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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1871-02-14 · Heft 7 (14.2.1871) · p. Seite 139

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
35 (1871)
Issue
Heft 7 (14.2.1871)
Date
1871-02-14
Page
Seite 139 (sequence 15)
Language
German
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139 niedrigsten Kreisen geachtet da. Als Dircctor der mediänischcn Klinik und Poliklinik zu Bern, versah er seine Pflichten aus das Opferwilligste, ein treuer Rathgebcr so Bielen. — Wie wir vernehmen wird die junge Gattin des Verewigten ihren Wohnsitz in Bern aufgebcn und nach Berlin gehen, mit dem Grabe ihres Mannes nahe zu bleiben. Rußland. Petersburg, im Januar. Bei der am 27. d. stattfindenden Militäraushebung kommen bereits manche Bestimmungen des zukünftigen neuen Wehrgesetzes zur Anwendung. So z. B. ist ausdrücklich die. Vorschrift aufgehoben worden, daß getaufte Juden, oder Juden, die sich taufen lassen wollen, vom Militärdienst befreit seien. Diese wenig religiöse Begünstigung der Proselytenmacherei ist also beseitigt. So fallen stets vor einer großen liberalen Maßregel viel kleine illiberale Bestimmungen. —. Nach der jüngsten Volkszählung ist (das ehemalige Königreich) Polen von 5,700,000 Seelen bewohnt , worunter sich etwas über 1 Million Juden befinden. Es ist also weder, wie die polnischen Beamten früher so oft behaupteten, der vierte Mensch ein Jude, noch findet eine unvcrhältuißmäßige Zunahme der Juden statt. Man behauptete dies eben immer, um die Verdrängung der Christen durch die Juden in Polen in Aussicht zu stellen und deshalb a la Pharao Beschränkungen zu fordern. Aegypten. Kairo, 15. Jan. Ter Grazer Tagespost wird von hier folgendes geschrieben: „Soeben theilt mir Prof. Brcngsch mit, daß man bei dem Städtchen Dell-el-Jahud tzu deutsch: Judenhügel), zwei Stunden Eisenbahnfahrt und eine Stunde Fußweg von Kairo, die Ueberreste einer wahrscheinlich von den Juden erbauten Stadt aufgefundcn habe. Man hat bis jetzt Neste eines Tempels und Brunnens, aus dem schönsten geschliffenen Alabaster bestehend, bloßgclegt, ferner ganz gut erhaltene Inschriften und Häuserreihen von großer Schönheit."! lEs soll wohl heißen, Prof. Brugsch, der bekannte Aegyptolog. Wir haben das Nähere abzuwarten, das uns erweise, warum die Juden diese Stadt erbaut '.haben sollen. wa§ wohl heißen soll: für dieAcgvptcr: 'denn was sollte wohl der Tempel bedeuten? Uebrigens könnte dies nur vor dem AuSzuge aus Aegypten geschehen sein, und da hießen sie nicht Juden, sondern Hebräer. Nedact.) t Anzeige tt. In der hiesigen israel. Gemeinde ist die Stelle eines , p"?3 p"-o mit einem jährlichem Einkommen von 100 Thlrn. nebst freier Wohnung vacant, und soll sofort besetzt werden. Qnalisicirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisie bei dem Unterzeichneten Vorstände schriftlich melden. Kosten werden nicht erstattet. Gostyn, im Januar 1871. . Der Corporatiousvorstand: Moser. Die israel. Gemeinde in Papenburg, wünscht mit dem 1. Mai d. I. einen unverheiratyete n Elementarlehrcr u. Schochet zu engagiren. Jährl. Gehalt 200 Thlr. mit einigen Nebeneinkünsten nebst freier Wohnung u. Feuerung. Neflectanten wollen sich gegen portofreie Briefe an den unterzeichn. Vorsteher wenden. Papenburg (Pr. Hannover), im Febr. 1871. Herz. I, Hcs. Die Cantor-, Schächteru. Religionsunterrichtsstelle ist vacant, und soll dieselbe vom 1. Mai c. neben einem Einkommen von mindestens 250 Thlrn. nebst freier Wohnung besetzt werden. Qualificirte Bewerber wollen sich portofrei oder persönlich zur Probeablegung hierher melden. Reisekosten werden nicht erstattet. Miesccisko -Kr. Wongrowitzi, im Feb. 1871. Der Corporationsvorstand: M. Schott. Eine Hauölehrerstelle ist bei mir vom 15. April oder 1. Mai d. I. bei freier Station u. 175 Thaler Gehalt, offen. Neflectanten, welche die Kenntnisse besitzen, Knaben bis zur Tertia auk der Realschule auszubilden. wollen Anfragen an PH. Cobkenzer in Wehdem b. Minden richten.

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