Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 30 (1866)
- Issue
- Heft 33 (14.8.1866)
- Date
- 1866-08-14
- Page
- Seite 528 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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528 die ganze Auffassung in den Anfang des 3. Jahrhunderts, etwa in die Zeit des R. Chija" und des Rab verlegt,, wo^" eine vorwiegend liberale Ansicht herrschte. Dann aber ließe sich die Begründung des Verbots durch die allegirte Bibelstelle nicht als eine verschärfte, mit. wuchtigem Nachdruck ausgesprochene Verwarnung annehmen, sondern als eine solche, welche dem Strome der Zeit einigermaßen entgegen zu treten geeignet ist und der bestehenden liberalen Praxis die Macht des göttlichen Wortes entgegen halten sollte. Mit anderen Worten : das ganze Verbot der menschlichen Darstellung würde in Nichts zusammensallen, wenn es nicht wenigstens durch diese Wendung des Bibelwortes gestützt zu werden vermöchte.^ 19) Juchasin II, 31°. 20) s. Note 11 und 12. 21) In diesem Sinne ist auch Joseph Karo zu Joreh Deah § 141 zu verstehen, wenn er interpretirt: ynwi jqist-iD ib^Eit sfn mwnb ■’ctjös uwvu ■p&isfis 'istwi .«■am a*n -tnp i^rb 'n© ■nn dis. Wie Karo an dieser Stelle, so liest auch Alfasst Abodah Sarah III, <5. 349 a: ■'■’uan rtairr rp*-n rrain eben so R. Nissin zu Alfassi ibid. 348''. Ist aber diese Lesart richtig, dann beweist sie vielleicht, daß auch um diese Zeit des Abai und des jüngern Hunna die Praxis bereits liberal war und das Verbot nur durch die energische Deutung der Vibelstelle geschützt werden konnte. (Fortsetzung folgt.) Anzeige n. . -Die israelitische Gemeinde in Rendsburg wünscht einen tüchtigen, wissenschaftlich gebildeten Lehrer, der zugleich die Functionen eines geistlichen Beamten zu übernehmen hat, gegen einen Gehalt von 400 Thlr. Pr. Ct. jährlich nebst freier Wohnung zu Ostern 1867 anzustellen. Bewerber um diese Stelle, deren Wahl der Zustimmung des Herrn Oberrabbiners in Altona und der Bestätigung des Herrn Oberpräsidenten für Schleswig- Holstein bedarf, wollen ihre Anmeldungen unter Anschließung von Qualificationszeug nissen baldigst an den Vorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde einsenden. Anzeige. Die bei uns vacant gewesene Religionslehrer-, Schächter- und Vorbeter-Stelle ist besetzt. Havelberg, 1. August 1866. .. .) Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. I. Jtzigsohn. I. Pintus. Womöglich zum sofortige» Antritt wird für die Gemeinde Calbe a. d. S. ein Chason, Schauchet und Religionslehrer gesucht. Das Einkommen beläuft sich auf: pro anno 100 Thlr. baar, die Schechita circa 50—60 Thlr., freie Wohnung und Mittagtisch nebst Nebeneinkommen. Bewerbungen unter Angabe und.Führung nimmt entgegen I. Löwenthal Kaufmann. Lehrer-Gesuch. Bei der hiesigen Gemeinde wird zum 1. Novbr. o. ein unverheiratheter examinirter Elementar- und Religionslehrer, welcher auch als Vorbeter und Schächter fungiren kann, gesucht. — Außer freier Wohnung mit Heizung und Nebenemolumente, ist ein fixes Gehalt von 220 Thlr. ausgesetzt. Das Schächter-Amt wird besonders vergütet. — Reflektanten, unter Einsendung ihrer Zeugnisse, belieben sich zu melden an den Vorstand der israelit. Gemeinde zu Hattingen a. d. Ruhr. Die Stelle eines Cultusbeamten der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist sofort zu besetzen und können sich geneigte Bewerber, welche dre Stelle als Schächter, Vorbeter, Religionslehrer und Prediger versehen können, hierzu melden. Als Gehalt werden 250 Thlr. bezahl und beläuft sich das Nebeneinkommen -auf gleicher Höhe — Reflektanten werden ihre Befähigungsatteste franco einsenden. Saalfeld i. Ost-Pr., 23. Juli 1866. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. M. Josephsohn. I. Goldstern. Flatow. Offene Stelle. Die Stelle eines Vorbeters, Schächters und Religionslehrers (letzteres circa 10 Stunden wöchentlich) bei der israelitischen Corporation Biel (Kant. Bern) Schweiz mit einer fixen Besoldung von Franken 1200 — ohne weitere Zulage wird hiermit zu freier Bewerbung ausgeschrieben. Der Antritt muß auf 1. September d. I. geschehen. Bewerber hiefür wollen sich bis spätestens 10. August nächsthin in frankirten Briefen mit Beilage von Fähigkeitszeugniffen an Herrn Achille Dreyfuß in Hier wenden, welcher auch jede weitere wünschbare Auskunft ertheilt. ■. . Biel, 29. Juli 1866. Präsidium - der israelitischen Corporation. Die hiesige vacante Religionslehrer-, Vorbeter- und Schächterstelle mit 150 Thlr. Gehalt, freier Wohnung, Kost und circa 30 Thlr. Schechita — kann sofort oder zum Herbste d. I. besetzt werden. Reflectanten wollen das Nähere verhandeln mit dem Vorstände zu Penzlin- (Mecklenburg).