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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-07-10 · Heft 28 (10.7.1866) · p. Seite 449

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 28 (10.7.1866)
Date
1866-07-10
Page
Seite 449 (sequence 15)
Language
German
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' •' * . 449 Ideen des neueren Judenthums werden von vielen hiesigen Kanzeln mit einem Freimuth und einer Schärfe gelehrt, wie man sie nur in wenigen europäischen Synagogen wahrnehmen dürste. A n; ei ge n. Die Reform-Gemeinde „Lvvesetk Israel" zu Philadelphia, Pennsylvanien, sucht für ihren Tempel die erledigte Rabbinerstelle wieder zu besetzen. Der Rituö ist nach dem vr. Einhorn'schen GebeLbuche, und die Prinzipien der reinen, strengsten Reform finden bei der Gemeinde ein williges Ohr, einen gesunden, fruchtbaren Boden. Die Dauer der Anstellung und die Besoldung werden in der liberalsten Weise den Verdiensten der Bewerber angemessen sein. Gesuche um diese Stelle werden baldigst erbeten, und an den Unterzeichneten zu richten gewünscht. Philadelphia, den 9. Jiust 1866. S. Silbermann, Präsident. P. O. Box 2333. Philadelphia. Pennsylvanien. Nähere Auskunft wird den Tit. Bewerbern bereitwilligst ertheilt von Philipp Fettst, Rechtsconzipient und Gemeinde-Actuar in Fürth bei Nürnberg. Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf die ungenügende Zahl der bisher eingegangenen Gesuche um die vacante Oberlehrerstelle an der hiesigen israelitischen Schule, werden etwaige qualisicirte Bewerber annoch aufgefordert, ihre desfälligen Gesuche an die Unterzeichnete Schulcommission bis 'zum 12. August d. I. einzusenden. Mit dem gedachten Amte, welches zu Michaelis d.J. anzutreten ist, ist ein jährliches Gehalt von 800 Thlr. Schleswig-Holst. Courant (320 Thlr. Pr.), freie Wohnung (für einen unverheiratheten Mann) und die zur Heizung der Wohn- und Schlafstube erforderliche Feuerung, hinsichtlich deren eine nähere Bestimmung Vorbehalten bleibt, verbunden, und wird bemerkt, daß der anzustellende Lehrer auf einem Seminar gebildet, und im Stande sein muß, in den neueren Sprachen zu unterrichten, event. auch gegen eine entsprechende Vergütung die Functioneneines Geistlichen übernehmen und etwaige Abänderungen des z.Zt. für die hiesige israelitische Schule bestehenden Regulativs sich gefallen lasten muß. Elmshorn im Herzogth..Holstein, 3. Juli 1866. Die israelitische Schulcommifsion. Nachruf. Der unerforschlichen, allgerechten Vorsehung hat es gefallen, den ersten Lehrer unserer jüdischen Elementarschule, Herrn Abraham Löwenstein, am 21. d.M. un 48. Lebensjahre aus seinem Tageswerke zur ewigen Ruhe heimzurnfen. Zwei und zwanzig Jahre hat der Dahingeschiedene gedachter Anstalt in rühmlichster Treue vorgestanden, und dieselbe in Gemeinschaft seines gleichgesinnten Collegen, der noch lange uns erhalten bleibe, auf einen erfreulichen Standpunkt erhoben, wie sehr Ersterer auch mit leiblicher Schwachheit und anderweit schwierigen, theils sich selbst geschaffenen Verhältnissen zu kämpfen hatte. Die amtliche Wirksamkeit des Verewigten war um so segensreicher in dem Maße, wie derselbe ein stiller, aber inniger Verehrer seiner Religion, ein wahrhafter Menschenfreund im Allgemeinen war. Wir bedauern tief seinen allzufrühen Heimgang. Möge der Allgütige ihn jenseits mit seiner reichen Gnade belohnen, und hienieden der tiefgebeugten Wittwe mit ihren fünf Unmündigen seine väterliche Fürsorge augedeihen lassen. ' Wongrowiec, 24. Juni 1866. Der Vorstand der jüdischen Elementarschule. / gez. Alberti. Landeck. S. Prinz. D. Ziegel. Kolbe. Die hiesige israelitische Gemeinde sucht zu sofort oder zu Michaelis d.J. einen, vom Landesrabbinat approbirten unverheiratheten Religionslehrer, Vorbeter u. Schächter. Jährlicher Gehalt 200 Thlr. nebst freier Wohnung, Beköstigung und Aufwartung; außerdem sind die Nebeneinkünfte für Schechita zwischen 50 und 60 Thlr.zu schätzen. Qualificirte Bewerber wollen sich unter portofreier Einreichung ihrer Zeugniste baldigst bei uns melden. Malchow (in Mecklenb.-Schw.), 28. Juni 1866. Der Vorstand. Annonce. Die. hiesige Cantor-, Schächter- und Religionslehrerftelle ist bei 125 Thlr. Fixum, freier Wohnung und Schechitagebühren sofort zu besetzen. Qualificirte Bewerber wollen sich bei dem Vorstand der israelitischen Gemeinde melden. Reisekosten werden nicht vergütigt. - Miasteczko a. d. Ostbahn im Juni 1866. Offene Melle. Bei derhiesigen Gemeinde, ist die Stelle eines Lehrers, Vorsängers und Schächters sogleich zu besetzen. Gehalt 180 Thlr. und circa 50 Thlr. Sporteln. Bewerber wollen sich in portofreien Briefen an den Unterzeichneten Vorsteher M. Salowon wenden, Schleswig, im Juni 1866. Der Vorstand, M. Salomon. Israel Jsaack.

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