beabsichtigte, dafür <;ooi) st. im Etat seines Ministeriumö beantragte und sie bewilligt erhielt. Für diesen Schritt müssen wir ihm, sowie dem Kaiser und dem Reichörathe dankbar sein. In Wesiösterreich, d. i. in den Ländern der österreichisehen Monarchie, welche im Neichsrathe vertreten sind, wohnen i:»,(io:i,ooo Seelen, von welchen I.',,7 00,100 rölilische Katholiken, 2,:U)2,SOO griechische Katholiken,;i70o armenische Katholiken, :;.">1,5»00 Evangelische und *JS2,iiOO Juden sind. Es kommen also auf die Römisch-Katholischen ea. so Procent, auf die Griechisch-Katholischen! 2 Proeent, ans die Evangelischen l r,/(; Proeent, auf die Inden .'i >.'2 Procent (s. „Statistische Skizze des Kaiserthmns Oesterreich. Aon Ne. H. F. Brachelli. S. I Ebenso erstrecken sich die folgenden Angaben, die wir der für alle literarischen Zwecke stets bereitwilligen Dienstgesättigleit des Herrn Nr. G. Wolf in Wien verdanken, nur ans Westösterreich. Der Eul-' tusetat für l S71 beträgt für Westösterreich zusammen 2,012,s:w st., nämlich für den katholischen Eultns l,:;s:t,7S! fl., für katholische Stiftungen 2I7,sSl fl., für den protestantischen Eultns 77,<;so (1, für den griechisch-orientalischen <'.1,2:10 fl., Äquivalente i7::.oo:i si., Patrouatsauölageu 7»<;,lS0 sl. Die Juden erhalten bis jetzt für ihren Eultns gar nichts. Würden sie einen gleichen Eultuöetat nach ihrem numerischen Berhältniß wie die Katholiken erhalten, so würde dieser nach dem

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